
Das Währungspaar EUR/USD zieht nach einer Erholung von seinem tiefsten Stand seit Ende März, der in der vorherigen Sitzung im Bereich von 1,1480–1,1475 markiert wurde, wieder Käufer an. Die Gewinne im Tagesverlauf werden durch eine breit angelegte Schwäche des US-Dollars begünstigt, was dem Kurs Aufwärtsspielraum verschafft.
Die Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran mit dem Ziel, den Konflikt zu beenden und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen, hat das Vertrauen der Anleger gestärkt und zu Gewinnmitnahmen im Dollar nach dessen kräftiger Rallye am Mittwoch geführt, als er neue Höchststände seit Ende März erreichte.
Darüber hinaus stützt die restriktive Rhetorik der Europäischen Zentralbank die Gemeinschaftswährung und das Währungspaar EUR/USD. Allerdings könnten die wachsenden Erwartungen, dass die Federal Reserve im Dezember die Zinsen anheben könnte, den weiteren Abwärtsraum für den Dollar begrenzen und den Anstieg des Paares bremsen.
Aus technischer Sicht notiert der Kassakurs weiterhin deutlich unter dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart und signalisiert damit einen bärischen kurzfristigen Trend. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) Indikator bleibt im negativen Bereich, während der Relative Strength Index (RSI) nahe der Marke von 30 schwankt. Zusammengenommen deuten diese Momentum-Indikatoren weiterhin auf einen zugrunde liegenden Abwärtsdruck hin, auch wenn EUR/USD versucht, sich oberhalb der jüngsten Tiefstände zu stabilisieren.
Vor diesem Hintergrund dürfte jeder weitere Anstieg zunächst auf Widerstand im Bereich des 50-Perioden-SMA, des 20-Perioden-SMA und des 50-Perioden-EMA stoßen, die im Bereich von 1,1565–1,1585 gebündelt sind, bevor der psychologisch wichtige Bereich um 1,1600 ins Blickfeld rückt. Unterdessen stellt der 200-Perioden-SMA bei 1,1637 eine wichtige Hürde dar, die die Bullen überwinden müssen, um das derzeitige bärische Momentum zu schwächen und den Weg für eine nachhaltigere Erholung zu ebnen.
Auf der anderen Seite würde ein Rutsch unter die Marke von 1,1500 den Abwärtsdruck auf EUR/USD verstärken, da das Momentum weiterhin nach unten gerichtet bliebe.
