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FX.co ★ Der Dollar vertraut sein Schicksal der Fed an

Der Dollar vertraut sein Schicksal der Fed an

Donald Trump ist äußerst überzeugend. Die Märkte beginnen zwar, an der Wirksamkeit des Abkommens zwischen den USA und dem Iran zu zweifeln, doch der Bewohner des Weißen Hauses bleibt unbeirrt. Seiner Ansicht nach ist die Vereinbarung zwischen den Gegnern bereits unter Dach und Fach. Die Amerikaner werden keine Reparationen an die Islamische Republik zahlen und haben es in Teheran mit rational handelnden Akteuren zu tun. Diese werden keine Atomwaffen entwickeln. EUR/USD reagierte auf seine Rede mit einem Anstieg, zumal die Konjunkturdaten für den Euro positiv überraschten.

Der Optimismus unter den deutschen Investoren ist im Juni gestiegen und spiegelt die positive Stimmung wider, die auf der Erwartung beruht, dass der Konflikt im Nahen Osten zu Ende geht. Die deutsche Wirtschaft könnte sich schneller erholen als erwartet. Zudem könnten die pessimistischen Prognosen der Bundesbank zu einem Treiber für die Rally des EUR/USD werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die tatsächlichen Daten diese Prognosen übertreffen.

Dynamik des Optimismus unter deutschen Investoren

Der Dollar vertraut sein Schicksal der Fed an

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel bleibt dennoch vorsichtig. Er erklärte, dass trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran die Folgen des Konflikts im Nahen Osten noch lange zu spüren sein werden. Die hohen Energiepreise schlagen sich in der Kerninflation im Euroraum nieder. Sollte sich dieser Prozess fortsetzen, wäre die Europäische Zentralbank gezwungen, ihren Zyklus von Zinserhöhungen wieder aufzunehmen.

Die EZB schließt daher weitere Anhebungen der Einlagenzinsen nicht aus und knüpft sie nicht an den Konflikt im Nahen Osten. Dies deckt sich mit der Einschätzung des Terminmarktes, der für 2026 mit ein oder zwei weiteren Schritten der geldpolitischen Straffung rechnet und damit den EUR/USD stützt.

Markterwartungen für die Leitzinsen der Federal Reserve

Der Dollar vertraut sein Schicksal der Fed an

Wird die Fed an ihrem Kurs festhalten, den Federal Funds Rate anzuheben? Derivate preisen für dieses Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 58 % eine geldpolitische Straffung ein. Doch wird die Zentralbank die Einschätzung des Terminmarktes bestätigen? Davon hängt das Schicksal des US‑Dollars und der mit ihm verbundenen Währungspaare ab.

Für die erste FOMC-Sitzung unter der Führung von Kevin Warsh gibt es zahlreiche Szenarien. Der neue Fed-Vorsitzende könnte das Mantra des Weißen Hauses über die vorübergehende Natur der steigenden Verbraucherpreise wiederholen. Dies könnte Spekulationen auslösen, er wolle Trump entgegenkommen, was zu einem Sprung der EUR/USD-Notierungen führen würde. Andererseits erinnern sich erfahrene Investoren daran, dass Warsh in der Vergangenheit ein „Falke“ war. Sollte er die Märkte mit Hinweisen auf eine baldige Anhebung des Federal Funds Rate überraschen, könnten die Aktienindizes fallen, während sich der US‑Dollar aufwertet.

Der Dollar vertraut sein Schicksal der Fed an

Somit könnte sich EUR/USD in beide Richtungen bewegen, doch die ausstehende Veröffentlichung des Textes des Abkommens zwischen den USA und Iran wirkt derzeit als bremsender Faktor. Solange dieser nicht vorliegt, dürfte das Hauptwährungspaar in einer Konsolidierungsphase verharren.

Aus technischer Sicht bildet sich im Tageschart von EUR/USD eine bullische Inside-Bar. In der Regel deutet ihr Auftreten auf Unsicherheit hin. Trader können Pending-Long-Positionen bei 1,1610 und Short-Positionen bei 1,1575 platzieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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