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FX.co ★ GBP/USD: Wichtige Kursmarken im Fokus, da politische Unsicherheit auf ein restriktives BoE-Risiko trifft

GBP/USD: Wichtige Kursmarken im Fokus, da politische Unsicherheit auf ein restriktives BoE-Risiko trifft

GBP/USD: Wichtige Kursmarken im Fokus, da politische Unsicherheit auf ein restriktives BoE-Risiko trifft

Siehe auch: InstaForex-Handelsindikatoren für GBP/USD

Zu Beginn der US-Session am Dienstag konsolidierte sich GBP/USD in der Nähe der wichtigen Unterstützung bei 1,3400 nach drei aufeinanderfolgenden Verlustsitzungen. Das Pfund steht gleichzeitig durch mehrere Faktoren unter Druck: den Wechsel der politischen Führung im Vereinigten Königreich, zunehmende Fragen zur Fiskalpolitik der neuen Regierung und die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Das Währungspaar hat sich von den jüngsten Höchstständen nahe 1,3550 zurückgezogen, und der Markt preist die Folgen des politischen Wechsels im Vereinigten Königreich sowie die makroökonomischen Veröffentlichungen ein.

GBP/USD: Wichtige Kursmarken im Fokus, da politische Unsicherheit auf ein restriktives BoE-Risiko trifft

Der Haupttreiber für den Druck auf das Pfund ist die politische Unsicherheit. Andy Burnham ist offiziell der siebte britische Premierminister im vergangenen Jahrzehnt geworden. Obwohl der neue Premierminister seine Verpflichtung zu fiskalischen Regeln bekräftigt hat, haben seine Äußerungen über „Flexibilität“ bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Entlastung der Lebenshaltungskosten den Markt für Staatsanleihen verunsichert. Anleger befürchten, dass eine wachsende Liste von Ausgabenzusagen zu einer höheren Staatsverschuldung führen könnte.

Fundamentaler Hintergrund: politische Unsicherheit und Arbeitsmarktdaten

Politische Unsicherheit lastet auf dem Pfund. Die Ernennung von John Hilli zum Chancellor wurde von den Märkten zunächst positiv aufgenommen, doch spätere Signale größerer Flexibilität in der Haushaltspolitik haben Investoren verunsichert. Die Renditeprämie britischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen liegt mit rund 140 Basispunkten nahe den Höchstständen während der Truss-Krise im September 2022. Das Haushaltsdefizit für April bis Juni in Höhe von 2,7 Mrd. £ übertraf die Prognosen des Office for Budget Responsibility, was auf Mehrausgaben von 3,6 Mrd. £ zurückzuführen ist.

Die Arbeitsmarktdaten fielen besser aus als erwartet, dämpften aber den Inflationsdruck. Wie aus den heute Morgen veröffentlichten Daten hervorgeht, blieb die ILO-Arbeitslosenquote für die drei Monate bis Mai bei 4,9 %, während ein Anstieg auf 5,0 % erwartet worden war. Der Zuwachs bei den neuen Arbeitslosenanträgen belief sich im Juni auf 6.700 und lag damit deutlich unter den 31.200 im Mai. Allerdings hat sich das Lohnwachstum stärker als erwartet verlangsamt: Das Lohnwachstum im Privatsektor sank auf 2,9 % im Jahresvergleich und damit auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2020. Das deutet auf nachlassenden Inflationsdruck hin und kompensiert den positiven Effekt einer stabilen Arbeitslosenquote.

Geopolitischer Faktor. Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran sowie die Huthi-Drohungen im Roten Meer halten die Ölpreise auf erhöhtem Niveau, was den Inflationsdruck verstärkt und die Erwartung an länger anhaltend hohe Zinsen stützt. Das setzt das Pfund zusätzlich unter Druck, da das Vereinigte Königreich Nettoenergieimporteur ist.

Kurzer technischer Ausblick

GBP/USD: Wichtige Kursmarken im Fokus, da politische Unsicherheit auf ein restriktives BoE-Risiko trifft

Technisch betrachtet behält GBP/USD kurzfristig eine bärische Tendenz bei, während der mittelfristige Trend weiterhin aufwärts gerichtet ist. Im Tageschart testet der Kurs die 144-Tage-EMA sowie die runde Marke bei 1,3400 und notiert oberhalb einer starken Unterstützungszone bei 1,3380–1,3385 (EMA50 und EMA200). Die Position der steigenden EMA200 im 4-Stunden-Chart (1,3377) unterhalb des Kurses bestätigt zudem eine bullische Struktur.

Der wahrscheinlichste Verlauf ist eine volatile Konsolidierung in der Spanne 1,3370–1,3460, wobei das Risiko weiterer Rückgänge bestehen bleibt, falls sich die haushaltspolitischen Sorgen verschärfen oder die Inflationsdaten enttäuschen.

Wichtige Ereignisse in dieser Woche

Datum

Ereignis

Prognose

Möglicher Einfluss auf GBP/USD

22. Juli

UK CPI (Juni)

2,7 % j/j, 0,1 % m/m

Über der Prognose = Unterstützung für GBP (hawkisher BoE); darunter = Belastung

24. Juli

UK RPI (Juni)

Indirekter Einfluss über Inflationserwartungen

22. Juli

UK PPI (Juni)

zusätzlicher Indikator für Inflationsdruck

24. Juli

US-Verkäufe bestehender Häuser (Juni)

5,50 Millionen

Starke Daten = Unterstützung für USD; schwache = Unterstützung für GBP

24. Juli

Vorläufige PMI-Daten für UK, Euroraum und USA (Juli)

Signale zur konjunkturellen Lage

Starke Werte = Unterstützung für die jeweiligen nationalen Währungen

23. Juli

Verbrauchervertrauen in der Eurozone (Juli)

Indirekter Einfluss über EUR und Kreuzkurse.

24. Juli

University of Michigan Consumer Sentiment (final)

Bestätigung der vorläufigen Daten

Beeinflusst Erwartungen zu Konsumausgaben und Inflation.

29. Juli

BoE-Sitzung

Zinssatz unverändert bei 3,75 %

Dovishe Signale = Druck auf GBP; hawkishe = Unterstützung

Wichtige Faktoren im Blick

UK-Inflation (22. Juli). Dies ist das Hauptereignis der Woche für GBP. Fällt der CPI höher als prognostiziert aus (2,7 %+), stärkt das die Erwartungen einer Straffung durch die BoE und stützt das Pfund. Verlangsamt sich die Inflation stärker als erwartet, könnte GBP/USD in Richtung 1,3370 und tiefer fallen.

GBP/USD: Wichtige Kursmarken im Fokus, da politische Unsicherheit auf ein restriktives BoE-Risiko trifft

Finanzpolitik der neuen Regierung. Die Märkte werden alle Aussagen des neuen Premierministers Andy Burnham und des Finanzministers John Hilli zur Haushaltspolitik genau verfolgen. Hinweise auf steigende Ausgaben könnten das Pfund unter Druck setzen, während die Bestätigung einer Verpflichtung zu fiskalischer Disziplin die Währung unterstützen würde.

Geopolitische Lage. Die Entwicklung des Konflikts zwischen den USA und Iran sowie die Drohungen der Huthi im Roten Meer werden weiterhin die Ölpreise und die Risikobereitschaft beeinflussen und damit indirekt auf GBP/USD wirken.

Vorläufige Einkaufsmanagerindizes (24. Juli). Diese Indikatoren geben Aufschluss über die wirtschaftliche Lage im Vereinigten Königreich, im Euroraum und in den USA im Juli. Starke Daten aus dem Vereinigten Königreich würden das Pfund stützen, während schwache US-Daten den Dollar schwächen und das Währungspaar unterstützen würden.

Fazit und Empfehlungen für Anleger

GBP/USD befindet sich in einer entscheidenden Phase, in der ein Aufwärtsimpuls aus einem stabilen Arbeitsmarkt und der Erwartung einer straffen Geldpolitik der Bank of England auf Abwärtsdruck durch politische Unsicherheit und geopolitische Risiken trifft. Die Schlüsselmarke von 1,3385 bleibt die zentrale Trennlinie für die kurzfristige Dynamik. In dieser Woche wird sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die britischen Inflationsdaten richten, die dem Währungspaar einen neuen Impuls geben könnten.

Für kurzfristige Trader: Short-Positionen bei einem Bruch unter 1,3385 mit Kurszielen bei 1,3360–1,3320. Long-Positionen sollten nur in Betracht gezogen werden, wenn ein Schlusskurs über 1,3460 vorliegt, der durch Fundamentaldaten bestätigt wird.

Für mittelfristige Anleger: Eine abwartende Haltung einnehmen, bis die Finanzpolitik und die Inflationsdaten klarer sind. Eine Korrektur in den Bereich 1,3320–1,3360 kann für Einstiege auf der Long-Seite genutzt werden, sofern der straffe Kurs der BoE anhält.

Risikomanagement: Angesichts der hohen Volatilität im Zusammenhang mit politischen Ereignissen und makroökonomischen Veröffentlichungen vorsichtig bleiben. Eine konsequente Stop-Loss-Disziplin einhalten und die Entwicklungen im Vereinigten Königreich sowie die Kommentare von Vertretern der Bank of England aufmerksam verfolgen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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