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FX.co ★ EUR/USD – 15. Juli: Trumps Position zur Kontrolle der Straße von Hormus

EUR/USD – 15. Juli: Trumps Position zur Kontrolle der Straße von Hormus

Am Dienstag drehte das Währungspaar EUR/USD erneut zugunsten des Euro und festigte sich oberhalb des 100,0%-Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,1409. Infolgedessen könnte die Aufwärtsbewegung in Richtung des 76,4%-Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,1514 anhalten. Es ist jedoch zu beachten, dass sich um das Niveau von 1,1409 eine große Anzahl von Fehlsignalen gebildet hat und dass EUR/USD in den letzten Wochen überwiegend seitwärts gehandelt wurde.

EUR/USD – 15. Juli: Trumps Position zur Kontrolle der Straße von Hormus

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt trotz der Versuche der Bullen, in den letzten zwei Wochen wieder die Kontrolle zu übernehmen, weiterhin bärisch. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das vorherige Tief unterschritten, während die jüngste Aufwärtswelle den vorherigen Höchststand noch nicht übertroffen hat und sich weiterhin entwickelt. Die geopolitische Lage hat sich erneut verschlechtert, da Iran und die Vereinigten Staaten wieder zu Blockaden der Straße von Hormus und aktiven Militäroperationen übergegangen sind. Erst nach einem Ausbruch über das Hoch bei 1,1620 oder nach der Ausbildung von zwei aufeinanderfolgenden Aufwärtswellen wird man davon ausgehen können, dass der Abwärtstrend beendet ist.

Der Nachrichtenfluss am Dienstag war besonders ereignisreich. Da es mehrere wichtige Entwicklungen gab, lohnt es sich, diese einzeln zu betrachten. Zunächst fiel der US-Inflationsbericht schwächer aus als erwartet. Dieser Bericht ermöglichte es den Bullen, einen weiteren Angriff zu starten, der jedoch nicht ausreichte, um das Währungspaar aus seiner Seitwärtsbewegung zu befreien. Gleichzeitig erklärte Donald Trump, die Vereinigten Staaten müssten die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen, da Iran nicht in der Lage sei, deren Sicherheit zu gewährleisten. Es sei daran erinnert, dass Trump sich wiederholt gegen jegliche von Iran erhobenen Transitgebühren für die Passage durch die Straße ausgesprochen hat. Nach seiner Auffassung ist jedoch das, was für Iran nicht akzeptabel ist, für die Vereinigten Staaten durchaus akzeptabel. Zunächst kündigte Trump an, die USA würden die Sicherheit für Handelsschiffe gewährleisten, die die Straße passieren, und dafür eine Gebühr in Höhe von 20 % des Warenwerts erheben. Später schlug er vor, dass sich noch höhere Einnahmen erzielen ließen, wenn man Länder im Nahen Osten dazu bewege, Handels- und Investitionsabkommen mit den Vereinigten Staaten zu schließen – im Gegenzug für den sicheren Export ihrer Energierohstoffe durch die Straße. Nichts Persönliches – nur Geschäft.

EUR/USD – 15. Juli: Trumps Position zur Kontrolle der Straße von Hormus

Auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich das Paar weiterhin in einer Seitwärtsrange. Eine Konsolidierung oberhalb der Marke von 1,1411 deutet auf weiteres Aufwärtspotenzial hin. Allerdings hat sich die Kursrichtung in den letzten Sitzungen zu häufig geändert, während das gesamte Handelsvolumen verhalten bleibt. Aktuell sind auf keinem Indikator sich entwickelnde Divergenzen zu erkennen. Der abwärtsgerichtete Trendkanal bleibt intakt.

Commitments of Traders (COT)-Bericht:

EUR/USD – 15. Juli: Trumps Position zur Kontrolle der Straße von Hormus

In der letzten Berichts­woche schlossen professionelle Trader 12.228 Long-Positionen und eröffneten 5.098 Short-Positionen. In den sieben Wochen im Februar und März verschwand der überwältigende Vorteil der Bullen aufgrund des Kriegs im Iran, während sich in den vergangenen fünfzehn Wochen die Marktpositionierung mit der Aussetzung der Kampfhandlungen im Nahen Osten weitgehend normalisiert hat. Spekulative Trader halten aktuell 223.000 Long-Positionen und 239.000 Short-Positionen.

Aus langfristiger Sicht stehen große Marktteilnehmer dem Euro nach wie vor positiv gegenüber. Gleichzeitig beeinflusst die Vielzahl globaler Entwicklungen, die die vergangenen Jahre geprägt haben, weiterhin die Anlegerstimmung. Insbesondere bleibt der Fokus der Marktteilnehmer auf der Lage im Nahen Osten, wo die Kampfhandlungen pausieren und Verhandlungen begonnen haben, die letztlich zu einem dauerhaften Frieden führen könnten. Der Markt ignoriert derzeit jedoch sowohl die Verbesserung der geopolitischen Rahmenbedingungen als auch viele andere Faktoren, die den Euro stützen.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Eurozone:

Eurozone

  • Industrieproduktion (09:00 UTC)

Vereinigte Staaten

  • Erzeugerpreisindex (12:30 UTC)
  • Rede des Vorsitzenden der Federal Reserve Kevin Warsh (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 15. Juli umfasst drei anstehende Ereignisse, von denen eines als wichtig eingestuft werden kann. Folglich könnten makroökonomische Entwicklungen in der zweiten Hälfte des Mittwochs die Marktstimmung beeinflussen.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps:

Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, nachdem sich der Kurs im Stundenchart bestätigend oberhalb der Marke von 1,1409 stabilisiert hat, mit einem Kursziel bei 1,1514. Short-Positionen können in Betracht gezogen werden, nachdem sich der Kurs im Stundenchart unterhalb der Marke von 1,1409 gefestigt hat, mit einem Kursziel bei 1,1290. Allerdings bleiben die Marktbewegungen derzeit äußerst schwach, und die Marke von 1,1409 liefert bislang keine verlässlichen Handelssignale.

Die Fibonacci-Retracement-Level sind im Stundenchart von 1,1409 bis 1,1850 und im 4-Stunden-Chart von 1,1411 bis 1,1850 eingezeichnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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