Wie wir sehen können, ist der Krieg zwischen den USA und Iran im Nahen Osten zwar auf Eis gelegt und laut Trump steht ein Friedensabkommen kurz bevor, doch Händler zögern, auf diese Worte zu reagieren, solange es kein bestätigendes Dokument gibt.
Offenbar reichen Trumps Aussagen über den Abschluss eines vorläufigen Friedensabkommens mit Iran den Händlern nicht mehr aus. Der Mangel an konkreten Details schafft Unsicherheit – und Unsicherheit ist der Hauptfeind der Finanzmärkte. In Phasen eines Informationsvakuums verlagern Händler ihre Mittel lieber in verlässlichere Anlagen wie den Dollar und meiden so die mit Schwellenländern und Risikowährungen verbundene Volatilität. Der Euro als eine der liquidesten und meistgehandelten Währungen reagiert sensibel auf solche Stimmungen und zeigt Schwäche.
Verzögerungen bei der Offenlegung von Details können auf die Komplexität der getroffenen Vereinbarungen oder auf interne Meinungsverschiedenheiten hinweisen, die noch geklärt werden müssen.
Heute richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Daten zum Verbraucherpreisindex aus Italien, die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone sowie den Index der aktuellen Lage für Deutschland. Die Daten zum Verbraucherpreisindex aus Italien haben dabei vorrangige Bedeutung. Er ist einer der wichtigsten Inflationsindikatoren in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, und seine Entwicklung beeinflusst direkt die Erwartungen der Europäischen Zentralbank in Bezug auf die künftige Geldpolitik. Zeigt der Indikator eine Verlangsamung des Wachstums oder einen Rückgang, könnte dies zu sinkenden Risiken führen, was wiederum Druck auf den Euro ausüben würde.
Im Anschluss werden Händler ihren Blick auf die Stimmungsindizes der Unternehmen des renommierten ZEW-Instituts für Deutschland und die Eurozone richten. Diese führenden Indikatoren spiegeln die Geschäftserwartungen wider. Der ZEW-Bericht hilft einzuschätzen, wie optimistisch oder pessimistisch deutsche und europäische Unternehmer die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung beurteilen. Negative Werte, die auf eine Eintrübung der Erwartungen hindeuten, könnten für Händler ein Warnsignal sein, das auf einen möglichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität und folglich auf eine Abschwächung des Euro hindeutet.
Was das Pfund betrifft, so sind für das Vereinigte Königreich auch heute wieder keine wichtigen Veröffentlichungen vorgesehen. Das Fehlen bedeutender makroökonomischer Daten, die den negativen Trend umkehren könnten, macht die Währung anfällig für externe Faktoren und die allgemeine Marktstimmung. Händler dürften weiterhin Gewinne aus Long-Positionen mitnehmen und damit den Druck auf die britische Währung erhöhen. Die wichtigsten Faktoren, die das Pfund stützen könnten, bleiben die hohe Inflation und die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England in dieser Woche die Zinsen anheben wird.
Auch die geopolitische Spannung und globale geopolitische Risiken lasten weiter auf Risikoanlagen.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Volkswirte, ist es sinnvoller, sich an der Mean-Reversion-Strategie zu orientieren. Weichen die Daten dagegen deutlich nach oben oder unten von den Erwartungen der Volkswirte ab, ist die Momentum-Strategie am geeignetsten.
Momentum-Strategie (auf Ausbrüche):
Für das Währungspaar EUR/USD
Long-Positionen bei einem Ausbruch des Niveaus 1,1595 können zu einem Anstieg des Euro in den Bereich von 1,1620 und 1,1645 führen;
Short-Positionen bei einem Ausbruch des Niveaus 1,1566 können zu einem Rückgang des Euro in den Bereich von 1,1535 und 1,1506 führen;
Für das Währungspaar GBP/USD
Longs bei einem Ausbruch des Niveaus 1,3415 können zu einem Anstieg des Pfunds in den Bereich von 1,3441 und 1,3462 führen;
Shorts bei einem Ausbruch des Niveaus 1,3388 können zu einem Rückgang des Pfunds in den Bereich von 1,3359 und 1,3331 führen;
Für das Währungspaar USD/JPY
Longs bei einem Ausbruch des Niveaus 160,24 können zu einem Anstieg des Dollars in den Bereich von 160,43 und 160,67 führen;
Shorts bei einem Ausbruch des Niveaus 160,02 können zu einem Rückgang des Dollars in den Bereich von 159,83 und 159,60 führen;
Mean-Reversion-Strategie (auf Rücksetzer):

Für das Währungspaar EUR/USD
Short-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,1597 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;
Long-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch unter 1,1564 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau gesucht;

Für das Währungspaar GBP/USD
Short-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 1,3418 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen;
Long-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch unter 1,3375 bei einer Rückkehr an dieses Niveau in Betracht gezogen;

Für das Währungspaar AUD/USD
Short-Positionen werden bei einem gescheiterten Ausbruch über 0,7065 gesucht, wenn der Kurs unter dieses Niveau zurückkehrt;
Long-Positionen werden bei einem gescheiterten Ausbruch unter 0,7040 gesucht, wenn der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;

Für das Währungspaar USD/CAD
Short-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,4023 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen;
Long-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch unter 1,3996 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau in Betracht gezogen;
