Handelsrückblick und Trading-Empfehlungen für den Euro
Der Test des Niveaus von 1,1409 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was ein gültiges Kaufsignal für den Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar in Richtung des Niveaus von 1,1438.
Wie im Chart zu erkennen ist, erwies sich die morgendliche Rally des US-Dollars als nur von kurzer Dauer, und zur Mitte der Sitzung hatte er seine Gewinne gegenüber risikosensiblen Anlagen wieder abgegeben. Die anfängliche Nachfrage nach dem Dollar, die durch Sorgen über den Konflikt zwischen den USA und Iran ausgelöst worden war, ließ allmählich nach, als sich die Marktstimmung beruhigte. Anleger, die zunächst im Dollar Sicherheit gesucht hatten, richteten ihre Aufmerksamkeit wieder auf höher rentierende Anlagen.
Der Euro und der US-Dollar dürften die zweite Hälfte des Tages überwiegend in Erwartung der Reden der FOMC-Mitglieder Michelle Bowman und Christopher Waller verbringen, da keine weiteren wichtigen US-Konjunkturdaten auf dem Kalender stehen. Unter diesen Umständen wird die Rhetorik der Federal Reserve zum wichtigsten Markttreiber, da sie die Erwartungen hinsichtlich des zukünftigen Zinskurses prägt. Bestätigen Bowman und Waller das Bekenntnis der Fed zu einer restriktiven Geldpolitik, dürfte der US-Dollar tendenziell aufwerten und damit Druck auf den Euro ausüben. Vorsichtigere Äußerungen hingegen könnten die Nachfrage nach dem Dollar dämpfen und der Gemeinschaftswährung die Chance geben, ihre Erholung in Richtung des Wochenhochs auszuweiten.
Was meine Intraday-Trading-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1
Ich kaufe den Euro, wenn der Kurs 1,1446 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1478. Bei 1,1478 plane ich, die Long-Positionen zu schließen und unmittelbar darauf Short-Positionen in Erwägung zu ziehen, in Erwartung eines Rücksetzers von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs.
Der Euro dürfte heute steigen, falls sich Vertreter der Federal Reserve mit dovishen Kommentaren äußern.
Wichtig: Bevor eine Long-Position eröffnet wird, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, weiter anzusteigen.
Szenario Nr. 2
Außerdem plane ich, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs 1,1426 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaars begrenzen und auf eine bullische Trendumkehr hindeuten. In diesem Fall lägen die Aufwärtsziele bei 1,1446 und 1,1478.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1
Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1426 erreicht hat (die rote Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1391. Bei 1,1391 beabsichtige ich, die Short-Positionen zu schließen und unmittelbar darauf Long-Positionen zu prüfen, in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten.
Der Verkaufsdruck dürfte zurückkehren, falls sich Vertreter der Federal Reserve mit hawkishen Kommentaren äußern.
Wichtig: Bevor eine Short-Position eröffnet wird, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, weiter zu fallen.
Szenario Nr. 2
Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn der Kurs 1,1446 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaars begrenzen und eine bärische Trendumkehr auslösen. In diesem Fall lägen die Abwärtsziele bei 1,1426 und 1,1391.

Legende zur Grafik
- Dünne grüne Linie — Einstiegskurs für Kaufpositionen.
- Breite grüne Linie — empfohlene Take-Profit-Marke oder ein Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da weitere Kursgewinne über diesem Niveau als unwahrscheinlich gelten.
- Dünne rote Linie — Einstiegskurs für Verkaufspositionen.
- Breite rote Linie — empfohlene Take-Profit-Marke oder ein Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da weitere Kursrückgänge unter diesem Niveau als unwahrscheinlich gelten.
- MACD-Indikator — beim Einstieg in den Markt ist besonders auf überkaufte und überverkaufte Marktsituationen zu achten.
Wichtig
Anfänger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt besondere Vorsicht walten lassen. Im Allgemeinen ist es ratsam, sich vor wichtigen Wirtschaftsveröffentlichungen aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Das Trading ohne Stop-Loss-Schutz kann sehr schnell zu erheblichen Verlusten führen, insbesondere wenn mit großen Positionsgrößen ohne angemessenes Risikomanagement gehandelt wird.
Schließlich setzt erfolgreiches Trading einen klaren und disziplinierten Handelsplan voraus, wie zum Beispiel den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf aktuellen Marktschwankungen beruhen, sind für Intraday-Händler in der Regel eine Verluststrategie.
