logo

FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Schicksal des Dollars bleibt an geopolitische Entwicklungen gebunden

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Schicksal des Dollars bleibt an geopolitische Entwicklungen gebunden

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Schicksal des Dollars bleibt an geopolitische Entwicklungen gebunden

Das Währungspaar GBP/USD hat eine ausgezeichnete Gelegenheit, seine Abwärtsbewegung fortzusetzen, nachdem es zwei Wochen lang innerhalb der bärischen Imbalance 19 gehandelt und darauf reagiert hat. Allerdings ist die Lage nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Nach dem von den Nonfarm Payrolls ausgelösten Rückgang am Freitag hat sich eine neue bärische Imbalance 20 gebildet. Heute hat der Kurs diese Imbalance vollständig gefüllt, und bei der aktuell anhaltenden Aufwärtsdynamik könnte sie schon bald invalidiert werden. In diesem Fall würde die bärische Bewegung unterbrochen, noch bevor sie sich richtig entfalten kann.

Einmal mehr werden Trader daran erinnert, wie schnell sich die Rahmenbedingungen sowohl am Devisenmarkt als auch im Nahen Osten ändern können. Heute wurde der US‑Dollar am Markt verkauft – offenbar als Reaktion auf erneute optimistische Aussagen von Donald Trump zu einer möglichen Lösung des Konflikts sowie auf Berichte über eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran.

Es ist schwer zu erkennen, wer am Markt noch bereit ist zu glauben, dass ein Abkommen zwischen Teheran und Washington unmittelbar bevorsteht. Militärische Aktionen zwischen Israel und Iran könnten ebenso schnell wieder aufgenommen werden, wie sie gestoppt wurden. Entsprechend dürften die kommenden Wochen zahlreiche geopolitische Wendungen im Kursverlauf mit sich bringen.

Wird die Imbalance 20 invalidiert, bleibt kein aktives Trading‑Muster zurück. Ich möchte Trader daran erinnern, dass das Eröffnen von Positionen aus einer interessanten Kurszone mehr erfordert als nur eine Reaktion auf dieses Gebiet – innerhalb der Zone muss sich ein gültiges Signal ausbilden. Mit anderen Worten: Ein Verkaufssignal innerhalb der Imbalance 20 könnte unter Umständen überhaupt nicht entstehen.

Insgesamt präsentiert sich die Lage im Nahost‑Konflikt besser als noch vor einigen Monaten, als die Parteien in eine offene militärische Konfrontation verwickelt waren. Dennoch kann das Pendel jederzeit in die entgegengesetzte Richtung ausschlagen.

In den vergangenen Wochen haben wir zahlreiche potenzielle Eskalationen im Nahen Osten erlebt, und nur der Unwille beider Seiten, groß angelegte Militäroperationen wieder aufzunehmen, hat verhindert, dass der Konflikt erneut voll entflammt.

Meiner Einschätzung nach bleibt der übergeordnete Trend trotz der deutlichen Rückgänge des Paares in diesem Jahr weiterhin aufwärtsgerichtet. Der Waffenstillstand im Nahen Osten ist fragil, besteht aber weiterhin und könnte um weitere 60 Tage verlängert werden.

Allerdings bleibt die Straße von Hormus de facto von beiden Seiten blockiert, die Nuklearfrage ist ungelöst, und jede Einschätzung von Fortschritten in den Verhandlungen stützt sich weitgehend auf Aussagen von Donald Trump. Iran zeichnet weiterhin ein gänzlich anderes Bild der Lage.

Die Rahmenbedingungen schwanken fortlaufend zwischen Verbesserung und Verschlechterung. Der Markt hegt derzeit noch ein gewisses Vertrauen, dass letztlich eine Einigung erzielt werden kann, doch dieses Vertrauen ist nicht unbegrenzt.

Das aktuelle technische Bild stellt sich wie folgt dar: Die bullische Imbalance 18 hat zu einer gültigen Kursreaktion geführt, während die Imbalance 19 schließlich ein Verkaufssignal generiert hat. Allerdings setzte bereits zwei Tage nach Auftreten dieses Signals eher Aufwärts‑ als Abwärtsdruck ein.

Der Grund dafür liegt in der erneut veränderten geopolitischen Lage. In der Folge führen technische Muster weiterhin häufig zu Richtungswechseln, während es Tradern oft schwerfällt, schnell genug auf die rasch wechselnden Entwicklungen zu reagieren.

Am Dienstag wurden keine bedeutenden Konjunkturdaten veröffentlicht. Marktteilnehmer reagierten positiv auf Trumps jüngste Versprechen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und damit die Ölpreise zu senken, auch wenn diese Versprechen meiner Meinung nach wenig mit der Realität zu tun haben.

Nichtsdestotrotz haben Iran und Israel ihre Militäroperationen ausgesetzt, was zweifellos eine positive Entwicklung darstellt. Die Situation bleibt jedoch instabil und nur schwer vorhersehbar.

Das übergeordnete fundamentale Umfeld lässt mich weiterhin von einer anhaltenden langfristigen Schwäche des US‑Dollar ausgehen. Selbst der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten ändert daran nur wenig.

Die geopolitischen Entwicklungen haben Investoren für etwa zwei Monate vorübergehend an den Status des Dollars als sicheren Hafen erinnert, doch insgesamt bleibt das Umfeld für die US‑Währung ungünstig.

Sollte die US‑Wirtschaft im Jahr 2026 an Dynamik gewinnen, die Federal Reserve ihren geldpolitischen Straffungszyklus wieder aufnehmen und sich die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zu einem langfristigen Konflikt auswachsen, könnte der Dollar realistisch das Kursniveau von 1,3100–1,3000 gegenüber dem Pfund anvisieren.

Meiner Ansicht nach kann sich der langfristige Ausblick für den US‑Dollar jedoch nicht grundlegend aufgrund eines einzelnen starken Nonfarm‑Payrolls‑Berichts verändert haben, und die Federal Reserve hat bislang keinerlei Bereitschaft signalisiert, die Geldpolitik zu straffen.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich

  • Vereinigte Staaten – Verbraucherpreisindex (12:30 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 10. Juni enthält nur einen Termin, doch dieser ist von Bedeutung. Das konjunkturelle Umfeld könnte in der zweiten Hälfte der Handelssitzung am Mittwoch spürbaren Einfluss auf die Marktstimmung ausüben.

GBP/USD‑Prognose und Handelsempfehlungen

Der langfristige Ausblick für das britische Pfund bleibt positiv, auch wenn das jüngste Signal ein Verkaufssignal ist. Daher könnten die Bären kurzfristig – vorausgesetzt, geopolitische Entwicklungen funken nicht dazwischen – ihre Bewegung in Richtung der Tiefs vom 18. Mai und 31. März fortsetzen. Die Liquidität unter diesen Swing‑Tiefs könnte abgegriffen werden, woraufhin bei einer Verbesserung der geopolitischen Lage die Bullen wieder die Kontrolle übernehmen und den Aufwärtstrend fortsetzen könnten. Aktuell ist es schwer vorstellbar, dass der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten schnell gelöst wird, was das Aufwärtspotenzial des Pfunds begrenzt. Zugleich verliert der Dollar immer wieder an Schwung, da aus dem Nahen Osten in unregelmäßigen Abständen positive Nachrichten eintreffen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
Go to the articles list Go to this author's articles Open trading account