Gestern gab der Euro seine gesamten Gewinne wieder ab, während das Pfund und andere risikoreiche Anlagen gegenüber dem US‑Dollar mehr Widerstandskraft zeigten.
Da sich die Lage im Nahen Osten nicht wesentlich verändert hat, sahen die Händler keinen Anlass zur Eile. Vor diesem Hintergrund geriet der Euro unter Druck und markierte ein Wochentief.
Heute verspricht ereignisreich zu werden, mit wichtigen Konjunkturdaten, die den Devisenmarkt erheblich beeinflussen könnten. In der ersten Tageshälfte werden zentrale Daten zum Preisdruck in der Eurozone erwartet – der Verbraucherpreisindex (CPI) sowie die entsprechende Kennzahl für die größte Volkswirtschaft der Region, Deutschland, in Form des Erzeugerpreisindex (PPI).
Diese makroökonomischen Indikatoren sind entscheidend für die Ausrichtung der künftigen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Sollten der CPI der Eurozone und der deutsche PPI stärker steigen als von Analysten erwartet, könnte dies auf eine Erholung der Position des Euro gegenüber dem US‑Dollar hindeuten. Ein zunehmender Inflationsdruck erhöht in der Regel die Wahrscheinlichkeit einer strafferen Geldpolitik der EZB, was den Euro historisch stützt.
Was das Pfund betrifft, so umfasst der britische Konjunkturkalender heute ebenfalls Veröffentlichungen, die seine Kursentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Händler und Analysten werden vor allem der Veröffentlichung der Daten zum Verbraucherpreisindex entgegenblicken. Dieser Indikator ist das wichtigste Maß für die Inflation und wirkt sich direkt auf die geldpolitischen Entscheidungen der Bank of England aus. Neben dem CPI werden auch Einzelhandelspreisindizes und Erzeugerpreisindizes veröffentlicht. Die Einzelhandelspreise geben Aufschluss über den Inflationsdruck, dem die Verbraucher ausgesetzt sind, während der Erzeugerpreisindex die Kosten für Rohstoffe und Vorleistungsgüter widerspiegelt. Zusammen ergeben diese Kennzahlen ein umfassendes Bild des Preisdrucks in der britischen Wirtschaft, und jede Abweichung von den Prognosen kann zu erhöhter Volatilität am Devisenmarkt führen.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Volkswirte, bietet es sich an, auf Basis einer Mean‑Reversion‑Strategie zu handeln. Fallen die Daten hingegen deutlich besser oder schlechter aus als erwartet, wäre eine Momentum‑Strategie der sinnvollere Ansatz.
Momentum-Strategie (auf Ausbruch):
Für das Währungspaar EUR/USD
Long-Positionen bei einem Ausbruch über 1,1613 könnten den Euro in den Bereich von 1,1635 und 1,1659 führen;
Short-Positionen bei einem Ausbruch unter 1,1589 könnten den Euro in den Bereich von 1,1569 und 1,1549 drücken;
Für das Währungspaar GBP/USD
Long-Positionen bei einem Ausbruch über 1,3415 könnten das Pfund in den Bereich von 1,3444 und 1,3473 führen;
Short-Positionen bei einem Ausbruch unter 1,3375 könnten das Pfund in den Bereich von 1,3344 und 1,3302 fallen lassen;
Für das Währungspaar USD/JPY
Long-Positionen bei einem Ausbruch über 159,15 könnten den Dollar in den Bereich von 159,40 und 159,65 treiben;
Short-Positionen bei einem Ausbruch unter 158,85 könnten zu Abgaben beim Dollar führen und ihn in den Bereich von 158,55 und 158,25 drücken;
Mean-Reversion-Strategie (auf Rücklauf):

Für das Währungspaar EUR/USD
Short-Positionen werden nach einem Fehlausbruch über 1,1611 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;
Long-Positionen werden nach einem Fehlausbruch unter 1,1589 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau gesucht;

Für das Währungspaar GBP/USD
Short-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,3409 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;
Long-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch unter 1,3374 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau gesucht;

Für das Währungspaar AUD/USD
Short-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch über 0,7119 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;
Long-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch unter 0,7088 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau gesucht;

Für das Währungspaar USD/CAD
Short-Positionen werden nach einem Fehlausbruch über 1,3766 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;
Long-Positionen werden nach einem Fehlausbruch über 1,3748 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau gesucht;
