
Das Währungspaar GBP/USD findet in der Nähe von 1,3382 etwas Unterstützung, es fehlt ihm jedoch an Aufwärtsdynamik und es bleibt unter der runden Marke von 1,3400. Allerdings werden die Kassakurse von einer stärkeren Korrektur ausgehend vom Vierwochenhoch um 1,3453 abgehalten, das am Freitag vor dem Hintergrund gemischter fundamentaler Signale erreicht wurde.
Andy Burnham, der frühere Bürgermeister von Greater Manchester, hat die Unterstützung der Mehrheit der Labour-Abgeordneten gewonnen, um Keir Starmer als Premierminister des Vereinigten Königreichs zu ersetzen, was die Sorgen über politische Instabilität etwas gemildert hat. Dies stützt zusammen mit Prognosen einer Zinserhöhung der Bank of England um 25 Basispunkte bis Ende 2026 das britische Pfund. Die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran stärken jedoch den US-Dollar als sicheren Hafen und könnten weitere Kursgewinne des GBP/USD-Paares begrenzen.
Die US-Streitkräfte haben eine neue Angriffswelle gegen den Iran eingeleitet, nachdem die Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) die Schließung der Straße von Hormus verkündet und ein weiteres Handelsschiff in dieser für den Welthandel entscheidenden Wasserstraße angegriffen haben. Teheran hat daraufhin mit einer Reihe von Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region reagiert und damit die Rolle des US-Dollar als sicheren Hafen weiter gestärkt. Zudem haben die steigenden Ölpreise die Inflationssorgen neu belebt und die Erwartungen auf eine Zinserhöhung durch die U.S. Federal Reserve erhöht, was den Dollar zusätzlich unterstützt und das Aufwärtspotenzial des Währungspaares GBP/USD begrenzt.
Am Montag werden weder aus dem Vereinigten Königreich noch aus den USA wichtige Konjunkturdaten erwartet, die den Markt beeinflussen könnten. Daher werden sich die Kassakurse weitgehend an der Entwicklung des Dollars orientieren. Im späteren Verlauf der nordamerikanischen Sitzung richtet sich der Fokus der Anleger auf die Reden einflussreicher Mitglieder des FOMC. Der Markt konzentriert sich jedoch weiterhin in erster Linie auf die jüngsten US-Inflationsdaten, die die Erwartungen in Bezug auf die Geldpolitik der Fed bestimmen werden. Dies könnte in der zweiten Wochenhälfte erhebliche Auswirkungen auf den US-Dollar und das Währungspaar GBP/USD haben.
Aus technischer Sicht hat das Paar unterhalb der 9-Tage-EMA Widerstandskraft gezeigt und versucht derzeit, den Konvergenzbereich der 50-, 100- und 200-Tage-SMA nach oben zu durchbrechen. Gelingt dies, verschafft dies den Bullen einen deutlicheren Vorteil am Markt. Zudem sind die Oszillatoren allmählich in den positiven Bereich vorgedrungen, was darauf hindeutet, dass die Bullen an Stärke gewinnen.
