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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Der bullische Ausblick bleibt intakt

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Der bullische Ausblick bleibt intakt

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Der bullische Ausblick bleibt intakt

Das Währungspaar GBP/USD drehte zugunsten des britischen Pfunds nach oben und verzeichnete einen recht starken Anstieg, der den Beginn eines breiteren Aufwärtstrends markieren könnte. Meiner Ansicht nach war die Rally des US-Dollars zwischen dem 17. und 24. Juni durch das fundamentale Nachrichtenumfeld nicht gerechtfertigt. Zu diesem Zeitpunkt war der geopolitische Konflikt im Nahen Osten de facto bereits zu Ende, obwohl er über das gesamte Jahr 2026 hinweg der Haupttreiber der Dollar-Stärke gewesen war. Entsprechend war es zumindest ungewöhnlich, dass der Dollar zunächst wegen des Kriegs zulegte und dann nach Ende des Konflikts weiter stieg. Ebenfalls überraschend ist, dass der US-Dollar heute trotz einer erneuten Eskalation im Nahen Osten über Nacht nicht erstarkt ist. Diese neuerliche Eskalation hat den Marktausblick für Trader wieder verkompliziert.

Zunächst ging der Markt davon aus, dass die US-Inflation weiter steigen würde, sofern das Federal Open Market Committee (FOMC) nicht eingreift. Später ließen sich die Erwartungen eines beschleunigten Inflationsanstiegs wieder etwas zurücknehmen, als der Ölpreis auf rund 70 US-Dollar pro Barrel fiel. Heute ist Öl jedoch auf nahezu 80 US-Dollar gestiegen, und die Folgen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten könnten in einer erneuten Blockade der Straße von Hormus und der iranischen Häfen münden. Sollten sich die Ereignisse im Sinne des pessimistischsten Szenarios entwickeln, könnte der Ölpreis rasch wieder über 100 US-Dollar je Barrel steigen. Unter solchen Umständen würden die Hoffnungen auf eine nachlassende Inflation in den Vereinigten Staaten oder im Euroraum schnell schwinden. Der Markt müsste seine Erwartungen an die Geldpolitik sowohl der Federal Reserve als auch der Europäischen Zentralbank erneut neu justieren.

Die technische Analyse hatte auf die Möglichkeit eines Anstiegs in Richtung 1,3322 hingedeutet, was exakt eingetreten ist. Der Kurs holte zunächst die Liquidität unter dem Tief vom 6. April ab und anschließend unter dem Tief vom 31. März. Damit gab es solide technische Gründe, weitere Zugewinne des britischen Pfunds zu erwarten. Da dem US-Dollar nach wie vor überzeugende Argumente für einen nachhaltigen langfristigen Aufwärtstrend fehlen und er im Jahr 2026 bereits beachtliche Gewinne verzeichnet hat, halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Bären ihre Offensive aufrechterhalten können. In der vergangenen Woche hat sich zudem die Bullish Imbalance 23 gebildet. Der Kurs hat bereits zweimal auf dieses Ungleichgewicht reagiert, einschließlich heute, nach einem kräftigen Anstieg am Montag. Das Pfund ist jedoch weiterhin zwischen zwei entgegengesetzten Imbalance-Zonen eingekeilt, und der Markt wartet auf eine Entscheidung. Eine dieser Imbalances wird letztlich aufgehoben werden müssen. Meiner Meinung nach behalten die Bullen weiterhin die besseren Aussichten, insbesondere angesichts der Marktreaktion auf die Bullish Imbalance 23.

Der Markt bleibt derzeit sehr vorsichtig in Bezug auf die Vereinbarung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, und die jüngsten Ereignisse deuten darauf hin, dass diese Vorsicht vollauf berechtigt ist. Militärische Angriffe in der Nähe der Straße von Hormus ereignen sich trotz des vor einigen Wochen unterzeichneten Memorandums weiterhin regelmäßig. Die restriktive Haltung der Federal Reserve hat eine starke Rally des US-Dollars ausgelöst, doch ich sehe nach wie vor nicht, was den Bären genügend Schwung für anhaltende weitere Gewinne liefern könnte. Können allein die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik des FOMC den Dollar weiterhin stützen?

Am Mittwoch wurden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht. Im Tagesverlauf hätte sich der Markt auf die geopolitischen Entwicklungen konzentrieren können, tat dies aber nicht, da Trader gegenüber diesem Thema zunehmend abgestumpft zu sein scheinen. Infolgedessen dürfte die technische Analyse in der näheren Zukunft, insbesondere in dieser Woche, der wichtigste Treiber am Markt bleiben.

Insgesamt führt das übergeordnete fundamentale Umfeld mich weiterhin zu der Erwartung, dass der US-Dollar langfristig an Stärke verliert. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit von Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026 haben diesen Ausblick grundlegend verändert. Die geopolitischen Spannungen haben Anleger über mehrere Monate hinweg an den Status des Dollars als sicheren Hafen erinnert, doch der Konflikt ist entweder beendet oder befindet sich zumindest auf dem Weg zu einer Lösung. Die Federal Reserve beabsichtigt, im Jahr 2026 die Zinsen anzuheben, was zweifellos unterstützend für den Dollar wirkt. Eine straffere Geldpolitik würde jedoch auch das US-Wachstum bremsen und den Arbeitsmarkt schwächen. Zudem hat Donald Trump Kevin Warsh an die Spitze des FOMC berufen, in der Erwartung, letztlich eine expansivere Geldpolitik zu erhalten – etwas, das Jerome Powell nicht bereit oder in der Lage war zu liefern. Daher gehe ich nicht davon aus, dass eine Straffung durch die Federal Reserve in einen lang anhaltenden Straffungszyklus münden wird. Meiner Meinung nach sollte jede Aufwertung des US-Dollars daher als vorübergehend und nicht als strukturell verstanden werden.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich

Vereinigte Staaten

  • Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (12:30 UTC)
  • Verkäufe bestehender Häuser (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 9. Juli enthält nur zwei Ereignisse von zweitrangiger Bedeutung. Entsprechend dürfte der Einfluss des konjunkturellen Umfelds auf die Marktstimmung am Donnerstag gering oder gar nicht vorhanden sein.

GBP/USD Prognose und Trading-Tipps

Der langfristige Ausblick für das britische Pfund bleibt positiv. Nach den Liquiditätssweeps unter den beiden letzten markanten Tiefpunkten haben die Bullen nun die Chance, die Kontrolle über den Markt zurückzugewinnen. Das Pfund könnte seinen Rückgang in Richtung der Invalidation-Marke des Aufwärtstrends bei 1,3007 zwar noch fortsetzen, hierfür wären jedoch neue bärische Signale erforderlich. Ein Verkaufssignal könnte nur innerhalb der Imbalance 21 entstehen.

Das bullische Szenario wird sowohl durch die beiden abgeschlossenen Liquiditätssweeps als auch durch die Bullish Imbalance 23 gestützt. Dieses bullische Setup verschafft den Bullen eine solidere technische Grundlage für weitere Kursgewinne. Der Markt hat bereits auf die Bullish Imbalance 23 reagiert, und die nächsten Aufwärtsziele sind die Hochs vom 1. Mai und 27. Januar bei 1,3656 bzw. 1,3867. Die nächste wichtige Bestätigung für das bullische Szenario wäre die Invalidation der Imbalance 21.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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