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FX.co ★ GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Pfund dürfte sich weiter aufwerten

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Pfund dürfte sich weiter aufwerten

GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Das Pfund dürfte sich weiter aufwerten

In den vergangenen Wochen hat GBP/USD kräftige Gewinne verzeichnet, die den Beginn eines neuen Aufwärtstrends markieren könnten. Die Verkäufer haben es in dieser Woche nicht geschafft, die Kontrolle zurückzugewinnen – trotz zweier weiterer Eskalationen im Nahen Osten und des derzeitigen Abbruchs der Verhandlungen.

US-Präsident Donald Trump hat bereits die Genehmigung widerrufen, die Iran im Rahmen des Friedensabkommens Öl exportieren ließ, und die Beschränkungen für iranische Häfen wieder in Kraft gesetzt. Gleichzeitig hat Iran erneut auf seiner Seite die Straße von Hormus blockiert. Damit ist der Waffenstillstand de facto zusammengebrochen, und die Verhandlungen liegen auf Eis.

Trotzdem sind Händler nicht überzeugt, dass es wieder zu einem umfassenden Konflikt kommen wird, da sich ähnliche Situationen in der Vergangenheit bereits mehrfach ereignet haben und beide Seiten letztlich immer wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt sind. Der Markt hat die erneuten geopolitischen Spannungen weitgehend ignoriert, was aus meiner Sicht eine nachvollziehbare Reaktion war.

Stattdessen erhielten die Käufer einen unerwarteten Impuls durch die US-Inflation, die in dieser Woche auf 3,5 % im Jahresvergleich zurückging. Es folgte die Anhörung von Federal-Reserve-Chef Kevin Warsh vor dem Kongress, bei der er es vermied, weitere geldpolitische Straffungen in Aussicht zu stellen. Das löste eine neue Welle der Enttäuschung bei den Dollar-Bullen aus. Infolgedessen ist das Vertrauen, dass die Federal Reserve bereits im September mit einer Straffung der Geldpolitik beginnt, derzeit gering. Bis dahin werden die Märkte zudem ein klareres Bild von der Lage im Nahen Osten, den Herbstpreisen für Öl und Erdgas vor dem Winter sowie der Reaktion der Inflation auf das neue geopolitische und energiepolitische Umfeld haben.

Bemerkenswert ist auch, dass der Markt zunächst davon ausgegangen war, dass die US-Inflation weiter steigen würde, sofern das Federal Open Market Committee (FOMC) nicht eingreift. Diese Sorgen ließen nach, als der Ölpreis auf rund 70 US-Dollar je Barrel fiel. In dieser Woche stieg Öl jedoch auf etwa 87 US-Dollar, und die jüngste Eskalation im Nahen Osten zusammen mit den erneuten Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus könnten die Preise weiter nach oben treiben.

Sollte sich das Geschehen gemäß dem pessimistischsten Szenario entwickeln, könnten die Ölpreise in die Spanne von 100–120 US-Dollar je Barrel zurückkehren. Unter solchen Umständen würden die Hoffnungen auf eine Abschwächung der Inflation in den Vereinigten Staaten oder der Eurozone rasch schwinden. Entwickelt sich die Situation hingegen günstiger, könnten die Ölpreise in den Bereich von 60–70 US-Dollar zurückfallen, wodurch der Bedarf an weiterer geldpolitischer Straffung sinken würde.

Die technische Analyse unterstützte eine Bewegung in Richtung der Marke von 1,3322, und dieses Ziel wurde inzwischen erreicht. Der Kurs holte zunächst Liquidität unter dem Tief vom 6. April und anschließend unter dem Tief vom 31. März ab, was eine solide technische Grundlage für die Erwartung weiterer Zugewinne des Pfunds liefert.

Da dem US-Dollar weiterhin starke langfristige bullische Treiber fehlen und er im Verlauf des Jahres 2026 bereits beachtliche Gewinne verzeichnet hat, halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Verkäufer die Kontrolle nachhaltig zurückerlangen. In der vergangenen Woche hat sich zudem Bullish Imbalance 23 gebildet, und der Kurs hat zweimal darauf reagiert, wodurch sich für Trader Chancen zur Eröffnung von Long-Positionen ergaben. Bearish Imbalance 21 ist inzwischen hinfällig geworden. Daher rechne ich entweder mit einer Fortsetzung des aktuellen Anstiegs oder mit einer Wiederaufnahme des Aufwärtstrends nach einer korrektiven Gegenbewegung.

Derzeit bleiben die Marktteilnehmer in Bezug auf geopolitische Schlagzeilen sehr vorsichtig. Sollten Iran und die Vereinigten Staaten großangelegte Militäroperationen wieder aufnehmen, könnten die Verkäufer die Initiative zurückgewinnen. Allerdings halten nur wenige Marktteilnehmer dieses Szenario im Moment für wahrscheinlich. Somit ist der einzige nennenswerte Faktor, der den US-Dollar derzeit stützt, die Möglichkeit zusätzlicher geldpolitischer Straffung durch das FOMC.

Der Wirtschafts­kalender am Donnerstag hatte nur geringe Auswirkungen auf den Handel. Das Vereinigte Königreich veröffentlichte Daten zum BIP und zur Industrieproduktion, während die Vereinigten Staaten Zahlen zum Einzelhandelsumsatz und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe präsentierten. Keiner dieser Berichte löste eine nennenswerte Marktreaktion aus.

Insgesamt spricht das übergeordnete fundamentale Umfeld weiterhin für einen schwächeren US-Dollar auf längere Sicht. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im Jahr 2026 haben diese Einschätzung wesentlich verändert. Geopolitische Spannungen haben die Attraktivität des Dollars als „sicherer Hafen“ vorübergehend erhöht, doch die intensivste Phase des Konflikts liegt inzwischen hinter uns.

Die Federal Reserve beabsichtigt zwar nach wie vor, die Zinsen im Verlauf des Jahres 2026 anzuheben, was den Dollar grundsätzlich stützt. Eine straffere Geldpolitik dürfte jedoch auch das Wirtschaftswachstum und die Aktivität am Arbeitsmarkt bremsen. Zudem wurde Kevin Warsh von Donald Trump mit der Erwartung ernannt, dass er letztlich eine lockerere Politik verfolgen würde als Jerome Powell. Daher dürfte meines Erachtens jede weitere Aufwertung des US-Dollars eher vorübergehend sein und keinen Beginn eines dauerhaften Trends markieren.

Wirtschaftskalender (Vereinigte Staaten und Vereinigtes Königreich)

Vereinigte Staaten

  • Building Permits (12:30 UTC)
  • Housing Starts (12:30 UTC)
  • Industrial Production (13:15 UTC)
  • University of Michigan Consumer Sentiment Index (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 17. Juli umfasst vier Veröffentlichungen, von denen ich keine für besonders bedeutend halte. Daher dürften die makroökonomischen Daten am Freitag nur begrenzten Einfluss auf die Marktstimmung haben, vor allem in der zweiten Tageshälfte.

GBP/USD-Prognose und Trading-Tipps

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt bullisch. Nach den beiden jüngsten Liquiditätssweeps unter den letzten Swing-Tiefs haben die Käufer die Initiative zurückgewonnen. Zwar könnte das Pfund seinen Rückgang in Richtung der Marke von 1,3007 wieder aufnehmen – dem Niveau, bei dessen Unterschreitung der aktuelle Aufwärtstrend als negiert gelten würde –, doch hierfür wären neue bearishe technische Signale erforderlich.

Da Bearish Imbalance 21 hinfällig geworden ist, liegt ein solches Signal derzeit nicht vor. Die Käufer profitieren weiterhin von den beiden Liquiditätssweeps sowie von Bullish Imbalance 23. Der Kurs hat bereits auf diese Imbalance reagiert, und die nächsten Aufwärtsziele sind die Hochs vom 1. Mai und 27. Januar bei 1,3656 bzw. 1,3867.

Eine neue Bullish Imbalance könnte sich zudem bereits mit dem heutigen Tagesschlusskurs nach der starken Rallye des Pfunds am Mittwoch ausbilden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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