Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem japanischen Yen
Der Test des Kurses von 162,64 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen und damit den korrekten Einstiegspunkt für den Verkauf des Dollars bestätigte. In der Folge bewegte sich das Währungspaar bis zum Zielniveau von 162,31.
Der gestrige Tag war von erheblichen Schwankungen an den Devisenmärkten geprägt, ausgelöst durch die Ernennung des neuen Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh. In seiner Rede machte er eine zentrale Aussage: Der rasche Rückgang der Energiepreise verschaffe der Zentralbank die Möglichkeit, bei Entscheidungen über die zukünftige Zinspolitik vorsichtiger vorzugehen. Diese Nachricht hatte eine gemischte Wirkung auf die wichtigsten Weltwährungen, wobei der US‑Dollar deutlich nachgab. Händler und Investoren interpretierten Warshs Worte als Signal für eine mögliche Verlangsamung des Tempos künftiger Zinserhöhungen, was die US‑Währung traditionell für kurzfristige Spekulationen weniger attraktiv macht. Die Erwartung einer eher lockeren Geldpolitik nahm Druck vom Dollar und löste eine Verkaufswelle aus.
Vor diesem Hintergrund zeigte der japanische Yen ein moderates Plus, das sich bis in die heutige asiatische Sitzung hinein fortsetzte. Die Tatsache, dass die Bank of Japan gute Gründe hat, einen frühen Zinserhöhungsschritt in Betracht zu ziehen – da die wirtschaftliche Aktivität hoch bleibt und die Yen-Schwäche das Risiko birgt, die Inflation über das Zielniveau hinaus anzutreiben – könnte in naher Zukunft zu weiteren Rückgängen im USD/JPY‑Paar führen. Der Markt preist derzeit die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung bis Oktober ein, was den Yen stützt und den Dollar belastet.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, USD/JPY bei einem Einstiegskurs um 162,30 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Ziel bei 162,55 (dickere grüne Linie im Chart). Bei 162,55 beabsichtige ich, meine Long-Positionen zu schließen und den Dollar in die Gegenrichtung zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Pips ausgehend vom Einstiegskurs ausgehe. Am sinnvollsten ist es, das Paar während Korrekturen und deutlicher Rücksetzer in USD/JPY erneut zu kaufen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, USD/JPY zu kaufen, falls der Kurs 162,18 zweimal hintereinander getestet wird und sich der MACD-Indikator in der überverkauften Zone befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Aufwärtswende des Marktes führen. Es ist dann mit einem Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 162,30 und 162,55 zu rechnen.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, USD/JPY erst zu verkaufen, nachdem das Niveau von 162,18 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde, was zu einem schnellen Rückgang des Paares führen dürfte. Das zentrale Kursziel für Verkäufer wird 161,94 sein. Dort plane ich, meine Short-Positionen zu schließen und unmittelbar in die Gegenrichtung zurückzukaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips vom Niveau aus in die Gegenrichtung). Verkäufer können jederzeit zurückkehren, bereits beim ersten Signal vonseiten der Zentralbank. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, USD/JPY zu verkaufen, falls der Kurs 162,30 zweimal hintereinander getestet wird und sich der MACD-Indikator in der überkauften Zone befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Abwärtswende des Marktes führen. Es ist dann mit einem Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 162,18 und 161,94 zu rechnen.

Was das Chart zeigt:
- Die dünne grüne Linie stellt den Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments dar;
- Die dicke grüne Linie ist der geschätzte Kurs, an dem Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden sollten, da ein weiterer Aufwärtstrend über diesem Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Die dünne rote Linie ist der Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Die dicke rote Linie ist der geschätzte Kurs, an dem Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden sollten, da eine weitere Abwärtsbewegung unterhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich ist;
- Der MACD-Indikator. Es ist wichtig, Markteinstiege auf überkauften und überverkauften Zonen zu basieren.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt müssen Einstiegsentscheidungen mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung bedeutender fundamentaler Berichte ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um plötzliche Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, besonders wenn Sie kein Money Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreichen Handel ist es notwendig, einen klaren Handelsplan zu haben, ähnlich dem, den ich oben vorgestellt habe. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.
