logo

FX.co ★ GBP/USD – Smart Money Analyse: Das Pfund nähert sich einem Aufwärtstrend

GBP/USD – Smart Money Analyse: Das Pfund nähert sich einem Aufwärtstrend

GBP/USD – Smart Money Analyse: Das Pfund nähert sich einem Aufwärtstrend

Das Währungspaar GBP/USD hat in den letzten Wochen kräftige Gewinne verbucht, was den Beginn eines neuen Aufwärtstrends markieren könnte. In dieser Woche waren die Bären nicht in der Lage, von den Ereignissen zu profitieren, obwohl es im Nahen Osten zu zwei weiteren Eskalationen kam und die Verhandlungen erneut in einer Sackgasse endeten.

Donald Trump hat Irans Genehmigung zur Ölexportation im Rahmen des Friedensabkommens bereits widerrufen und die Beschränkungen für iranische Häfen wieder eingeführt. Gleichzeitig hat Iran die Straße von Hormus von seiner Seite aus erneut geschlossen. Die Vereinigten Staaten fliegen nun seit fast einer Woche Angriffe gegen Iran, während Donald Trump weiterhin zusätzliche Militäraktionen ankündigt. Wie wir sehen, gibt es faktisch keinen echten Waffenstillstand.

Derzeit glauben die Händler nicht, dass sich der Konflikt zu einem ausgewachsenen Krieg ausweiten wird, da ähnliche Situationen bereits mehrfach vorgekommen sind. In der Realität jedoch haben die Feindseligkeiten bereits wieder begonnen. Dennoch wurde der geopolitische Faktor weitgehend zwischen Februar und Mai eingepreist. Daher dürften nur außergewöhnlich gravierende Entwicklungen im Nahen Osten die Anleger erneut dazu veranlassen, den US-Dollar wegen seines Status als „sicherer Hafen“ zu kaufen.

In dieser Woche erhielten die Bullen einen unerwarteten Schub, als sich die US-Inflation auf 3,5 % verlangsamte. Kurz darauf verzichtete Kevin Warsh während seiner Anhörung vor dem Kongress darauf, weitere geldpolitische Straffungen in Aussicht zu stellen, was eine neue Welle der Enttäuschung unter den Dollar-Bullen auslöste. Infolgedessen gibt es nun keine Sicherheit mehr, dass die Federal Reserve ihre Geldpolitik bereits im September zu straffen beginnt.

Bis September dürfte der Markt außerdem ein deutlich klareres Bild vom Verlauf des Konflikts im Nahen Osten, von den Öl- und Erdgaspreisen im Herbst vor dem Winter sowie von der Reaktion der Inflation auf das sich wandelnde Energie- und geopolitische Umfeld haben.

Zunächst war der Markt davon ausgegangen, dass die US-Inflation weiter steigen würde, sofern das FOMC nicht eingreift. Später ließen die Sorgen über weitere Preissteigerungen nach, als der Ölpreis auf etwa 70 US-Dollar pro Barrel fiel. In dieser Woche stieg Öl jedoch in die Spanne von 85–87 US-Dollar, und die erneute Eskalation im Nahen Osten sowie die Blockade der Straße von Hormus könnten die Preise noch weiter nach oben treiben.

Sollten sich die Ereignisse im pessimistischsten Szenario entwickeln, könnte Öl wieder in die Spanne von 100–120 US-Dollar pro Barrel zurückkehren. Unter solchen Umständen wäre eine nennenswerte Verlangsamung der Inflation sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in der Eurozone höchst unwahrscheinlich. Entwickelt sich die Lage hingegen in einem optimistischeren Szenario, könnten die Ölpreise wieder auf 60–70 US-Dollar fallen, was den Bedarf an weiterer geldpolitischer Straffung verringern würde.

Die technische Analyse zeigt, dass die Bullen weiterhin die Kontrolle haben und ihren Vormarsch fortsetzen könnten. Der Kurs hat zunächst die Liquidität unter dem Tief vom 6. April und anschließend unter dem Tief vom 31. März abgeholt. Daher gab es aus technischer Sicht in den vergangenen Wochen triftige Gründe, mit weiterer Stärke des Pfund zu rechnen.

Angesichts der Tatsache, dass dem US-Dollar trotz seiner beeindruckenden Gewinne im Jahr 2026 weiterhin überzeugende langfristige bullische Treiber fehlen, halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Bären die Kontrolle zurückerlangen. Zudem hat sich in der vergangenen Woche Bullish Imbalance 23 gebildet, auf die der Kurs bereits zweimal reagiert hat und damit den Händlern Gelegenheiten zum Eingehen von Long-Positionen bot. Bearish Imbalance 21 ist inzwischen ungültig geworden.

Daher erwarte ich entweder eine Fortsetzung des Aufwärtstrends des Pfund oder eine Wiederaufnahme des Aufschwungs nach der Korrekturbewegung der letzten beiden Handelssitzungen. Außerdem ist am Donnerstag eine neue bullische Imbalance entstanden. Sie ist allerdings relativ klein, weshalb ich sie auf dem Chart noch nicht eingezeichnet habe. Dennoch besteht im Bereich 1,3440–1,3460 eine Kurslücke, die weiterhin die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich ziehen könnte.

Der Wirtschaftskalender am Freitag war relativ ereignisarm. Im Vereinigten Königreich wurden keine wichtigen Daten veröffentlicht, während mehrere US-Berichte kaum Einfluss auf die Marktstimmung hatten. Der Handel in dieser Woche wurde von den Inflationsdaten dominiert, die die Aussichten für den US-Dollar deutlich eingetrübt haben.

Insgesamt führt das übergeordnete fundamentale Umfeld mich weiterhin zu der Erwartung, dass der US-Dollar langfristig weiter an Wert verlieren dürfte. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit von Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026 haben diese Einschätzung wesentlich verändert.

Die geopolitischen Spannungen haben den Markt vorübergehend an die Rolle des Dollars als sicheren Hafen erinnert, doch der Konflikt hat seine aktivste Phase bereits hinter sich gelassen. Zwar beabsichtigt die Federal Reserve, die Zinsen im Laufe des Jahres 2026 anzuheben, was den Dollar grundsätzlich stützt, doch eine straffere Geldpolitik würde zugleich das Wirtschaftswachstum bremsen und den Arbeitsmarkt schwächen.

Man sollte zudem nicht vergessen, dass Kevin Warsh von Donald Trump an die Spitze des FOMC berufen wurde, weil von ihm eine lockerere Geldpolitik als von Jerome Powell erwartet wurde. Folglich sollten Kursgewinne des US-Dollar meiner Ansicht nach eher als vorübergehend und nicht als Beginn eines nachhaltigen langfristigen Aufwärtstrends betrachtet werden.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich

Der Wirtschaftskalender für den 20. Juli sieht keine bedeutenden Veröffentlichungen vor. Daher ist am Montag nicht damit zu rechnen, dass makroökonomische Daten die Marktstimmung beeinflussen werden.

GBP/USD-Prognose und Handelsempfehlungen

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt bullisch. Nach den Liquiditätssweeps unter den beiden jüngsten Swing-Tiefs haben die Bullen die Kontrolle über den Markt zurückgewonnen.

Das Pfund könnte seinen Rückgang in Richtung 1,3007 wieder aufnehmen – jenem Niveau, bei dessen Unterschreiten der übergeordnete Aufwärtstrend negiert würde –, doch hierfür wären neue bärische technische Signale erforderlich. Da Bearish Imbalance 21 bereits ungültig geworden ist, liegt ein solches Signal derzeit nicht vor.

Das bullische Szenario wird durch zwei Liquiditätssweeps sowie durch Bullish Imbalance 23 gestützt. Der Kurs hat bereits auf Imbalance 23 reagiert, während die nächsten Aufwärtsziele in den Hochs vom 1. Mai (1,3656) und vom 27. Januar (1,3867) liegen.

Nach der starken Rallye des Pfund am Mittwoch hat sich gestern außerdem eine neue Bullish Imbalance gebildet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
Go to the articles list Go to this author's articles Open trading account