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FX.co ★ Ausblick für EUR/USD am 22. Juli: EUR schwankt, da Geopolitik und die FOMC-Narrative sich verändern

Ausblick für EUR/USD am 22. Juli: EUR schwankt, da Geopolitik und die FOMC-Narrative sich verändern

Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Rückgang am Dienstag in Richtung des 23,6 %-Fibonacci-Korrekturlevels bei 1,1395 fort, nachdem es zuvor vom 50,0 %-Fibo-Level bei 1,1472 nach oben abgeprallt war, und erreichte dieses Ziel bis zum Ende des Tages. Ein erneuter Aufschwung der Notierungen von 1,1395 aus würde den Euro unterstützen und eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung in Richtung 1,1472 begünstigen. Ein Schlusskurs unterhalb von 1,1395 könnte hingegen das Ende der aktuellen Handelsspanne signalisieren und eine Fortsetzung des Rückgangs in Richtung des 0,0 %-Korrekturlevels bei 1,1325 ermöglichen.

Ausblick für EUR/USD am 22. Juli: EUR schwankt, da Geopolitik und die FOMC-Narrative sich verändern

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt bärisch, trotz eines lang anhaltenden (wenn auch schwachen) bullischen Vorstoßes. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat das vorherige Hoch nur um wenige Pips überschritten, während die jüngste Abwärtswelle das vorherige Tief noch nicht durchbrochen hat. Die geopolitische Lage verschlechtert sich erneut, da Iran und die Vereinigten Staaten ihre Blockaden der Straße von Hormus und aktive militärische Maßnahmen wieder aufgenommen haben. Vom Ende des Abwärtstrends kann man erst sprechen, wenn das Hoch bei 1,1473 überwunden wird, doch die Bullen zeigen nun schon seit drei Wochen Schwäche.

Der Nachrichtenfluss am Dienstag hat bei den Händlern keinerlei Reaktion ausgelöst. Die ZEW-Konjunkturerwartungsindizes für Deutschland und die EU wurden ignoriert, und auf neue Drohungen von Donald Trump gegen Iran reagieren die Marktteilnehmer nicht mehr. Geopolitik war am Dienstag das einzige Thema, das die Aufmerksamkeit der Händler hätte auf sich ziehen können, aber sie entschieden sich dagegen, sich darauf zu konzentrieren. Der Krieg im Nahen Osten geht weiter, und mehr muss dazu nicht gesagt werden. Der Ölpreis steigt wieder, und mehr muss dazu nicht gesagt werden. Die Inflation dürfte sich im Juli sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Euroraum beschleunigen, was die Zentralbanken zwingen wird, ihren Spielraum für eine Straffung der Geldpolitik neu zu bewerten. Damit erscheinen die Aussichten für die Bären derzeit etwas attraktiver, allerdings nur, weil die Fed zur Diskussion einer weiteren Straffung zurückkehren könnte; der Markt schenkt den geldpolitischen Einschränkungen der EZB keine Beachtung, und der geopolitische Konflikt stützt den sicheren Hafen US-Dollar. Zugleich haben die Händler einen Großteil des geopolitischen Risikos für das gesamte Jahr 2026 bereits eingepreist, der Dollar hat in den vergangenen Monaten zugelegt, und das negativste Szenario ist bereits in den Kursen enthalten. Ich rechne nicht mit einer kräftigen Rally des US-Dollar.

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Im 4‑Stunden‑Chart bewegt sich das Währungspaar seitwärts. Ein Schlusskurs über 1,1411 würde weiteres Aufwärtspotenzial unterstützen, doch der Kurs hat in letzter Zeit zu häufig die Richtung gewechselt, und die Marktteilnehmer bleiben zurückhaltend. Aktuell sind bei keinem Indikator neue Divergenzen erkennbar. Der Abwärtstrendkanal bleibt intakt.

Commitments of Traders (COT) Report:

Ausblick für EUR/USD am 22. Juli: EUR schwankt, da Geopolitik und die FOMC-Narrative sich verändern

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Marktteilnehmer 6.877 Long-Kontrakte und 3.255 Short-Kontrakte. Im Februar und März ist der zuvor deutliche Vorteil der Bullen innerhalb von sieben Wochen infolge des Kriegs mit Iran verpufft, und in den vergangenen sechzehn Wochen hat sich die Lage vor dem Hintergrund eines fragilen Waffenstillstands und der Hoffnung auf ein Ende des Konflikts eingependelt. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Kontrakte liegt nun bei 230.000, die der Short-Kontrakte bei 245.000.

Auf längere Sicht zeigen große Marktteilnehmer insgesamt weiterhin ein beträchtliches Interesse am Euro. Selbstverständlich beeinflussen die verschiedensten weltweiten Ereignisse – an denen es in den vergangenen Jahren keinen Mangel gab – die Anlegerstimmung. Der Markt verfolgt insbesondere die Entwicklungen im Nahen Osten, wo der Krieg mal endet und dann wieder aufflammt. Zunächst ignorierte der Markt den Waffenstillstand, anschließend die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen. Infolgedessen bestimmt die Geopolitik nicht mehr einseitig das Schicksal des US-Dollars.

Wirtschaftskalender für die USA und den Euroraum:

Am 22. Juli enthält der Wirtschaftskalender keine relevanten Veröffentlichungen. Die Konjunkturdaten werden die Marktstimmung am Mittwoch nicht beeinflussen.

Prognose für EUR/USD und Trading-Empfehlungen:

Long-Positionen sind heute bei einer Erholung vom Niveau 1,1395 im Stundenchart mit Kurszielen bei 1,1438 und 1,1472 möglich. Neue Short-Positionen kommen bei einem Stundenschlusskurs unterhalb von 1,1395 mit einem Ziel bei 1,1325 in Betracht. Die Marktbewegungen bleiben weiterhin ausgesprochen schwach.

Die Fibonacci-Raster sind im Stundenchart von 1,1620 bis 1,1325 und im 4‑Stunden-Chart von 1,1411 bis 1,1850 eingezeichnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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