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FX.co ★ USD/CAD: Kanadische Arbeitsmarktdaten stärken den Loonie

USD/CAD: Kanadische Arbeitsmarktdaten stärken den Loonie

Ende letzter Woche markierte USD/CAD trotz einer allgemeinen Stärkung des US-Dollars ein Drei-Wochen-Tief. Die bärische Dynamik setzt sich am Montag fort, da das Paar erneut nachgibt und sich der Basis der 41er-Marke nähert. Im W1-Zeitrahmen ist deutlich zu erkennen, dass sich USD/CAD bereits in der zweiten Woche in Folge in einem Abwärtstrend befindet. Der kanadische Dollar hat dabei erhebliche Unterstützung erhalten, insbesondere durch die starken Arbeitsmarktdaten, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurden.

USD/CAD: Kanadische Arbeitsmarktdaten stärken den Loonie

Die kanadischen Non-Farm-Daten fielen deutlich stärker aus als vom Markt erwartet, auch wenn der absolute Beschäftigungszuwachs nicht beeindruckend wirkt. Ausschlaggebend war dabei nicht nur die reine Zahlenhöhe, sondern das Gesamtsignal der Veröffentlichung: Der kanadische Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Widerstandskraft trotz anhaltender wirtschaftlicher Risiken.

Zunächst ist der Rückgang der Arbeitslosenquote hervorzuheben. Die Quote sank von 6,6 % auf 6,5 %, während die meisten Analysten für Juni mit einer Stabilisierung auf dem Mai-Niveau gerechnet hatten. Zudem ist dies bereits der zweite Rückgang in Folge nach einem Mehrmonatshoch von 6,9 % im Frühjahr, was auf eine allmähliche Stabilisierung der Lage am Arbeitsmarkt hindeutet.

Im Juni wurden in der kanadischen Volkswirtschaft 18.200 neue Stellen geschaffen, während der Konsens bei rund +10.000 lag. Nach einem sehr starken Bericht für Mai (+87,8 Tsd.) hatten viele Marktteilnehmer mit einer deutlichen Abkühlung gerechnet, doch der Arbeitsmarkt übertraf erneut die Erwartungen. In den vergangenen zwei Monaten hat die kanadische Wirtschaft damit über 100.000 Arbeitsplätze geschaffen und die Sorgen um eine weitere Konjunkturabkühlung deutlich gemildert.

Auch der Inflationsindikator spielte dem Loonie in die Karten. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich um 3,7 %, nach einem Plus von 3,2 % im Vormonat. Das ist von Bedeutung, denn das Wachstum dieses Indikators signalisiert anhaltenden binnenwirtschaftlichen Preisdruck, der von der Konsumnachfrage ausgeht. Bekanntlich erschwert ein persistenter und dynamischer Lohnanstieg eine rasche Rückführung der Inflation auf das Zielniveau.

Die positive Marktreaktion ist nicht nur auf die Dynamik der Schlüsselindikatoren zurückzuführen, sondern auch auf die innere Struktur der Veröffentlichung. So entfiel das Hauptwachstum der Beschäftigung im Juni auf den privaten Sektor (+32.000 Stellen), während der öffentliche Sektor im Gegenzug 31.000 Stellen abbaute. Die Beschäftigungsausweitung im privaten Sektor gilt traditionell als verlässlicherer Indikator für die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft.

Darüber hinaus ist die Verbesserung der Jugendarbeitslosigkeit erwähnenswert. Die entsprechende Quote sank um 0,7 Prozentpunkte auf 12,7 % und trug damit zur „Glättung“ der Gesamtstatistik bei.

Vor der Veröffentlichung der kanadischen Non-Farm-Daten für Juni gingen viele Marktteilnehmer davon aus, dass die Bank of Canada bei einer Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt die Diskussion über zusätzliche Lockerungsmaßnahmen wieder aufnehmen könnte. Die Juni-Daten haben die Wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios jedoch deutlich verringert. Ein robuster Arbeitsmarkt, eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivität und steigende Löhne liefern der Notenbank „eiserne“ Argumente, ihre abwartende Haltung deutlich länger beizubehalten.

Nach Veröffentlichung des Juni-Berichts stiegen die Renditen kanadischer Staatsanleihen, und der kanadische Dollar legte an den Märkten zu, auch gegenüber dem Greenback. De facto passten die Trader ihre Erwartungen in Bezug auf die künftigen Schritte der Bank of Canada an: Das Basisszenario ist nun ein Festhalten an der abwartenden Haltung, während die Erwartungen für mögliche Lockerungsschritte an Kontur verloren haben.

Das vorherrschende fundamentale Umfeld spricht mittelfristig für weitere Rückgänge im Währungspaar USD/CAD. Korrektive Rückläufe sollten als Gelegenheit zum Aufbau von Short-Positionen betrachtet werden.

Die Priorität für Short-Positionen wird auch durch die technische Analyse untermauert. Auf dem Vier-Stunden-Chart notiert das Paar zwischen der mittleren und der unteren Linie des Bollinger-Bänder-Indikators und bleibt unter allen Linien des Ichimoku-Indikators, der ein bärisches „Parade der Linien“-Signal ausgebildet hat. Auf dem Tageschart ist es den Verkäufern von USD/CAD gelungen, die Unterstützungszone bei 1,4170 (mittlere Linie der Bollinger Bänder) zu durchbrechen, sodass sich das Paar nun zwischen der mittleren und der unteren Bollinger-Band-Linie bewegt. Das nächste Ziel für die Abwärtsbewegung liegt im Bereich von 1,4120 (untere Linie der Bollinger Bänder im H4-Zeitrahmen). In diesem Kursbereich bietet es sich an, Gewinne mitzunehmen und eine abwartende Haltung einzunehmen. Sollten die Bären diese Kursbarriere jedoch durchbrechen, läge das nächste Ziel der Abwärtsbewegung bei 1,4050 – einem Niveau, das der unteren Linie der Bollinger Bänder entspricht, die auf dem Tageschart mit der Kijun-sen-Linie zusammenfällt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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