Laut einem neuen Bericht eines der führenden Digital-Asset-Unternehmen werden Stablecoins weniger als Instrument nur für Krypto-Trader betrachtet und vielmehr als vollwertige Abwicklungsschicht für traditionelle Finanzanlagen.

Die Daten zeigen, dass im ersten Halbjahr 2026 das Handelsvolumen von unbefristeten Kontrakten auf traditionelle Vermögenswerte, die in Stablecoins abgerechnet werden, 1,1 Billion US‑Dollar überschritten hat. Das entspricht etwa 11 % des gesamten Volumens unbefristeter Krypto-Kontrakte in den ersten fünf Monaten des Jahres. Gemeint sind die sogenannten TradFi-Futures auf Aktien- und Rohstoffmärkten – Instrumente, die Tradern ein Engagement in Gold, Silber, Aktien und anderen vertrauten Anlageklassen ermöglichen, während sie gleichzeitig Krypto-Infrastruktur und Stablecoin-Abrechnungen nutzen. Dies ist in diesem Jahr ein neues Geschäftsfeld, das viele Kryptobörsen aktiv ausrollen.
Ebenso bedeutsam ist der Wandel im Verhalten der Nutzer an Kryptobörsen: Stablecoins werden zunehmend nicht mehr nur als kurzfristiges Zwischeninstrument für einen Trade eingesetzt, sondern als dauerhafte Form der Kapitalanlage. Laut der Studie halten inzwischen 30 % der Nutzer mehr als die Hälfte ihres Portfolios in Stablecoins, gegenüber lediglich 4 % im Jahr 2020. Die gesamte Marktkapitalisierung des weltweiten Stablecoin-Marktes ist auf rund 311 Milliarden US‑Dollar gestiegen, verglichen mit 254 Milliarden US‑Dollar ein Jahr zuvor. Und das bereinigte Transaktionsvolumen in Stablecoins erreichte laut dem Dashboard von Visa im Juni einen Rekordwert von 1,79 Billionen US‑Dollar und übertraf damit den bisherigen Höchststand vom Februar.
Vor diesem Hintergrund haben bereits klassische Geldtransferdienste reagiert: Im Mai brachte Western Union seinen eigenen Stablecoin USDPT auf der Solana-Blockchain heraus, und im Juni emittierte der Rivale MoneyGram MGUSD auf Stellar.
Diese Entwicklungen fügen sich in ein größeres Bild, das in den vergangenen Monaten vor allem von institutionellen Akteuren geprägt wurde: Visa entwickelt eine eigene Stablecoin-Infrastruktur für Karteneinzahlungen und Auszahlungen an nicht oder unterversorgte Bankkunden; ein Konsortium von mehr als 140 Unternehmen unter Führung von Visa, Stripe, Mastercard und BlackRock lanciert mit Open USD einen gemeinsamen Stablecoin; und DTCC bereitet für Juli 2026 den begrenzten Start tokenisierter Wertpapiere vor, gefolgt von einer Ausweitung im Oktober.
In der Gesamtschau bestätigen diese Daten die zentrale These: Der Markt für digitale Vermögenswerte entwickelt sich weiter, und Stablecoins wandeln sich zu einem durchgängig verfügbaren 24/7-Geldsystem.
Handelsempfehlungen

Bitcoin
Die Käufer zielen derzeit auf eine Rückkehr auf 62.600 US-Dollar ab, was einen direkten Weg zu 64.000 US-Dollar eröffnen würde, und von dort ist es nur ein kurzer Schritt bis 65.500 US-Dollar – ein Durchbruch über dieses Niveau würde darauf hindeuten, dass versucht wird, den Bullenmarkt wiederzubeleben. Auf der Unterseite erwarte ich Käufer im Bereich von etwa 60.600 US-Dollar. Ein Rückfall unter diese Zone könnte BTC schnell in Richtung 58.500 US-Dollar drücken. Das entfernteste Ziel auf der Unterseite läge bei rund 56.100 US-Dollar.
Ethereum
Ein klarer Halt oberhalb von 1.784 Dollar würde einen direkten Weg in Richtung 1.838 Dollar eröffnen. Das weiter entfernte Ziel ist das Hoch nahe 1.901 Dollar; ein Ausbruch darüber würde auf eine Stärkung der bullischen Stimmung und eine Rückkehr des Käuferinteresses hindeuten. Auf der Unterseite erwarte ich Käufer bei 1.725 Dollar. Ein Rückfall unter diesen Bereich könnte ETH schnell in Richtung 1.650 Dollar drücken. Das entfernteste Abwärtsziel läge bei rund 1.573 Dollar.
Was im Chart zu sehen ist
- Die roten Linien stellen Unterstützungs- und Widerstandszonen dar, an denen der Kurs voraussichtlich entweder pausiert oder heftig reagiert.
- Die grüne Linie zeigt den 50‑Tage‑Moving‑Average.
- Die blaue Linie ist der 100‑Tage‑Moving‑Average.
- Die hellgrüne Linie ist der 200‑Tage‑Moving‑Average.
Wenn der Kurs eine dieser gleitenden Durchschnitte testet oder kreuzt, stoppt dies häufig die Bewegung oder sorgt für neuen Schwung im Markt.
