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FX.co ★ US Dollar: Wöchentliche Vorschau

US Dollar: Wöchentliche Vorschau

US Dollar: Wöchentliche Vorschau

Während Euro und Pfund in einem gedrückten Zustand sind, floriert der Dollar förmlich. Die Nachfrage nach der US‑Währung steigt stetig, da der Markt derzeit eher an eine Eskalation des militärischen Konflikts im Nahen Osten, eine länger andauernde Schließung der Straße von Hormus und einen neuen Anstieg der Energiepreise glaubt als an positive Szenarien. Zudem haben sich die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve in Richtung eines „hawkishen“ Kurses verschoben, was den Dollar zusätzlich stützen könnte. Es ist wichtig, diese Verschiebung richtig einzuordnen. Bislang geht es lediglich um eine Wahrscheinlichkeit von etwa 10–15 % für eine einzige Straffungsrunde bis zum Jahresende. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit von mindestens einer Zinserhöhung auf den kommenden fünf FOMC‑Sitzungen unter 50 % liegt. Noch vor einer Woche glaubte der Markt jedoch nicht einmal an eine einzige Straffung und rechnete vielmehr um Dezember herum mit einer Rückkehr zu Lockerungsmaßnahmen.

Daher wird es in der nächsten Woche wichtig sein, die Sichtweise der Fed‑Gouverneure zu diesem Thema zu verstehen. In den USA werden nur wenige Konjunkturdaten erwartet, und das FOMC‑Protokoll – die sogenannten „Fed minutes“ – ist eher Formsache als eine Quelle wesentlicher Informationen. Die Protokolle werden mit einer Verzögerung von drei Wochen veröffentlicht, und in diesen drei Wochen ändert sich die Lage meist so stark, dass die darin enthaltenen Informationen bereits veraltet sind. Genau in einer solchen Situation befinden wir uns jetzt. Vor drei Wochen erwartete der Markt noch eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten und ein allmähliches Nachlassen der Inflation, jetzt rechnet er mit weiterer Eskalation und einem erneuten Anstieg der Verbraucherpreise, der die Fed bis Jahresende zu einer Straffung der Geldpolitik zwingen könnte. Der Markt möchte die „frischen“ Einschätzungen der FOMC‑Gouverneure hören, um beurteilen zu können, wie gerechtfertigt die „hawkishen“ Erwartungen tatsächlich sind.

Unter den Konjunkturereignissen in den USA würde ich nichts als besonders bedeutsam hervorheben. Sämtliche Veröffentlichungen in der kommenden Woche sind Routine und werden weder die Fed noch die Inflation beeinflussen. Daher wird das Schicksal des US‑Dollars in der nächsten Woche von den Reden der FOMC‑Mitglieder und der geopolitischen Lage im Nahen Osten abhängen.

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Wellenbild für EUR/USD:

Auf Grundlage der Analyse des EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb eines aufwärtsgerichteten Trendsegments (unteres Bild) und kurzfristig innerhalb einer korrektiven Struktur bewegt. Das korrektive Wellenmuster a‑b‑c scheint abgeschlossen zu sein. Daher könnte Welle 3 in C begonnen haben, mit Zielen, die sich bis in den Bereich der 1,14 erstrecken. Sollte die aktuelle Zählung der Wellen korrekt sein, könnte die gesamte Welle C ihre Struktur deutlich unterhalb der 1,14 vollenden. Ein solches Szenario würde jedoch eine starke geopolitische Unterstützung erfordern.

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Wellenbild für GBP/USD:

Das Wellenbild für das Instrument GBP/USD ist im Laufe der Zeit klarer geworden. Auf den Charts ist nun eine deutlich ausgeprägte, abgeschlossene Aufwärtsstruktur zu erkennen. Daher erwarte ich die Ausbildung eines abwärtsgerichteten Wellenmusters, das einen impulsiven Charakter annehmen und mit der impulsiven Struktur des EUR/USD‑Instruments zusammenfallen kann. Infolgedessen ist nach einem Rückgang um 300 Punkte zunächst mit einer korrektiven Welle zu rechnen, gefolgt von einem erneuten Rückgang in den Bereich von 1,30–1,31. Zuvor hatte ich bereits auf einen neuen Rückgang des Pfunds hingewiesen, aber eine Korrektur erwartet. Die harte Realität zeigt jedoch, dass sich dies angesichts der Stärke der ersten Welle als voll ausgeprägte Impulsstruktur manifestieren könnte.

Wichtige Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und gehen häufig mit Änderungen einher.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es kann niemals 100%ige Sicherheit über die Marktrichtung geben. Denken Sie daran, schützende Stop‑Loss‑Orders zu verwenden.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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