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FX.co ★ GBP/USD – Smart Money Analyse: Bullen stehen vor einer entscheidenden Woche

GBP/USD – Smart Money Analyse: Bullen stehen vor einer entscheidenden Woche

GBP/USD – Smart Money Analyse: Bullen stehen vor einer entscheidenden Woche

Das Währungspaar GBP/USD hat zugunsten des Pfunds gedreht und eine recht dynamische Rally begonnen, die den Beginn eines übergeordneten Aufwärtstrends markieren könnte. Meines Erachtens war die jüngste Aufwertung des US-Dollars durch die Nachrichtenlage der vergangenen Wochen nicht vollständig gerechtfertigt. Der geopolitische Konflikt im Nahen Osten ist beendet, obwohl er der Haupttreiber für die Dollar-Stärke im Jahr 2026 war. Vor diesem Hintergrund wirkt es ungewöhnlich, dass der Dollar zunächst wegen des Krieges steigt und seinen Aufwärtstrend dann nach Ende des Konflikts fortsetzt.

Die FOMC-Sitzung und der restriktive Ton der Fed lieferten zwar grundsätzlich Argumente für Dollar-Käufe, doch die Rally hielt sich fast zwei Wochen. Das FOMC hat die Geldpolitik bislang noch nicht gestrafft, und falls die Inflation weiter nachlässt, könnte eine Straffung ganz ausbleiben. Die Rede von Kevin Warsh gab keine klare Antwort darauf, ob die Fed die Zinsen im Juli oder im September anheben will. Der FOMC-Vorsitzende stellte lediglich klar, dass die Inflation gesenkt werden müsse, lieferte jedoch keinen Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Änderung der Geldpolitik. Die gestrigen US-Arbeitsmarktdaten fielen so schwach aus, dass sie die Bullen zu verstärkten Käufen animierten, während der Markt begann, die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Fed-Straffung in Zweifel zu ziehen. In der Folge wurde die bärische Imbalance 21 vollständig abgebaut, und die zentrale Frage lautet nun, ob die aktuelle bullische Bewegung hier ihr Ende findet.

Sowohl im Euro als auch im Pfund haben die Bären ihre Kontrolle nicht vollständig aufgegeben. Sie haben sich lediglich etwas zurückgezogen. Eine Invalidation der bärischen Imbalance 21 würde auf einen Bruch der lokalen bärischen Marktstruktur hindeuten.

Die Chartanalyse deutete auf ein mögliches Anstiegspotenzial in Richtung 1,3322 hin, was sich exakt so bewahrheitet hat. Die Reaktion auf die bärische Imbalance 22 fiel schwach aus, während der Kurs zunächst die Liquidität unter dem Tief vom 6. April und anschließend unter dem Tief vom 31. März abgeholt hat. Entsprechend gab es triftige Gründe, mit weiteren Zugewinnen des Pfunds zu rechnen. Zugegeben: Ohne den Nonfarm-Payrolls-Bericht wäre diese Bewegung womöglich ausgeblieben.

Angesichts der Tatsache, dass dem Dollar trotz seiner beeindruckenden Gewinne im Jahr 2026 nach wie vor überzeugende Argumente für einen nachhaltigen, langfristigen Aufwärtstrend fehlen, halte ich es für möglich, dass die Bären ihre Offensive nicht länger aufrechterhalten können. Dennoch sollte die Chartanalyse stets im Zentrum der Handelsentscheidungen stehen, da sie das tatsächliche Marktverhalten widerspiegelt. Tauchen keine bullischen Formationen oder Signale auf, gibt es keinen Grund, Long-Positionen zu eröffnen. In diesem Fall sollten Trader auf die Marktreaktion auf die Imbalance 21 warten. Bis zum Ende der laufenden Woche wird sich eine neue bullische Imbalance ausbilden, die dem Pfund zusätzliche Unterstützung bieten dürfte.

Der Markt bleibt derzeit noch vorsichtig in Bezug auf die Vereinbarung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Dennoch lässt sich nun zumindest sagen, dass die aktive Phase des Konflikts offiziell beendet ist. Die Fed hat eine starke Rally des US-Dollars ausgelöst, doch ich erkenne weiterhin keinen belastbaren Faktor, der es den Bären erlauben würde, ihren Vorteil dauerhaft auszuspielen. Können sie sich wirklich allein auf die Erwartung einer künftigen geldpolitischen Straffung durch das FOMC stützen?

Am Freitag standen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm. Der britische Wirtschaftskalender blieb leer, während in den Vereinigten Staaten im Vorfeld des Unabhängigkeitstags ein Feiertag begangen wurde.

Insgesamt spricht das fundamentale Umfeld nach wie vor eher dafür, dass der US-Dollar langfristig eher schwächer als stärker tendiert. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Perspektive einer Zinserhöhung der Fed im Jahr 2026 haben diese Einschätzung grundlegend verändert. Die geopolitischen Spannungen haben die Anleger kurzfristig an den Status des Dollars als sicheren Hafen erinnert, doch der Konflikt ist beendet – oder befindet sich zumindest in seiner Endphase. Die Fed plant, die Zinsen im Jahr 2026 anzuheben, was zwar grundsätzlich positiv für den Dollar ist. Eine straffere Geldpolitik bremst jedoch zugleich das Wirtschaftswachstum und schwächt den Arbeitsmarkt. Zudem wurde Kevin Warsh von Donald Trump gerade deshalb zum FOMC-Vorsitzenden ernannt, um eine lockerere Geldpolitik zu verfolgen – etwas, wozu Jerome Powell nicht bereit war. Ich gehe nicht davon aus, dass die Fed-Straffung in einen voll ausgeprägten Straffungszyklus mündet oder sich zu einem langfristigen geldpolitischen Trend entwickelt. Daher dürften weitere Kursgewinne des Dollars meiner Einschätzung nach eher vorübergehend und von begrenzter Dauer sein.

Terminkalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

  • Vereinigte Staaten – ISM Services PMI (14:00 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 6. Juli enthält nur eine nennenswerte Veröffentlichung. Entsprechend ist zu erwarten, dass das fundamentale Umfeld die Marktstimmung vor allem in der zweiten Hälfte der Handelssitzung am Montag beeinflussen wird.

GBP/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Die langfristige Perspektive für das Pfund bleibt bullisch, während die Reaktion auf die bärische Imbalance 22 lediglich einen schwachen Abwärtsimpuls hervorbrachte. Daher haben die Bullen weiterhin die Chance, die Kontrolle zurückzugewinnen. Das britische Pfund könnte seine Korrektur in Richtung der Invalidation-Marke des Aufwärtstrends bei 1,3007 fortsetzen, wofür jedoch neue bärische Signale erforderlich wären. Ein Verkaufssignal kann sich ausschließlich innerhalb der bärischen Imbalance 21 herausbilden.

Die Bullen werden durch zwei Liquidity Sweeps unterstützt, und der heutige Kerzenschluss wird eine bullische Imbalance formen. Dieses bullische Muster sollte es den Käufern ermöglichen, ihre Aufwärtsbewegung mit größerem Vertrauen fortzusetzen. In diesem Szenario liegen die nächsten Aufwärtsziele für das Pfund an den Hochs vom 1. Mai und 27. Januar bei 1,3656 bzw. 1,3867.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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