Kurz nachdem ein Problem im Zusammenhang mit Zahlungen für das Halten von Stablecoins auf Konten gelöst worden war, stieß der CLARITY Act vor seiner abschließenden Abstimmung im Senat auf ein neues großes Hindernis.

Wie heute berichtet wurde, werden Vertreter der US-Regierung ein Sondertreffen mit Strafverfolgungsbehörden abhalten, um umstrittene Bestimmungen des Gesetzesentwurfs zu erörtern. Der Knackpunkt ist eine Klausel zum Schutz von Entwicklern von Blockchain-Protokollen, die nach dem Vorbild des Blockchain Regulatory Certainty Act gestaltet ist. Strafverfolgungsbehörden befürchten, dass diese Bestimmung de facto einen rechtlichen Schutzschild für diejenigen schaffen würde, die Infrastruktur entwickeln, die zur Geldwäsche und für andere illegale Finanzaktivitäten genutzt werden könnte. Mehrere Demokraten haben bereits erklärt, dass sie den Entwurf nicht unterstützen werden, solange diese Bedenken nicht ausgeräumt sind. Da der CLARITY Act für seine Verabschiedung im Senat auf parteiübergreifende Stimmen angewiesen ist, würde der Verlust selbst weniger demokratischer Senatoren zu einer Blockade führen.
Fachleute betonen, dass der neue Streit über den Entwicklerschutz keine bloße technische Einzelheit ist, sondern einen grundlegenden ideologischen Konflikt darstellt. Die Kryptoindustrie argumentiert, dass ein Protokollentwickler nicht für die Art und Weise verantwortlich gemacht werden sollte, wie Dritte seinen Code nutzen – ähnlich wie ein Messerhersteller nicht für mit einem Messer begangene Straftaten verantwortlich ist. Strafverfolger halten dagegen, dass Anonymität und Dezentralisierung von Blockchain eine grundsätzlich andere Situation schaffen, in der ein Protokollentwickler faktisch eine Infrastruktur für Schatten-Finanzströme aufbaut – was nicht länger ein abstraktes Messer, sondern ein fertiges Werkzeug zur Umgehung von AML-Kontrollen ist.
Zur Erinnerung: Gestern haben mehr als 200 Kryptounternehmen – darunter Coinbase, Kraken, a16z, Uniswap Labs und die Solana Foundation – einen Brief an den Senat geschickt, in dem sie fordern, die Entwicklerschutzklausel unverändert beizubehalten.
Dieses neue Hindernis ist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aufgetreten. Bis zur Augustpause des Kongresses bleiben nur noch wenige Arbeitswochen, und der Kalender des Senats ist mit Haushaltsverhandlungen und anderen vorrangigen Gesetzesvorhaben überlastet. Nun kommt zu den politischen und verfahrensrechtlichen Hürden noch ein inhaltlicher – und gewichtiger – Einwand aus dem Lager der Strafverfolgungsbehörden hinzu.
Handelsempfehlungen

Bitcoin
Käufer peilen nun eine Rückkehr auf 63.600 $ an, was den Weg zu 65.800 $ und von dort zu 67.700 $ eröffnen würde – ein Ausbruch darüber hinaus würde auf Versuche hindeuten, den Bullenmarkt wiederherzustellen. Auf der Unterseite werden Käufer bei 61.100 $ erwartet; ein Rückgang darunter könnte BTC schnell in Richtung 59.600 $ drücken. Das nächste Abwärtsziel läge dann bei etwa 58.200 $.

Ethereum
Ein klarer Tagesschluss über 1.724 $ würde den Weg in Richtung 1.783 $ öffnen. Ein weiteres Ziel ist das Hoch bei etwa 1.838 $; ein Ausbruch darüber würde auf eine zunehmende bullische Stimmung und erneutes Käuferinteresse hindeuten. Auf der Unterseite werden Käufer im Bereich von 1.645 $ erwartet; ein Rückfall unter dieses Niveau könnte ETH rasch in Richtung 1.563 $ drücken. Das nächste Abwärtsziel läge dann bei 1.476 $.
Was im Chart zu sehen ist
- Die roten Linien markieren Unterstützungs- und Widerstandsbereiche, an denen der Kurs voraussichtlich pausiert oder stark reagiert.
- Die grüne Linie zeigt den 50-Tage-Durchschnitt.
- Die blaue Linie ist der 100-Tage-Durchschnitt.
- Die limettengrüne Linie ist der 200-Tage-Durchschnitt.
Wenn der Kurs diese gleitenden Durchschnitte testet oder kreuzt, stoppt das die Bewegung oft oder bringt frischen Schwung in den Markt.
