Analyse der Trades und Handelstipps für den Euro
Aufgrund der geringen Marktvolatilität hat der Kurs in der ersten Tageshälfte die von mir identifizierten Niveaus nicht erreicht.
In der zweiten Tageshälfte sehen sich die Marktteilnehmer einer Fülle makroökonomischer Veröffentlichungen gegenüber. Der Datenreigen beginnt mit den revidierten US-BIP-Zahlen für den Zeitraum Januar bis März dieses Jahres sowie den aktuellen wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Gegen Ende der Sitzung folgen Berichte über Veränderungen bei den Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte, deren Höhepunkt der wichtige Preisindex für die privaten Konsumausgaben (PCE Price Index) ist. Ein derart hohes Informationsaufkommen wird unweigerlich zu einem Anstieg der Marktvolatilität führen und Analysten neues Material liefern, um den aktuellen Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt neu zu bewerten.
Dennoch liegt der eigentliche Fokus der Händler und das Schlüsselereignis des Abends im Konsumsektor. Der Kernindex der privaten Konsumausgaben (Core PCE Index) gilt in der Regel für Notenbanker als das genaueste Instrument zur Messung des Inflationsdrucks. Marktteilnehmer werden die Entwicklung von Einkommen und Ausgaben der Verbraucher genau analysieren, um die Widerstandsfähigkeit der Konsumnachfrage besser einschätzen zu können. Die heute veröffentlichten Daten könnten nicht nur eine Zusammenfassung des Quartals liefern, sondern auch die künftige Richtung der Zinsentwicklung maßgeblich beeinflussen. Viele Marktteilnehmer erwarten, dass sich die Federal Reserve restriktiver positioniert und die Finanzierungskosten weiter anhebt. All dies ist positiv für den US‑Dollar und negativ für den Euro.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, den Euro beim Erreichen des Niveaus von 1,1620 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel bei 1,1656. Bei 1,1656 plane ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig Verkaufspositionen in die Gegenrichtung zu eröffnen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs ausgehe. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur bei starken Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vergewissern Sie sich vor dem Kauf, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, falls das Niveau von 1,1601 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtswende am Markt führen. Anschließend kann ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1620 und 1,1656 erwartet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1601 (rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Kursziel ist das Niveau von 1,1561, bei dem ich vorhabe, den Markt zu verlassen und sofort Kaufpositionen in die Gegenrichtung zu eröffnen, wobei ich von einer Bewegung von 20–25 Punkten von diesem Niveau ausgehe. Der Druck auf das Paar dürfte heute zurückkehren, falls starke BIP-Daten veröffentlicht werden. Wichtig! Vergewissern Sie sich vor dem Verkauf, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1620 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtswende am Markt führen. Anschließend kann ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1601 und 1,1561 erwartet werden.

Was im Chart angezeigt wird:
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – das geschätzte Niveau, auf dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – das geschätzte Niveau, auf dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, die überkauften und überverkauften Zonen zu beachten.
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen über den Markteintritt sehr sorgfältig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader von vornherein eine Verluststrategie.
