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FX.co ★ EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Der Euro startet positiv in die Woche

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Der Euro startet positiv in die Woche

EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Der Euro startet positiv in die Woche

Das Währungspaar EUR/USD hat in den vergangenen zwei Wochen insgesamt 280 Punkte verloren. Was hat diesen aggressiven Abwärtsschub ausgelöst, der schließlich am Freitag zum Stillstand kam? Man sollte sich in Erinnerung rufen, dass derzeit keine akute Gefahr eines erneuten Krieges im Nahen Osten besteht, auch wenn Donald Trump weiterhin vor möglichen neuen Angriffen auf den Iran warnt, falls innerhalb von 60 Tagen kein Atomabkommen zustande kommt. Die Fed hat bei ihrer Juni-Sitzung zwar einen restriktiveren Ton angeschlagen, doch der US‑Dollar legte eine ganze Woche lang weiter zu. Das werte ich entweder als überzogene Marktreaktion oder als Bewegung, die nicht direkt mit der FOMC‑Sitzung zusammenhängt. Ebenso war die jüngste EZB‑Sitzung alles andere als dovish, sodass sich ein einwöchiger Rückgang des Euro nur schwer begründen lässt. Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington laufen weiter; beide Seiten haben zwei Monate Zeit, den Atomstreit beizulegen, und keine Seite scheint gewillt, die Feindseligkeiten wiederaufzunehmen. Selbst die letzte Woche unterzeichnete, vorübergehende Waffenruhe hätte die Risikoaversion am Markt eigentlich verringern müssen. Meiner Ansicht nach gab es daher schlicht keine stichhaltigen Gründe für eine derart ausgeprägte Rallye des US‑Dollar. Gleichwohl erzeugen Märkte mitunter Bewegungen, die sich nur schwer erklären lassen. Genau das haben wir in den vergangenen zwei Wochen erlebt. Und der Rückgang könnte noch nicht beendet sein, falls der Kurs auf die bearish imbalance 18 reagiert.

Die Geopolitik ist inzwischen klar in den Hintergrund getreten. Teheran und Washington haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, die Waffenruhe um 60 Tage verlängert, die Arbeit an der vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus wiederaufgenommen und die Verhandlungen über ein Atomabkommen wieder aufgenommen. Dennoch blieb der weithin erwartete Rückgang des US‑Dollar angesichts der nachlassenden geopolitischen Spannungen aus. Ebenso konnte der Euro trotz der strafferen geldpolitischen Ausrichtung der EZB nicht zulegen. Im Gegenteil: Die Bären dominierten den Markt die gesamte Woche über – ungeachtet der fundamentalen und geopolitischen Rahmenbedingungen. Unter diesen Umständen sollten Trader entweder abwarten, bis die Abwärtsbewegung ausläuft, oder auf neue Verkaufssignale warten.

Das aktuelle technische Bild signalisiert weiterhin eine Fortsetzung des Abwärtsimpulses, der am 17. April begonnen hat. Die bearish imbalance 17 wurde nie vollständig abgearbeitet und hat kein Verkaufssignal geliefert. In der vergangenen Woche hat sich die bearish imbalance 18 gebildet, die heute oder morgen eine Marktreaktion auslösen könnte. Erst wenn die imbalance 18 negiert wird, hätten die Bullen die Chance, eine Gegenoffensive zu starten. In diesem Fall würde ich erneut damit rechnen, dass der Euro seinen Aufwärtstrend wieder aufnimmt – was meiner Meinung nach unter den derzeitigen Bedingungen eine deutlich logischere Entwicklung wäre. Ich würde in diesem Szenario außerdem mit der Ausbildung bullisher Chartmuster rechnen, da ich weiterhin davon ausgehe, dass der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist.

Am Montag wurden keine relevanten Konjunkturdaten veröffentlicht, und die Marktteilnehmer ignorierten sowohl die Schlagzeilen vom Wochenende zu neuen Wortmeldungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten als auch die heutigen Berichte, wonach beide Länder wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt sind und sich erneut auf eine Waffenruhe in der Straße von Hormus verständigt haben. Aus meiner Sicht ist die Bereitschaft der Bullen, den Euro am Montag zu kaufen, ein ermutigendes Signal. Allerdings stehen in dieser Woche mehrere wichtige Wirtschaftsdaten an, sodass sich die Marktstimmung durchaus wieder zugunsten der Bären drehen könnte.

Die Bullen haben auch 2026 noch zahlreiche Gründe, aktiv zu bleiben, und der Konflikt im Nahen Osten hat daran wenig geändert. Strukturell und fundamental bleiben Trumps politische Leitlinien – die im vergangenen Jahr maßgeblich zum starken Rückgang des US‑Dollar beigetragen haben – weitgehend unverändert. Derzeit sehe ich trotz des restriktiven Tons des FOMC nur wenige überzeugende langfristige Unterstützungsfaktoren für den Dollar. EUR/USD nähert sich einem Cluster wichtiger Tiefs und Wendepunkte, an denen Liquidität abgegriffen werden könnte – ein mögliches Signal für das Ende des aktuellen Abwärtsimpulses.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Eurozone

Deutschland

  • Einzelhandelsumsätze (06:00 UTC)
  • Arbeitslosenquote (07:55 UTC)
  • Verbraucherpreisindex (12:00 UTC)

Vereinigte Staaten

  • JOLTS-Stellenangebote (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 30. Juni umfasst vier geplante Veröffentlichungen. Die Auswirkungen der heutigen Daten auf die Marktstimmung dürften moderat ausfallen.

EUR/USD-Prognose und Trading-Ausblick

Aus meiner Sicht befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Ausbildung eines übergeordneten Aufwärtstrends. Auch wenn sich das fundamentale Umfeld vor vier Monaten deutlich zugunsten der Bären verschoben hat, kann der Gesamttrend bislang weder als negiert noch als abgeschlossen gelten. Folglich könnten die Bullen nach einem Abgreifen der Liquidität unterhalb der offensichtlichsten Tiefs einen neuen Aufwärtsimpuls starten. Der Einstieg in Long‑Positionen erscheint mir zum jetzigen Zeitpunkt jedoch verfrüht. Zunächst sollte der aktuelle Abwärtsimpuls auslaufen, gefolgt von der Ausbildung bullisher Chartmuster.

Derzeit stehen Tradern zwei bearish imbalances als potenzielle Bereiche für den Einstieg in Short‑Positionen zur Verfügung. Ich würde jedoch auf die Nähe von vier bedeutenden Swing‑Tiefs hinweisen, an denen es zu Liquiditätsabgriffen kommen könnte, sowie auf das eher fragwürdige fundamentale Umfeld hinter der jüngsten Dollarstärke. Folglich rechne ich weiterhin mit einer bullischen Erholung, möchte davor jedoch eine technische Bestätigung dieses Szenarios sehen – oder alternativ neue Verkaufssignale, falls der Markt seine Abwärtsbewegung fortsetzt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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