Der US-Dollar könnte weiter an Wert verlieren, wenn sich der Konflikt im Nahen Osten in seinem Umfang begrenzt hält und die Erwartungen an höhere US-Leitzinsen weiter nachlassen.
Die am Dienstag veröffentlichten Daten zum US-Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index, CPI) bestätigten, dass sich die Inflation im Juni gegenüber Mai wie erwartet abgeschwächt hat. Zudem lagen die Zahlen deutlich unter den Markterwartungen und dem Konsens.
Dem Bericht zufolge verlangsamte sich die jährliche Gesamtinflation (Headline CPI) von 4,2 % auf 3,5 %, während ein Wert von 3,8 % erwartet worden war. Auf Monatsbasis fiel der CPI im Juni um 0,4 %, was einer deflationären Entwicklung entspricht und die Prognose eines Rückgangs um 0,1 % deutlich übertraf. Die jährliche Kerninflation (Core CPI) ging von 2,9 % auf 2,6 % zurück und blieb damit unter der Konsensprognose von 2,8 %, während der monatliche Core CPI unverändert blieb, obwohl erwartet worden war, dass er bei 0,2 % verharren würde.
Wenig überraschend setzten diese Daten den US-Dollar trotz der erneuten Eskalation der Spannungen im Nahen Osten erheblich unter Druck. Unter normalen Umständen stützen derartige geopolitische Entwicklungen die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen und stärken seine Position.
Auch die Aktienmärkte profitierten von den schwächeren Inflationsdaten. US-Aktien führten die Kursgewinne an, da die Anleger ihre Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve im weiteren Jahresverlauf zurückschraubten. Der Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen nach dem Inflationsbericht trug ebenfalls zur Schwäche des Dollars und zur verbesserten Stimmung an den Aktienmärkten bei.
Was die Märkte heute erwartet
Die Abwertung des Dollars hat sich vorerst pausiert, da die Anleger auf die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (Producer Price Index, PPI) warten. Der Bericht dürfte den durch die CPI-Daten angezeigten disinflationären Trend bestätigen. Ich rechne damit, dass der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen kurzfristig weiter nachgeben wird. Trotz der aktuellen Atempause dürfte der allmähliche Rückgang des Dollars am Forex-Markt anhalten.
Prognose des Tages


AUD/USD
Das Währungspaar notiert leicht oberhalb der Unterstützungszone bei 0,6990. Eine Konsolidierung über diesem Niveau könnte den Weg in Richtung 0,7070 ebnen. Ein Ausbruch über 0,7003 kann als mögliches Kaufsignal gewertet werden.
NZD/USD
Das Währungspaar notiert unterhalb des Widerstandsbereichs bei 0,5825. Ein bestätigter Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg für einen Anstieg in Richtung 0,5875 freimachen. Ein Anstieg über 0,5829 kann als mögliches Kaufsignal betrachtet werden.
