Handelsanalyse für Mittwoch:
1-Stunden-Chart von GBP/USD

Das Währungspaar GBP/USD setzte seine Aufwärtsbewegung am Mittwoch fort, obwohl es dafür deutlich weniger lokale Gründe gab als am Dienstag. Zur Erinnerung: Am Dienstag wurde in den USA der wichtigste Bericht der Woche – der Inflationsbericht – veröffentlicht. Der Bericht war aufsehenerregend und unerwartet, da die Inflationsrate auf 3,5 % zurückging, was die Federal Reserve dazu veranlassen könnte, ihren „hawkishen“ Kurs in der Geldpolitik zu lockern. Damit ist der Rückgang des Dollars am Dienstag nachvollziehbar. Am Mittwoch hingegen war der einzige interessante Termin der US-Erzeugerpreisindex, der den Dollar ebenfalls nicht unterstützte, da er stärker als erwartet nachließ. Dennoch erschien der Rückgang der US-Währung um 150 Pips übertrieben. Es gab jedoch eine wichtige Einschränkung: Langfristig und unter Berücksichtigung globaler Faktoren hätte das Britische Pfund seine Aufwärtsbewegung ohnehin fortsetzen müssen. Wir sind der Ansicht, dass der US-Dollar im Jahr 2026 alle seine Wachstumstreiber ausgeschöpft hat, sodass das Britische Pfund keine lokalen Gründe mehr für seinen Anstieg benötigt.
5-Minuten-Chart von GBP/USD

Im 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch zwei Handelssignale gebildet. Während der europäischen Handelssession prallte das Paar vom Bereich 1,3380–1,3386 ab, und während der US-Session durchbrach es die Spanne von 1,3456–1,3476. Daher konnten Anfänger im ersten Tageshälfte Long-Positionen eröffnen und diese bis zum Tagesende mit einem Gewinn von etwa 135 Pips schließen.
Handelsanleitung für Donnerstag:
Im Stundenchart hat das GBP/USD-Paar seinen Aufwärtstrend wieder aufgenommen. Der Konflikt im Nahen Osten befindet sich derzeit in einer Pause, aber Iran und die USA bewegen sich auf eine langfristige Konfrontation zu; ein ausgewachsener Krieg ist jedoch bisher nicht wieder aufgeflammt. Wir sind der Ansicht, dass das Pfund in den letzten drei Wochen zu einem fairen Wert zurückgekehrt ist und dass es sich um eine technische Aufwärtsbewegung handelt, die durch die Seitwärtsphase in den höheren Zeitrahmen begründet ist.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen eröffnen, wenn der Kurs vom Bereich 1,3587–1,3598 nach unten abprallt, mit einem Kursziel bei 1,3456–1,3476. Ein Abprall vom Bereich 1,3456–1,3476 nach oben ermöglicht die Eröffnung neuer Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3587–1,3598.
Im 5-Minuten-Chart umfassen die relevanten Handelsmarken 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695. Am Donnerstag werden im Vereinigten Königreich Daten zum BIP und zur Industrieproduktion für Mai veröffentlicht, während in den USA Daten zum Einzelhandelsumsatz und zu Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe anstehen. Wir erwarten keine nennenswerte Marktreaktion auf diese Veröffentlichungen.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung benötigt wird (Abprall oder Ausbruch). Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten weitere Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale erzeugen. Technische Niveaus können in solchen Phasen vernachlässigt werden.
- Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators nur dann gehandelt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf den Einstand nachgezogen werden.
Erläuterungen zu den Charts:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Kursziele bei der Eröffnung von Long- oder Short-Positionen oder als Signalquellen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung verdeutlichen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Konjunkturberichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte deshalb mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt vorübergehend, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
