Handelsanalyse für Donnerstag:
1-Stunden-Chart von GBP/USD

Das Währungspaar GBP/USD ist am Donnerstag um 130 Pips eingebrochen, ausgelöst durch eine Kombination negativer Faktoren in dieser Woche. Der wichtigste Faktor war natürlich die Geopolitik, da sich Iran und die USA von einer friedlichen Einigung und einem Atomabkommen zu entfernen beginnen und der vorübergehende Waffenstillstand jederzeit enden könnte. Hinzu kamen jedoch auch die politische Krise im Vereinigten Königreich und die hohe Inflation in den USA. Man kann sagen, dass sich der Markt in den ersten drei Tagen der Woche noch mit einem massiven Abverkauf des Paares zurückgehalten hat, aber am Donnerstag lagen die Nerven blank. Ohne einen erkennbaren konkreten Auslöser fiel das Pfund daher stark. Andererseits waren die gestern im Vereinigten Königreich veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion und zum BIP für das erste Quartal durchaus solide. Zumindest waren die Werte nicht schlechter als die Prognosen. Es waren also mit Sicherheit nicht die britischen Konjunkturdaten, die den Absturz ausgelöst haben. Dasselbe gilt für die US-Daten. Der Inflationsbericht hat die Wahrscheinlichkeit einer zumindest einmaligen Straffung der Geldpolitik im Jahr 2026 erhöht, ist aber nicht der Hauptgrund für den Rückgang des Währungspaares.
5M-Chart von GBP/USD

Im 5-Minuten-Chart bildete sich am Donnerstag genau ein Handelssignal. Während der amerikanischen Handelssitzung konsolidierte sich das Paar unterhalb der Spanne 1,3456–1,3476, was Tradern die Eröffnung von Short-Positionen ermöglichte. Bis Freitagmorgen wurde der nächstgelegene Zielbereich bei 1,3380–1,3386 erreicht, und Trader konnten mit diesem Trade rund 60 Pips Gewinn erzielen.
Wie man am Freitag handelt:
Im Stundenchart beginnt das GBP/USD-Paar aufgrund des geopolitischen Drucks einen Abwärtstrend. Ohne eine deutliche Eskalation im Nahen Osten kann der Dollar nicht mit einem ähnlich starken Wachstum rechnen wie im Februar und März. Dennoch können einzelne Ereignisse weiterhin für eine Aufwertung sorgen, was wir in den letzten Tagen beobachten konnten. Die britische Währung behält nach den Trends in den Tages- und Wochencharts ein ausgezeichnetes Aufwärtspotenzial.
Am Freitag können Einsteiger Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,3319–1,3331 eröffnen, da sich das Paar unterhalb der Spanne 1,3380–1,3386 konsolidiert hat. Eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3380–1,3386 erlaubt Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3456–1,3476.
Im 5-Minuten-Chart kann derzeit an den folgenden Marken gehandelt werden: 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741–1,3751. Heute sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Veröffentlichungen geplant, während in den USA lediglich der Bericht zur Industrieproduktion erscheint. Daher werden heute die technische Analyse und geopolitische Faktoren dominieren.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch des Levels) benötigt wurde. Je weniger Zeit dies in Anspruch nahm, desto stärker ist das Signal.
- Wenn in der Nähe eines Levels aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine generieren. Technische Levels können in solchen Phasen unbeachtet bleiben.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale vom MACD-Indikator nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels zu nah beieinander liegen (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Breakeven (Einstand) nachgezogen werden.
Erklärung zu den Charts:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die beim Eröffnen von Käufen oder Verkäufen als Ziele dienen oder aus denen Signale entstehen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung sollte daher möglichst vorsichtig gehandelt oder der Markt verlassen werden, um einer scharfen Kursumkehr entgegen der vorangegangenen Bewegung aus dem Weg zu gehen.
Einsteiger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und eines soliden Risikomanagements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.
