Handelsrückblick und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Niveaus von 1,1402 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich unter die Nulllinie zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für eine Short-Position im Euro bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar um 15 Punkte.
Der Euro gab nach der Veröffentlichung der jüngsten makroökonomischen Daten nach. Die Markterwartungen an eine höhere Inflation wurden nicht erfüllt, da der Verbraucherpreisindex (CPI) eine deutliche Abschwächung zeigte. Die Inflation ging auf 2,8 % im Jahresvergleich zurück, verglichen mit den erwarteten 3,0 %. Dies signalisierte den Marktteilnehmern, dass die Europäische Zentralbank (ECB) ihre Geldpolitik anpassen könnte, was den Euro belastete.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf eine weitere Runde von US-Arbeitsmarktdaten. Veröffentlicht werden der ADP Employment Change für Juni sowie der ISM Manufacturing PMI, zudem ist eine Rede des FOMC-Vorsitzenden Kevin Warsh geplant. Diese makroökonomischen Indikatoren spielen eine Schlüsselrolle bei der Ausrichtung der künftigen Geldpolitik der Federal Reserve. Der ADP-Bericht, der vor den offiziellen Beschäftigungszahlen erscheint, liefert einen frühen Hinweis auf die Lage am Arbeitsmarkt im privaten Sektor. Starke Werte könnten das Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit der US‑Wirtschaft stärken, während schwächer als erwartete Ergebnisse die Sorgen vor einer wirtschaftlichen Abschwächung verstärken könnten.
Der ISM Manufacturing PMI wird eine Einschätzung der Lage im verarbeitenden Gewerbe liefern, einem der wichtigsten Wachstumstreiber der Wirtschaft. Im Vordergrund steht jedoch die Rede des FOMC-Vorsitzenden Kevin Warsh. Investoren und Analysten werden seine Äußerungen zum aktuellen Zustand der Wirtschaft, zu den Inflationserwartungen und zum Ausblick für die Zinsen genau analysieren.
Was meine Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Erwägen Sie einen Euro-Kauf, wenn der Kurs 1,1412 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1455. Ich plane, Long-Positionen bei 1,1455 zu schließen und gleichzeitig Short-Positionen in Betracht zu ziehen, in der Erwartung einer Korrektur von 30–35 Punkten von diesem Niveau aus. Der Euro dürfte sich heute stärken, falls die US-Daten enttäuschen. Wichtig: Bevor Sie kaufen, vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, nach oben zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,1387 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine bullische Trendumkehr auslösen. In diesem Fall könnte das Paar in Richtung 1,1412 und 1,1455 steigen.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1387 erreicht hat (die rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1348, wo ich Short-Positionen schließen und unmittelbar Long-Positionen in Betracht ziehen möchte, in der Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten von diesem Niveau aus. Verkaufsdruck dürfte zurückkehren, wenn die US-Konjunkturdaten besser als erwartet ausfallen. Wichtig: Bevor Sie verkaufen, vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, nach unten zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,1412 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine bärische Trendumkehr auslösen. In diesem Fall könnte das Paar in Richtung 1,1387 und 1,1348 fallen.

Chart Guide
- Dünne grüne Linie – empfohlener Einstiegskurs für Long-Positionen.
- Breite grüne Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden sollten, da weitere Kursgewinne oberhalb dieses Niveaus als unwahrscheinlich gelten.
- Dünne rote Linie – empfohlener Einstiegskurs für Short-Positionen.
- Breite rote Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden sollten, da weitere Kursverluste unterhalb dieses Niveaus als unwahrscheinlich gelten.
- MACD-Indikator – achten Sie beim Markteintritt genau auf überkaufte und überverkaufte Marktsituationen.
Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten beim Markteintritt besonders vorsichtig sein. Im Allgemeinen ist es ratsam, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Konjunkturdaten aus dem Markt zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders ein, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Das Trading ohne Stop-Loss-Orders kann sehr schnell zum Verlust des gesamten Handelskontos führen, insbesondere wenn Sie mit großen Positionsgrößen handeln, ohne ein angemessenes Risikomanagement anzuwenden.
Denken Sie außerdem daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die sich ausschließlich auf die aktuelle Marktsituation stützen, sind für Intraday-Trader in der Regel eine verlustreiche Strategie.
