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FX.co ★ WTI. Preisanalyse. Prognose. Zunehmender Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stellt das Ölangebot wieder her

WTI. Preisanalyse. Prognose. Zunehmender Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stellt das Ölangebot wieder her

WTI. Preisanalyse. Prognose. Zunehmender Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stellt das Ölangebot wieder her

Am Mittwoch setzte der Preis für amerikanisches West Texas Intermediate (WTI) Rohöl seine deutliche Talfahrt fort und fiel im Tagesverlauf um 4,40 % auf die runde Marke von 70,00 US‑Dollar. Solche Preisniveaus waren zuletzt im März dieses Jahres zu beobachten.

Diese Referenzölsorte hat ihren „geopolitischen Risikoaufschlag“, der infolge des Konflikts zwischen Israel und Iran entstanden war, weitgehend verloren und strebt nun wieder auf die Vorkrisenniveaus (etwa 67 US‑Dollar) zu.

Der Verkaufsdruck hat zugenommen, da die Sorgen über anhaltende Unterbrechungen der Energieexporte aus den Staaten am Persischen Golf nachlassen. Schiffsdaten zeigen einen Anstieg der Zahl von Schiffen, die die Straße von Hormus passieren, was auf eine schrittweise Normalisierung der Handelsströme hindeutet, auch wenn die Verkehrsdichte noch unter dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts liegt.

Parallel dazu laufen diplomatische Bemühungen, den künftigen Status der Straße von Hormus zu klären. Qatar und Oman haben eine Initiative vorgeschlagen, die darauf abzielt, die Anstrengungen Irans, der arabischen Golfstaaten und des Irak zu bündeln, um einen langfristigen Mechanismus für die Verwaltung dieser strategisch wichtigen Wasserstraße zu schaffen. Es wird erwartet, dass die Golfstaaten auf dem Prinzip der freien Schifffahrt bestehen werden, während Teheran möglicherweise die Einführung von Gebühren in Zusammenhang mit Sicherheit, Navigation und Umweltschutz vorschlagen könnte.

Die bärische Stimmung am Markt wird zusätzlich durch die Entscheidung der USA bestärkt, eine vorübergehende, 60-tägige Genehmigung zu erteilen, die internationalen Käufern und amerikanischen Raffinerien erlaubt, den Kauf von iranischem Rohöl wiederaufzunehmen. Diese Maßnahme hat die Erwartungen an einen Anstieg des globalen Ölangebots in den kommenden Wochen erhöht.

Allerdings halten einige Analysten das Ausmaß des derzeitigen Ausverkaufs für überzogen. Experten von ING weisen darauf hin, dass die durch die Straße von Hormus transportierten Ölmengen weiterhin deutlich unter den historischen Niveaus vor dem Konflikt liegen, und betonen, dass der Ölmarkt trotz verbesserter logistischer Rahmenbedingungen nach wie vor Anzeichen eines knappen Angebots zeigt. Darüber hinaus vermerken Analysten von TD Securities, dass in den vergangenen Wochen das Volumen des in Tankern im Golf von Mexiko gelagerten Öls deutlich zurückgegangen ist, was die Fähigkeit einschränken könnte, das aktuelle Angebotsniveau langfristig aufrechtzuerhalten.

Außerdem müssen Investoren die Entwicklung der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über Inspektionen von Nuklearanlagen genau verfolgen. US‑Präsident Donald Trump erklärte, Iran habe zugestimmt, Inspektoren der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) wieder ins Land zu lassen; iranische Vertreter betonten jedoch, dass der Zeitpunkt dieses Schritts noch nicht feststehe, was die Stabilität der getroffenen Vereinbarungen weiter ungewiss lässt.

Aus technischer Sicht sind die Preise unter die wichtige 200‑Tage‑SMA gefallen, was den Bären in die Hände spielt. Die Oszillatoren sind negativ und bestätigen den Vorteil der Verkäufer am Markt. Der Relative‑Stärke‑Index (RSI) ist in den überverkauften Bereich eingetreten, was auf eine mögliche Gegenbewegung hindeutet. Die 200‑Tage‑SMA fungiert nun als nächster Widerstand, während die Kursunterstützung im Bereich der runden Marke von 69,00 US‑Dollar zu finden ist.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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