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FX.co ★ EZB-Entscheidung: Zinserhöhung und ihre Auswirkungen auf den Euro

EZB-Entscheidung: Zinserhöhung und ihre Auswirkungen auf den Euro

Im Juni verzeichnete der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen einen deutlichen Anstieg und legte um 20,7 Punkte auf einen Stand von +10,5 Punkten zu. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland zeigte jedoch eine leichte Verschlechterung: Der entsprechende Indikator sank im Vergleich zum Vormonat um 3,2 Punkte und erreichte -81 Punkte.

Der Haupttreiber für die positiven Erwartungen war die Annahme, dass der Konflikt zwischen den USA und dem Iran bald zu Ende gehen werde. Es wird erwartet, dass dies zu einem Rückgang des Inflationsdrucks und infolgedessen zu einer Belebung der Binnennachfrage führen wird. Die Prognose für die Eurozone insgesamt verbesserte sich ebenfalls deutlich und stieg im Vergleich zum Mai um 18,6 Punkte. Dennoch bleibt die aktuelle Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in der Region negativ (-43,4 Punkte) und hat sich gegenüber dem Vormonat nur geringfügig verändert.

EZB-Entscheidung: Zinserhöhung und ihre Auswirkungen auf den Euro

Die Zentralbank betonte, dass diese Entscheidung „unter Berücksichtigung verschiedener Entwicklungsszenarien und deren Auswirkungen auf die mittelfristigen Aussichten des Euroraums gerechtfertigt“ sei. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, erklärte, dass die Entscheidung einstimmig getroffen wurde und keine anderen Alternativen zur Diskussion standen.

Trotz der nach unten revidierten Wachstumsprognosen bleiben die Mitarbeiter der EZB zuversichtlich in Bezug auf die Aussichten der Wirtschaft im Euroraum. Für das laufende und das nächste Jahr wird im Vergleich zu den März-Prognosen nur mit einer leichten Verlangsamung des Wachstumstempos gerechnet. Unterdessen wurde die Prognose für die Kerninflation über den gesamten Prognosezeitraum nach oben revidiert, was die Notwendigkeit einer weiteren Straffung der Geldpolitik bestätigt.

Die entschlossene Haltung der EZB lässt darauf schließen, dass auf der nächsten Sitzung im Juni der Zinssatz erneut um 25 Basispunkte angehoben wird und bis zum Jahresende möglicherweise 3 % erreichen könnte. Die Verwirklichung eines solchen Szenarios könnte zur Aufwertung des Euro beitragen. Ausschlaggebend bleibt jedoch das „Wenn“, denn ein nachhaltiges Wachstum setzt eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage voraus, insbesondere eine klare Perspektive für die Erholung der Energieversorgung. Zwar liefert das Memorandum zwischen den USA und dem Iran Anlass zu Optimismus, es reicht jedoch nicht aus, um die Phase der Instabilität vollständig zu überwinden. In dieser Frage herrscht weiterhin keine Klarheit.

Die spekulativen Positionierungen im Euro haben sich in der Berichts­woche um 5,1 Milliarden US-Dollar verschlechtert, doch der berechnete Preis weist weiterhin einen Aufwärtstrend auf, was Anlass gibt, mit einer Fortsetzung der korrigierenden Aufwärtsbewegung zu rechnen.

EZB-Entscheidung: Zinserhöhung und ihre Auswirkungen auf den Euro

Wie wir vor einer Woche erwartet hatten, reagierte der Euro positiv auf die Ergebnisse der EZB-Sitzung. Wir gehen davon aus, dass die derzeitige positive Stimmung weiterhin überwiegt und der Euro weiter bis in die Widerstandszone von 1,1670/90 steigen kann; dennoch gibt es bisher nur wenige Gründe für ein langfristiges Wachstum. Dementsprechend betrachten wir den aktuellen Anstieg als korrektive Bewegung, die nicht lange anhalten dürfte, bevor der Euro wieder auf einen bärischen Kurs zurückkehrt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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