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FX.co ★ EUR/USD Analyse und Prognose – 27. Mai: EZB bereitet Straffung vor, Euro bleibt unbeeindruckt

EUR/USD Analyse und Prognose – 27. Mai: EZB bereitet Straffung vor, Euro bleibt unbeeindruckt

Das Währungspaar EUR/USD verzeichnete am Dienstag einen leichten Rückgang. Dennoch würde ich dem gestrigen Schlusskurs unter dem 50,0%-Retracement-Level bei 1,1630 oder der heutigen Konsolidierung oberhalb dieses Niveaus keine allzu große Bedeutung beimessen. Die Handelsaktivität ist in den vergangenen Tagen äußerst gering geblieben, sodass wir es derzeit lediglich mit gewöhnlichem Marktrauschen zu tun haben. In dieser Phase sehen Trader weder überzeugende Gründe, den Euro zu kaufen, noch Argumente für Käufe des US-Dollar.

EUR/USD Analyse und Prognose – 27. Mai: EZB bereitet Straffung vor, Euro bleibt unbeeindruckt

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt derzeit überschaubar. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das vorherige Tief nach unten durchbrochen, während die neue Aufwärtswelle nicht einmal in die Nähe des vorherigen Hochs gekommen ist. Daher bleibt der Trend bärisch. Die vorübergehende Waffenruhe zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hat die Bullen einen ganzen Monat lang gestützt, doch anschließend folgte ein Einbruch der Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden. Die Bullen können ihre Offensive nur dann wieder aufnehmen, wenn Iran und die Vereinigten Staaten ein Interimsabkommen unterzeichnen und aufhören, die Bedingungen der Waffenruhe zu verletzen.

Am Dienstag gab es weltweit mehrere bemerkenswerte Entwicklungen. Zunächst ist auf eine erneute Eskalation in der Straße von Hormus hinzuweisen. Die U.S. Navy führte mehrere Angriffe auf die iranische Küste durch, wo Raketen- und Drohnenabschusssysteme stationiert sind. Zudem gerieten auch iranische Patrouillenboote unter Beschuss. Iran hat bislang nicht reagiert, aber die Bedingungen der Waffenruhe wurden erneut verletzt – und das auf dem Höhepunkt des Verhandlungsprozesses und der Vorbereitungen für die Unterzeichnung eines Abkommens. Außerdem erklärte die EZB-Vertreterin Isabel Schnabel, dass die Zinsen im Juni angehoben werden sollten. Dies war das erste Signal im Vorfeld der Juni-Sitzungen der Zentralbanken, dass sich einer ihrer Offiziellen für eine straffere Geldpolitik ausspricht. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Euroraum, anders als in den Vereinigten Staaten oder im Vereinigten Königreich. Dieses Argument spielt für die Trader derzeit jedoch nur eine geringe Rolle. Gestern sahen wir weder ein Euro-Wachstum aufgrund des zweiten Faktors noch ein Dollar-Wachstum aufgrund des ersten Faktors. Die Marktbewegungen bleiben sehr schwach.

EUR/USD Analyse und Prognose – 27. Mai: EZB bereitet Straffung vor, Euro bleibt unbeeindruckt

Im 4‑Stunden‑Chart hat sich das Währungspaar oberhalb des 76,4%-Retracements bei 1,1617 stabilisiert, was eine Fortsetzung des Anstiegs in Richtung des nächsten Korrekturlevels bei 61,8% und 1,1706 ermöglicht. Der Markt hat es jedoch nicht eilig, neue Positionen zu eröffnen oder klare Schlüsse zu ziehen, und momentan würde ich empfehlen, den Fokus vor allem auf den Stundenchart zu legen, da die Kursbewegungen weiterhin eher schwach ausfallen. Auf keinem Indikator sind derzeit aufkommende Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD Analyse und Prognose – 27. Mai: EZB bereitet Straffung vor, Euro bleibt unbeeindruckt

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Trader 9.249 Long-Positionen und 15.936 Short-Positionen. Innerhalb von sieben Wochen im Februar und März verschwand der überwältigende Vorteil der Bullen infolge des Konflikts im Iran, während sich die Situation in den vergangenen acht Wochen vor dem Hintergrund der Aussetzung der militärischen Aktivitäten im Nahen Osten stabilisiert hat. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beläuft sich nun auf 233.000, während die Short-Positionen 199.000 erreichen. Der Abstand vergrößert sich erneut zugunsten des Euro.

Insgesamt zeigen die großen Marktteilnehmer aus langfristiger Perspektive weiterhin ein beträchtliches Interesse am Euro. Natürlich wirken sich globale Entwicklungen unterschiedlichster Art – an denen es in den letzten Jahren keinen Mangel gab – weiterhin auf die Stimmung der Investoren aus. Insbesondere bleibt der Fokus des Marktes auf den Nahen Osten gerichtet, wo der Konflikt lediglich unterbrochen, aber nicht gelöst wurde. Daher werden sich die Wechselkurse von Euro und US-Dollar in der näheren Zukunft nicht an der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB, noch an Konjunkturdaten orientieren, sondern an den weiteren Entwicklungen im Iran.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

Der Wirtschaftskalender für den 27. Mai enthält erneut keine wichtigen Ereignisse. Daher wird der Einfluss des konjunkturellen Umfelds auf die Marktstimmung am Mittwoch abermals ausbleiben.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Ich würde heute einen Verkauf des Währungspaares empfehlen, falls es sich im Stundenchart unterhalb der Marke von 1,1630 festigt, mit einem Ziel bei 1,1578. Kaufpositionen hätten nach einer Konsolidierung oberhalb von 1,1630 eröffnet werden können, mit Zielen bei 1,1682 und 1,1745. Diese Positionen können auch heute weiterhin gehalten werden.

Die Fibonacci-Niveaus sind im Stundenchart von 1,1409–1,1850 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 eingezeichnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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