Analyse der Trades am Mittwoch:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Abwärtsbewegung im Verlauf des Mittwochshandels fort, wobei es erst gegen Tagesende einen minimalen Versuch einer Korrektur gab. Weder in der Eurozone noch in Deutschland oder den USA wurden gestern bedeutende makroökonomische Daten veröffentlicht. Daher waren die Bewegungen im Tagesverlauf nicht durch makroökonomische Daten veranlasst. Gleiches gilt für fundamentale Ereignisse und geopolitische Nachrichten. Die Verhandlungen zwischen Iran und den USA zeigen erneut widersprüchliche Stellungnahmen beider Seiten, kommen jedoch weiterhin voran. Teheran und Washington wollen keinen neuen Krieg, was die Hoffnung auf ein langfristiges Abkommen nährt. Was fundamentale Ereignisse betrifft, hängen diese derzeit von der Geopolitik ab. Sollte der Konflikt im Nahen Osten tatsächlich beendet sein, dürfte sich die Inflation verlangsamen, und die Ölpreise sind bereits wieder auf das Vorkriegsniveau gefallen. Infolgedessen könnte eine weitere geldpolitische Straffung in naher Zukunft nicht erforderlich sein. All diese Informationen haben derzeit jedoch nur geringe Relevanz, da der Markt weiterhin nahezu alle Nachrichtenströme ignoriert.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurde am Mittwoch nur ein Handelssignal generiert. Während der europäischen Handelssitzung setzte sich das Paar unterhalb der Zone 1,1354–1,1363 fest, konnte jedoch den Abwärtsimpuls im Tagesverlauf nicht ausbauen und kehrte bis zum Abend in diesen Bereich zurück. Heute können von diesem Niveau aus erneut Positionen eröffnet werden.
Wie man am Donnerstag handelt:
Im Stundenchart setzt sich der Abwärtstrend fort. Da das Abkommen zwischen Iran und den U.S. unterzeichnet wurde, hat der Markt einen Grund weniger, den U.S.-Dollar zu kaufen. Allerdings schenkt der Markt diesem Faktor keine Beachtung und ignoriert im Allgemeinen fast alle Faktoren, die für den Euro sprechen. Damit fehlt der aktuellen Aufwertung des U.S.-Dollar eine klare Begründung.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1292 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1354–1,1363 festigt. Long-Positionen können mit einem Ziel bei 1,1413 eröffnet werden, wenn sich der Kurs oberhalb der Zone 1,1354–1,1363 stabilisiert.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Niveaus zu beachten: 1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754 und 1,1830–1,1837. Am Donnerstag sind in der Eurozone keine wichtigen Ereignisse geplant, während in den U.S. mehrere bedeutende Veröffentlichungen anstehen, darunter die dritte Schätzung des BIP für das erste Quartal sowie der Auftragseingang für langlebige Güter. Es ist jedoch nicht sicher, dass der Markt auf diese Daten reagieren wird.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung benötigt wird (Abpraller oder Ausbruch). Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine generieren. Technische Niveaus können dabei ignoriert werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen von Signalen.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle dienen kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten beachten, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
