
Das Währungspaar GBP/USD verzeichnet den zweiten Tag in Folge Zugewinne, allerdings fehlt den Bullen weiterhin die Überzeugung, um eine stärkere Aufwärtsbewegung nachhaltig durchzusetzen. Der US‑Dollar bleibt unter Druck, nachdem er das am Donnerstag markierte Jahreshoch – ein Niveau, das zuletzt im Mai 2025 erreicht wurde – nicht halten konnte. Dies stützt den GBP/USD-Kurs.
Dennoch hält die politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich Händler davon ab, den britischen Pfund aggressiv zu kaufen, und begrenzt damit das Aufwärtspotenzial des Währungspaares. Zudem sprechen die technischen Indikatoren weiterhin eher für die Verkäufer, sodass jede Erholung von der Marke bei 1,3140 – dem am Mittwoch verzeichneten Tief – mit Vorsicht zu betrachten ist.
Aus technischer Sicht sendete das jüngste Scheitern des Paares, den 200‑Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4‑Stunden-Chart zu überwinden, in Kombination mit dem Rückgang unter die Marke von 1,3300 in dieser Woche deutliche bearishe Signale. Unterdessen notiert der Relative Strength Index (RSI) weiterhin in der Nähe der 50‑Marke, was eher auf eine Konsolidierung als auf einen klar definierten Trend hindeutet.
Das MACD‑Histogramm liegt weiterhin leicht über der Signallinie und nähert sich der Nulllinie an. Dies deutet auf eine schwache bullishe Dynamik hin, die bislang nicht ausreicht, um den anhaltenden Abwärtstrend umzukehren, der den GBP/USD in den vergangenen zwei Monaten geprägt hat.
Was die Widerstandsmarken angeht, so liegt der nächstgelegene Widerstand am 50‑Perioden‑SMA, gefolgt vom 100‑Perioden‑SMA. Die entscheidende Marke, um den übergeordneten bearishen Ausblick spürbar abzuschwächen und den Weg für eine überzeugendere Erholung zu ebnen, ist jedoch der 200‑Perioden‑SMA im Bereich von 1,3382, den die Bullen überwinden müssen.
Intraday‑Rücksetzer dürften ihrerseits eher von der Kursentwicklung selbst als von klar ausgeprägten strukturellen Unterstützungszonen bestimmt werden.
Der Bereich von 1,3110–1,3115 fungiert derzeit als Unterstützung, bis neue technische Referenzmarken entstehen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US‑Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen am heutigen Tag. Die stärksten Gewinne erzielte der US‑Dollar gegenüber dem australischen Dollar.
