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FX.co ★ Euro erlebt Euphorie

Euro erlebt Euphorie

Die Märkte schießen zunächst nach oben und sortieren die Dinge erst danach. Gerüchte über ein Ende des Konflikts im Nahen Osten beflügelten jene Vermögenswerte, die zuvor am stärksten unter der Geopolitik gelitten hatten. Umgekehrt wurden die Gewinner von gestern zu den Verlierern von heute. In dieser Hinsicht erscheinen der Rückgang der Ölpreise und die Rallye im EUR/USD logisch. Doch bekanntlich steckt der Teufel im Detail. Der genaue Wortlaut der Vereinbarung ist unbekannt, sodass Anleger nur spekulieren können: Handelt es sich um Frieden oder lediglich um eine weitere Waffenruhe, bevor die Kampfhandlungen wieder aufflammen?

Die Positionen der USA und des Iran in Fragen wie dem Atomprogramm, der Freigabe eingefrorener Vermögenswerte Teherans und seinem Raketenprogramm unterscheiden sich drastisch. Donald Trump hat Zeit gewonnen, doch eine zweimonatige Feuerpause nach der Öffnung der Straße von Hormus könnte nicht die erhofften Ergebnisse bringen. Die Islamische Republik ist bereits in der Vergangenheit von Verhandlungen zurückgetreten. Könnte ein weiterer solcher Schritt ein Zeichen für eine Eskalation sein – und für ein erneutes Interesse der Anleger am US-Dollar?

Dynamik der Positionen von Asset Managern und Hedgefonds gegenüber dem US-Dollar

Euro erlebt Euphorie

Nach der Wiederaufnahme der Bombenangriffe im Iran vor einer Woche ist das Interesse am Greenback als sicherem Hafen auf den höchsten Stand seit Februar 2025 gestiegen. Die aktive Positionsreduzierung durch Spekulanten hat zur EUR/USD-Rally beigetragen.

Unterstützung für den Euro kommt von Äußerungen Christine Lagardes. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank stellte fest, dass die Notenbank eine rasche Durchschlagwirkung hoher Energiepreise auf die Kerninflation beobachtet. Sollte sich dieser Prozess fortsetzen, müssten die Zinsen weiter angehoben werden. Der Futures-Markt rechnet derzeit mindestens mit einem weiteren Schritt der geldpolitischen Straffung im Jahr 2026. Vor dem Hintergrund einer sinkenden Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die Federal Reserve sollte diese Divergenz den EUR/USD stützen.

Markterwartungen an den Einlagensatz der EZB

Euro erlebt Euphorie

Die erste FOMC-Sitzung unter der Führung von Kevin Warsh wird als Lackmustest für den US-Dollar dienen. Er hat zuvor erklärt, dass die Fed weniger reden und mehr handeln müsse. Zudem würden Prognosen die Märkte eher verwirren, als ihnen zu helfen. Nichtsdestotrotz wird der neue Chef der Zentralbank auf einer Pressekonferenz sprechen und seine Einschätzung zu den aktualisierten Projektionen für den Verlauf des Leitzinses der Federal Funds abgeben müssen. Dies birgt Risiken für den Greenback.

Euro erlebt Euphorie

Angesichts der Verbesserung am Arbeitsmarkt und der Beschleunigung der Verbraucherpreise in den USA auf ein Drei-Jahres-Hoch von 4,2 % könnte eine geldpolitische Straffung bereits morgen erfolgen. Dies wird zudem durch „hawkische“ Kommentare von Mitgliedern des Ausschusses untermauert. Ändert sich die Zinsprognose jedoch nicht, wäre dies eine äußerst schlechte Nachricht für die Bären im wichtigsten Währungspaar, da es bedeuten würde, dass all diese Diskussionen ins Leere liefen. Die soliden Daten haben die Fed nicht beeindruckt.

Aus technischer Sicht testet EUR/USD im Tageschart den zweiten gleitenden Durchschnitt, nachdem ein Umkehrmuster in Form eines Doppelbodens aktiviert wurde. Ein Ausbruch würde es ermöglichen, auf den bei 1,1555 eröffneten Long-Positionen aufzubauen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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