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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Bullisches Szenario unter Druck

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Bullisches Szenario unter Druck

EUR/USD handelte zwei Wochen in Folge innerhalb der Imbalance 13 und versuchte, in dieser Zone ein Kaufsignal auszubilden. Mit dem Handelsschluss am Freitag, dem 5. Juni, scheint sich jedoch abzuzeichnen, dass die bullishen Erwartungen untergraben wurden. Bemerkenswert ist, dass die Bären diesen Mal den Verkaufsdruck nicht wegen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wiederaufgenommen haben. Ausschlaggebend waren vielmehr die neuesten Daten vom US-Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit, auf die weiter unten eingegangen wird.

Infolgedessen ist das Währungspaar nun deutlich unter die Imbalance 13 gefallen, wodurch es wahrscheinlich geworden ist, dass dieses Muster hinfällig wird. Sollte es dazu kommen, bliebe den Tradern nur noch ein Verkaufssignal aus der Bearish Imbalance 15, und das technische Bild könnte sich drastisch verändern. Allerdings haben die Bullen selbst unter den aktuellen Bedingungen noch eine gewisse Hoffnung auf eine Erholung. Die heutige Tageskerze könnte lediglich einen Liquidity Sweep unter die jüngsten Tiefs darstellen, während die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen Iran und den Vereinigten Staaten am Wochenende – wie von Donald Trump angedeutet – die Nachfrage nach dem US-Dollar deutlich verringern könnte. Daher ist es zwar richtig, dass die heutigen US-Daten tatsächlich stark ausgefallen sind, aber für sich genommen werden sie den Dollar voraussichtlich nicht noch ein bis zwei weitere Wochen stützen können.

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Bullisches Szenario unter Druck

Die Marktrichtung und die Stimmung der Trader werden weiterhin in erster Linie von den geopolitischen Entwicklungen abhängen. Sollten Teheran und Washington letztlich eine Absichtserklärung unterzeichnen, die Waffenruhe verlängern und bei den Verhandlungen in der Nuklearfrage Fortschritte erzielen, könnten die Bären zum Rückzug gezwungen werden, was es Euro und Pfund erlauben würde, ihre Aufwärtsbewegung wieder aufzunehmen. Allerdings scheint die Wahrscheinlichkeit eines derart optimistischen Szenarios mit jedem Tag zu sinken.

Unter den aktuellen Bedingungen können Trader im Anschluss an die Reaktion aus der Bearish Imbalance 15 und die Ausbildung neuer Muster nur mit weiteren Abwärtsbewegungen rechnen. Sollten sich die geopolitischen Entwicklungen jedoch zugunsten der Bullen wenden – das heißt, wenn in absehbarer Zeit eine Einigung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten erzielt wird –, könnte der Euro seinen Anstieg im Einklang mit dem übergeordneten bullischen Trend fortsetzen. Derzeit ist jedoch unklar, wie weit der Euro bis dahin noch fallen könnte. Das aktuelle technische Bild spricht stärker für den U.S. Dollar.

Erneut ist hervorzuheben, dass die gesamte Rally des Dollar zwischen Januar und März in erster Linie von geopolitischen Entwicklungen getrieben war. Sobald die Vereinigten Staaten und Iran sich auf eine Waffenruhe geeinigt hatten, zogen sich die Bären zurück, und die Bullen dominierten den Handel mehr als einen Monat lang. Gegenwärtig scheint die Wahrscheinlichkeit einer umfassenderen Vereinbarung wieder zu sinken, während der Markt Berichten über eine baldige Lösung des Konflikts oder ein Abkommen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten weiterhin mit großer Skepsis begegnet. Folglich üben geopolitische Faktoren nach wie vor einen unterschwelligen Druck auf EUR/USD aus.

Die Konjunkturdaten vom Freitag lösten eine scharfe und entschlossene Bewegung der Bären aus. Die U.S.-Wirtschaft schuf im Mai 172.000 Arbeitsplätze, während der Wert für April auf 179.000 nach oben revidiert wurde. Infolgedessen versetzte der Nonfarm-Payrolls-Bericht der bullischen Stimmung und dem Euro einen doppelten Schlag. Die heutige Dollar-Rally ist durch die Daten vollauf gerechtfertigt, doch weitere Kursgewinne sind wahrscheinlich nur, wenn Iran und die Vereinigten Staaten in naher Zukunft keine Einigung erzielen.

Die Bullen haben nach wie vor zahlreiche Gründe, auch 2026 aktiv zu bleiben, und der Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten hat diese Gründe nicht wesentlich geschmälert. Strukturell und global haben sich die politischen Rahmenbedingungen, die im vergangenen Jahr zum starken Rückgang des Dollar beigetragen haben, nicht geändert. In den kommenden Monaten könnte sich der U.S. Dollar phasenweise im Zuge von Risk-off-Bewegungen stärken, doch hierfür wäre eine anhaltende Eskalation der Spannungen im Nahen Osten erforderlich. Ich gehe weiterhin nicht von einem nachhaltigen bärischen Trend für den Euro aus. Der Dollar hat vorübergehende Unterstützung erhalten, doch es bleibt unklar, welche Faktoren den Bären auf längere Sicht einen dauerhaften Vorteil verschaffen könnten.

News-Kalender für die Vereinigten Staaten und die Eurozone

8. Juni: Der Wirtschaftskalender enthält keine wichtigen Veröffentlichungen. Daher dürfte das makroökonomische Umfeld die Marktstimmung am Montag kaum beeinflussen.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps

Aus meiner Sicht befindet sich das Währungspaar weiterhin im Prozess der Ausbildung eines übergeordneten bullischen Trends. Das fundamentale Umfeld hat sich vor drei Monaten deutlich verändert, doch der Trend selbst kann bislang weder als aufgehoben noch als abgeschlossen gelten. Daher könnten die Bullen ihren Vormarsch wieder aufnehmen, sobald sie selbst von moderaten positiven Impulsen aus dem geopolitischen Umfeld unterstützt werden.

Derzeit können Trader lediglich die von Bearish Imbalance 15 aus eröffneten Short-Positionen halten und auf neue Muster warten. Der jüngste Rückgang des Paares wurde durch objektive Faktoren ausgelöst. Ohne den starken U.S.-Arbeitsmarkt und die soliden Arbeitslosendaten hätte sich die mit Imbalance 13 verbundene Unterstützungszone aller Wahrscheinlichkeit nach behauptet. Diese Unterstützung gab jedoch nach und eröffnete den Bären die Möglichkeit zu einer stärkeren Offensive. Die geopolitischen Entwicklungen bleiben der entscheidende Markttreiber.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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