Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Mittwoch sind in Deutschland, der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und den USA keine makroökonomischen Veröffentlichungen angesetzt. Weder wichtige noch sekundäre oder tertiäre Daten werden veröffentlicht. Daher sind heute starke Bewegungen am Devisenmarkt eher unwahrscheinlich. Natürlich gibt es den geopolitischen Faktor, und der Markt kann sich auch durch andere Einflüsse als konkrete Ereignisse bewegen. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit hoher Volatilität heute nahezu gleich null.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Heute ist das einzige grundlegende Ereignis die Veröffentlichung des Protokolls der FOMC-Sitzung vom Juni. Wir betrachten dieses Dokument nicht als besonders bedeutsam, da es Details zur Sitzung und zur Zinsabstimmung enthält, die bereits bekannt sind. Außerdem wird das Protokoll drei Wochen nach der Sitzung veröffentlicht und ist damit, gelinde gesagt, wenig relevant. Das Protokoll wird wahrscheinlich die „hawkishe“ Haltung der Federal Reserve widerspiegeln, doch den Händlern ist dies ohnehin bereits bewusst. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten könnten in Echtzeit die Bereitschaft der FOMC-Mitglieder verringert haben, bis zum Jahresende für eine weitere Straffung der Geldpolitik zu stimmen.
Der geopolitische Hintergrund bleibt konstant „bedingt positiv“. Iran und die USA haben aus der Ferne ein Abkommen unterzeichnet; allerdings bleiben noch zu viele wichtige Fragen ungelöst. Insbesondere betrifft dies die „Atomfrage“, den Krieg zwischen dem Libanon und Israel sowie den Status der Straße von Hormus. Theoretisch könnte der Markt einen erneuten Ausbruch eines großflächigen Krieges befürchten; dies reicht jedoch offensichtlich nicht aus, um eine anhaltend hohe Nachfrage nach dem US-Dollar zu stützen. Schließlich befinden sich Teheran und Washington weiterhin auf einem Weg in Richtung Frieden, und die Verhandlungen laufen, auch wenn niemand erwartet, dass sie schnell und einfach verlaufen.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche könnten sich beide Währungspaare sehr träge entwickeln, da es erneut keine bedeutenden Ereignisse gibt. Sowohl der Euro als auch das Pfund können sich in beide Richtungen bewegen. Der Euro kann in der Spanne von 1,1420–1,1432 gehandelt werden, während das Britische Pfund in der Spanne von 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Wir würden heute nicht mit starken Bewegungen und hoher Volatilität rechnen.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn auf einer bestimmten Marke aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Paar zahlreiche Fehlsignale oder auch gar keine Signale erzeugen. Technische Marken können dabei unberücksichtigt bleiben.
- Auf dem Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Marken zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder dienen als Signalquellen.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder die Positionen sollten geschlossen werden, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
