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FX.co ★ Überblick über das Währungspaar EUR/USD. Wöchentliche Vorschau. EZB-Sitzung und Chancen für den Euro

Überblick über das Währungspaar EUR/USD. Wöchentliche Vorschau. EZB-Sitzung und Chancen für den Euro

Überblick über das Währungspaar EUR/USD. Wöchentliche Vorschau. EZB-Sitzung und Chancen für den Euro

Das Währungspaar EUR/USD bewegte sich am Montag nur sehr verhalten. Insgesamt überrascht ein derartiges Marktverhalten und eine solche Bewegung des Paares inzwischen niemanden mehr, denn wir beobachten nun schon seit vier Wochen in Folge die schwächste Aufwärtskorrektur, die nahezu der Definition einer Seitwärtsphase („Flat“) entspricht. In der Abbildung unten ist deutlich zu erkennen, dass die Volatilität in den letzten 12 Tagen nur dreimal mehr als 50 Pips betrug. Damit gibt es faktisch keine Marktbewegung, keinen Trend, und Handel ergibt im Grunde nur für sehr langfristige Perspektiven oder für Scalping auf den kleinsten Zeitebenen Sinn.

Die aktuelle Stärke der europäischen Währung wirkt nach wie vor lediglich wie eine gewöhnliche Korrektur – so schwach ist sie ausgeprägt. Betrachtet man ausschließlich den Charakter der Bewegung des Paares im 4-Stunden-Chart, sieht es eher danach aus, als bereite sich der Markt auf eine neue Verkaufswelle vor. Auf dem Wochenchart ergibt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Erstens hat das Paar eine klassische dreiwellige Korrektur ausgebildet, und dafür muss man nicht einmal Analyst sein, um sie zu erkennen. Zweitens befindet sich der Kurs nahe mehrerer jüngster lokaler Tiefs, was eine Bereinigung der Liquidität (Liquidity Removal) befürchten lässt. Drittens bleibt der globale Aufwärtstrend weiterhin intakt. Viertens bewegte sich das Paar im vergangenen Jahr überwiegend seitwärts. Somit ist das Bild im langfristigen Chart im Gegenteil eher bullisch, und die aktuellen Niveaus wirken aus Sicht von Käufern sehr attraktiv.

Die zentrale Frage, die sich Trader stellen sollten, lautet: Auf welcher Grundlage kann der Dollar weiter zulegen? Im Jahr 2026 begann das „neue Jahr“ für die amerikanische Währung etwa im Februar, als Donald Trump den Krieg gegen den Iran auslöste. Dieser Faktor lieferte dem US-Dollar kräftige Unterstützung. Wären die Kriege im Nahen Osten nicht ausgebrochen, würde das EUR/USD-Paar inzwischen bereits über 1,20 US-Dollar notieren. Zur Erinnerung: Im Januar wurde ein neues Vierjahreshoch markiert, und die meisten Experten sagten dem Dollar ein weiteres schwieriges Jahr voraus.

Jetzt haben wir Juli, und der Markt reagiert kaum noch auf geopolitische Ereignisse, da jeder Faktor ein Verfallsdatum hat. Mit anderen Worten: Selbst wenn der Krieg im Nahen Osten noch ein weiteres Jahr andauert, ist es eher unwahrscheinlich, dass der Dollar während dieses gesamten Zeitraums weiter aufwerten wird. Die ersten Monate eines geopolitischen Konflikts sind eine Phase, in der Kapital aus risikoreichen Anlagen flieht, die negativ betroffen sein könnten. Doch einige Monate nach Ausbruch des Konflikts ist das Kapital, das „fliehen“ wollte, längst abgeflossen. Daher sehen wir nach wie vor keine Grundlage für einen langfristigen Aufwärtstrend des Dollars.

In dieser Woche findet eine Sitzung der Europäischen Zentralbank statt, die sowohl ein zentrales als auch ein etwas nachrangiges Ereignis ist. Zentral ist sie, weil sie vom Titel her das wichtigste Ereignis darstellt. Nachrangig ist sie, weil die EZB aller Voraussicht nach keine bedeutenden Entscheidungen treffen wird und der Markt derzeit einen großen Teil der makroökonomischen und fundamentalen Faktoren bereitwillig ignoriert. Zur Erinnerung: Vor eineinhalb Monaten hat die EZB ihre Geldpolitik gestrafft, was bei den Tradern praktisch keinerlei Resonanz fand. Im Gegensatz dazu wurde die bloße Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed mit doppelter Intensität eingepreist. Deshalb gehen wir davon aus, dass ein möglicher Anstieg des Euro eher unabhängig von der EZB oder anderen wichtigen Ereignissen einsetzen wird. Schauen Sie sich den Anstieg des britischen Pfunds in den vergangenen Wochen an – er begann scheinbar aus dem Nichts. Mit dem Euro dürfte es ähnlich laufen.

Überblick über das Währungspaar EUR/USD. Wöchentliche Vorschau. EZB-Sitzung und Chancen für den Euro

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares EUR/USD in den letzten fünf Handelstagen mit Stand vom 21. Juli beträgt 56 Pips und wird als „durchschnittlich“ eingestuft. Wir erwarten, dass sich das Paar am Dienstag in einer Spanne zwischen 1,1354 und 1,1466 bewegt. Der obere Kanal der linearen Regression ist nach unten gerichtet, was auf die Fortsetzung des Abwärtstrends hinweist. Der CCI-Indikator ist in den überverkauften Bereich eingetreten und hat zwei „bullische“ Divergenzen ausgebildet, was auf ein mögliches Ende des Abwärtstrends hindeutet.

Nächste Unterstützungszonen:

S1 – 1,1414

S2 – 1,1353

S3 – 1,1292

Nächste Widerstandszonen:

R1 – 1,1475

R2 – 1,1536

R3 – 1,1597

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar EUR/USD befindet sich weiterhin in einem Abwärtstrend, der vermutlich eine Korrektur innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends darstellt, wie im Tages- oder Wochenschart deutlich zu erkennen ist. Das übergeordnete fundamentale Umfeld für den Dollar bleibt negativ, doch im Jahr 2026 sorgten zunächst geopolitische Faktoren und anschließend der „hawkishe“ Ton der Federal Reserve für starke Unterstützung der US-Währung. Solange sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt befindet, können Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1380 und 1,1353 in Betracht gezogen werden. Oberhalb der Linie des gleitenden Durchschnitts sind Long-Positionen mit Zielen bei 1,1466 und 1,1536 relevant. Der Markt verharrt seit vier aufeinanderfolgenden Wochen in einer Seitwärtsbewegung.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, ist der Trend derzeit stark.
  • Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, „smoothed“) zeigt den kurzfristigen Trend sowie die Handelsrichtung an.
  • Murray-Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) markieren auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren den wahrscheinlichen Preiskanal, in dem sich das Paar am nächsten Tag bewegen wird.
  • Wenn der CCI-Indikator in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) eintritt, deutet dies auf eine bevorstehende Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung hin.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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