logo

FX.co ★ Irans jüngste Stellungnahmen und die Reaktion des Marktes

Irans jüngste Stellungnahmen und die Reaktion des Marktes

Irans jüngste Stellungnahmen und die Reaktion des Marktes

Der Markt hat sich vermutlich daran gewöhnt, dass nahezu alle Informationen über die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ausschließlich aus den USA kommen. Daher zieht jede Äußerung aus dem Iran (selbst wenn sie nicht von den höchsten Amtsträgern stammt) erhöhte Aufmerksamkeit auf sich. Am Mittwoch erklärte der ehemalige iranische Außenminister Ali Bagheri Kani, dass die Vorräte an hochangereichertem Uran kein Thema in dem Abkommen zwischen Iran und den USA seien. Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, wie ich diese Aussage interpretieren soll, denn wenn Teheran nicht bereit ist, Uran auszuführen, ist es eher unwahrscheinlich, dass das Abkommen unterzeichnet wird.

Zuvor gab es Berichte, wonach Teheran der Ausfuhr der Uranbestände zugestimmt habe, allerdings nur unter der Bedingung, dass das Lagerland China sei. Nun stellt sich heraus, dass die Verbringung von angereichertem Uran nicht einmal zur Diskussion steht. Entsprechend erhalten wir widersprüchliche Informationen, sodass es unmöglich ist, den tatsächlichen Stand der Dinge zu verstehen.

Dennoch neige ich dazu, den Aussagen von Ali Bagheri Kani Glauben zu schenken, da er Teil des Verhandlungsteams mit den USA ist. Kani verfügt somit über Zugang zu allen notwendigen Informationen. Er erklärte außerdem, dass Teheran solange davon ausgehe, dass es keine Vereinbarungen mit Washington gebe, bis wirklich alle Punkte abschließend geklärt seien. Er ergänzte, dass nach Beilegung des Konflikts die Kontrolle über die Straße von Hormus beim Iran verbleiben werde, was ebenfalls nicht verhandelbar sei. Kani ist der Ansicht, dass die Modalitäten der Durchfahrt durch die Meerenge nicht mehr dieselben sein werden wie früher, ohne jedoch zu präzisieren, worin diese Änderungen genau bestehen sollen.

Trotz der recht wenig schmeichelhaften Äußerungen von iranischer Seite reagierte der Markt am Mittwoch nicht mit neuen Dollar-Käufen. Wie bereits erwähnt, kann das allerdings nichts bedeuten, da die Instrumente EUR/USD und GBP/USD derzeit möglicherweise lediglich eine Korrekturwelle ausbilden, bevor ein neuer Rückgang einsetzt. Da es im Tagesverlauf keine wirtschaftsrelevanten Nachrichten gab, ist es derzeit schwer zu sagen, ob der Rückgang des Dollars auf ein bestimmtes Ereignis zurückzuführen ist.

Persönlich sehe ich Tag für Tag nur eines: Die Parteien kommen zu keiner Einigung. Am Dienstag kam es erneut zu einer Eskalation in der Nähe der Straße von Hormus, und am Mittwoch erklärte ein iranischer Parlamentsabgeordneter, ein Export von Uran sei ausgeschlossen. In welchem Stadium sich die Verhandlungen befinden, die Trump bereits zu 95 % abgeschlossen sah, bleibt unklar. All dies macht den Dollar für Marktteilnehmer attraktiver.

Wellenbild für EUR/USD:

Auf Basis der durchgeführten Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem Aufwärtsabschnitt des Trends befindet (untere Abbildung), während es aus kurzfristiger Sicht in einer Korrekturstruktur verläuft. Das Korrekturwellenset a-b-c scheint abgeschlossen zu sein. Folglich setzt sich der Aufbau der Welle 3 oder C fort, die Teil der Welle C sein kann. Die gesamte Welle C (falls die aktuelle Wellenzählung korrekt ist) könnte sich deutlich unterhalb der 1,14er-Marke vollenden. Für ein solches Szenario wäre allerdings eine starke geopolitische Unterstützung erforderlich. Andernfalls könnte das abwärtsgerichtete Wellenset die Form von a-b-c annehmen und im Bereich der Marke von 1,1578 enden.

Wellenbild für GBP/USD:

Das Wellenbild für das Instrument GBP/USD ist mit der Zeit klarer geworden. Wir sehen nun auf den Charts eine ausgeprägte Aufwärtsstruktur, die abgeschlossen ist. Daher rechne ich mit der Ausbildung eines abwärtsgerichteten Wellensets, das eine impulsive Form annehmen und sich an der impulsiven Struktur des Instruments EUR/USD orientieren könnte. Infolgedessen ist nach einem Rückgang um 300 Pips mit einer Korrekturwelle zu rechnen, auf die dann ein neuer Rückgang in Richtung der 1,30–1,31er-Marken folgen dürfte. Ich hatte im Vorfeld vor einem neuen Rückgang des Pfunds gewarnt, war jedoch von einer Korrektur ausgegangen. Die harte Realität ist jedoch, dass es sich angesichts der Stärke der ersten Welle um eine voll ausgeprägte Impulsstruktur handeln könnte.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Anpassungen.
  2. Wenn unklar ist, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt niemals 100 % Sicherheit in Bezug auf die Bewegungsrichtung. Denken Sie daran, Schutz-Stop-Loss-Orders zu verwenden.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
Go to the articles list Go to this author's articles Open trading account