Je mehr Verwirrung es im Nahen Osten gibt, desto stärker reagiert der Dollar.
Die Nachfrage nach dem Dollar ist nach Meldungen zurückgekehrt, dass sich die Eskalation des militärischen Konflikts zwischen den USA und Iran in den vergangenen 24 Stunden verstärkt hat, mit Berichten über neue Angriffe, Abfangaktionen und Gegenmaßnahmen rund um Kuwait, Bahrain und die iranische Küste. Trotz diplomatischer Signale sind die Feindseligkeiten nicht zum Erliegen gekommen. Die geopolitischen Spannungen, die traditionell das Interesse am US‑Dollar als sicherem Hafen fördern, haben erneut ihre Spuren hinterlassen und die globalen Finanzmärkte deutlich beeinflusst. Händler, die eine weitere Eskalation des Konflikts und dessen mögliche Folgen für die Weltwirtschaft befürchten, zeigen erneut eine Neigung zu sicheren Anlagewerten.
Heute werden wichtige Daten zur Veränderung des Einzelhandelsumsatzes in der Eurozone für April erwartet, für die ein Rückgang prognostiziert wird, sowie eine Rede von Christine Lagarde, der Präsidentin der Europäischen Zentralbank. Die Daten zum Einzelhandel sind ein wichtiger Indikator für die Verbrauchernachfrage, die eine bedeutende Rolle für das gesamtwirtschaftliche Wachstum spielt. Ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze kann auf eine Abschwächung der Konsumaktivität hinweisen, ausgelöst durch verschiedene Faktoren wie hohe Inflation, sinkende Kaufkraft oder eine allgemein angespannte wirtschaftliche Lage. Bestätigt sich die Prognose rückläufiger Einzelhandelsumsätze, könnte dies die Sorgen um die Wachstumsaussichten der Eurozone verstärken.
Die Rede von Christine Lagarde erhält vor dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen Signale besondere Bedeutung. Es wird erwartet, dass die Chefin der Europäischen Zentralbank ihren Standpunkt zum aktuellen Inflationsniveau und zu möglichen Maßnahmen zu dessen Eindämmung darlegt. Da die Inflation hoch bleibt, dürfte sich Lagardes Rhetorik voraussichtlich auf die Begrenzung des Preisanstiegs konzentrieren.
Was das Pfund betrifft, werden heute Morgen wichtige Daten zum PMI-Index des britischen Bausektors erwartet, begleitet von einer bedeutenden Rede des Gouverneurs der Bank of England, Andrew Bailey. Von der Führung wird eine klare und entschlossene Position erwartet.
Der PMI-Index für den Bausektor dürfte Aufschluss über den Zustand der britischen Wirtschaft geben, da er die Aktivität in einem der Schlüsselsektoren widerspiegelt. Es wird damit gerechnet, dass die Werte auf einem relativ niedrigen Niveau verharren, was Druck auf das Pfund ausüben könnte.
Besondere Aufmerksamkeit wird Baileys Rede gelten, da seine Ausführungen Hinweise auf künftige Schritte zur Inflationsbekämpfung liefern könnten. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage rechnen viele Analysten damit, dass der Tonfall „hawkish“ bleibt und das entschlossene Vorgehen gegen den Preisdruck betont wird.
Sollten die Daten mit den Erwartungen der Ökonomen übereinstimmen, ist es besser, auf Basis der Mean Reversion-Strategie zu agieren. Fallen die Daten deutlich höher oder niedriger aus als erwartet, wäre die Momentum-Strategie der beste Ansatz.
Momentum-Strategie (Breakout):
Für EUR/USD
- Kauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,1625, was zu einem Anstieg des Euro in Richtung 1,1658 und 1,1698 führen kann.
- Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,1600, was zu einem Rückgang des Euro in Richtung 1,1579 und 1,1550 führen kann.
Für GBP/USD
- Kauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,3440, was zu einem Anstieg des Pfunds in Richtung 1,3475 und 1,3510 führen kann.
- Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,3410, was zu einem Rückgang des Pfunds in Richtung 1,3380 und 1,3350 führen kann.
Für USD/JPY
- Kauf bei einem Ausbruch über 160,02, was zu einem weiteren Anstieg des Dollars in Richtung 160,24 und 160,43 führen kann.
- Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 159,83, was zu Dollar-Verkäufen in Richtung 159,60 und 159,39 führen kann.
Mean Reversion-Strategie (Rückkehr zum Mittelwert):

Für EUR/USD
- Suchen Sie nach Short-Positionen nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 1,1620, wenn der Kurs wieder unter dieses Niveau zurückfällt.
- Suchen Sie nach Long-Positionen nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 1,1592, wenn der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.

Für GBP/USD
- Suchen Sie nach Short-Positionen nach einem Fehlausbruch über 1,3436, wenn der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.
- Suchen Sie nach Long-Positionen nach einem Fehlausbruch über 1,3408, wenn der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.

Für AUD/USD
- Nach Short-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 0.7143 scheitert und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.
- Nach Long-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 0.7121 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.

Für USD/CAD
- Nach Short-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 1,3917 scheitert und der Kurs anschließend wieder unter dieses Niveau fällt.
- Nach Long-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 1,3887 scheitert und der Kurs anschließend zu diesem Niveau zurückkehrt.
