Rückblick auf die Trades vom Dienstag:
1-Stunden-Chartanalyse des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Abwärtsbewegung am Dienstag fort und fiel sogar noch tiefer als in der Vorwoche. Daher ist es weiterhin zu früh, von einer Stimmungsänderung am Markt hin zu einem bullischen Szenario zu sprechen. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass der Dollar dieses Mal kein nennenswertes Wachstum erzielen wird. Trotz der Fülle unterschiedlicher geopolitischer Nachrichten gibt es keine echten Bewegungen in die eine oder andere Richtung. Betrachten wir die Lage: Wurde der Krieg im Nahen Osten wieder aufgenommen? Nein. Haben Iran und die USA ein Friedensabkommen unterzeichnet? Nein. Gab es vielleicht substanzielle Fortschritte in den Verhandlungen? Nein. Ist die Straße von Hormus geöffnet? Nein. Im Grunde genommen ist alles so geblieben, wie es vor ein paar Wochen war. Somit gab es nicht viele Gründe für die aktuelle Aufwertung des US-Dollars. Der Markt hatte allerdings klar auf eine schnelle Einigung in Form eines „Nuklearabkommens“ gehofft, und als man erkannte, dass diese Hoffnung unbegründet war, stellte man den Kauf von Risikoanlagen und -währungen ein. Daher bewegt sich der Dollar nun schon die zweite Woche in Folge langsam nach oben.
Analyse des EUR/USD-Paars im 5-Minuten-Chart

Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag zwei Handelssignale generiert. In der Nacht entstand ein Verkaufssignal, als der Kurs vom Bereich 1,1655–1,1666 nach unten abprallte. Bis zur Eröffnung der europäischen Handelssitzung hatte sich der Kurs jedoch bereits vom Bildungspunkt entfernt, sodass Anfänger Short-Positionen eröffnen konnten. Gegen Abend erreichte das Währungspaar den Bereich 1,1584–1,1591 und bildete ein Kaufsignal, das ebenfalls umgesetzt und auf Mittwoch übertragen werden konnte.
Wie man am Mittwoch handelt:
Im Stundenchart befindet sich der Euro seit einem ganzen Monat in einer Korrekturphase. Der US‑Dollar hat seinen Anstieg vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen im Nahen Osten in der vergangenen Woche wieder aufgenommen, aber wir rechnen weiterhin nicht mit einer anhaltenden Stärke. Der Markt ignoriert nach wie vor weitgehend Fundamentaldaten und Makroökonomie.
Am Mittwoch können unerfahrene Trader neue Short‑Positionen mit Kursziel 1,1527–1,1531 eröffnen, sofern der Kurs den Bereich 1,1584–1,1591 nach unten durchbricht. Käufe können bei einem Abprall vom Bereich 1,1584–1,1591 mit Ziel 1,1655–1,1666 in Erwägung gezogen werden.
Im 5‑Minuten‑Chart sind die folgenden Marken zu beachten: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Mittwoch veröffentlicht die Eurozone die zweite Schätzung der Inflation für April, während die USA das Protokoll der letzten FOMC‑Sitzung vorlegen, die vor drei Wochen stattfand. Beide Ereignisse stufen wir als von nachrangiger Bedeutung ein.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch des Levels) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn in der Nähe eines Levels zwei oder mehr Trades aufgrund falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale liefern. Technische Levels können in diesem Fall ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop‑Loss auf Break‑even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands – Levels, die als Kursziele bei Kauf‑ oder Verkaufstrades dienen oder als Signalquellen fungieren.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und anzeigen, in welche Richtung das Handeln derzeit vorzugsweise erfolgen sollte.
MACD‑Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung äußerst vorsichtig gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money‑Managements sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
