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FX.co ★ GBP/USD - Smart-Money-Analyse: Wie viel weiter könnte das Pfund fallen?

GBP/USD - Smart-Money-Analyse: Wie viel weiter könnte das Pfund fallen?

GBP/USD - Smart-Money-Analyse: Wie viel weiter könnte das Pfund fallen?

GBP/USD hat in den vergangenen Wochen kräftige Gewinne verzeichnet – eine Bewegung, die den Beginn eines neuen Aufwärtstrends markieren könnte. Allerdings haben die Bullen zuletzt eine Pause eingelegt, was dem Paar etwas Raum für eine Korrektur nach unten verschafft hat. Die Rally war außergewöhnlich steil, und derartige Bewegungen halten sich selten ohne anschließende Gegenbewegung. Die bereits laufende Korrektur könnte sich daher in den kommenden Wochen weiter ausdehnen.

Das fundamentale Umfeld für das Pfund war in dieser Woche gemischt. Die britischen Arbeitsmarktdaten, einschließlich Beschäftigung und Lohnentwicklung, fielen im Großen und Ganzen pfundfreundlich aus. Die Inflationsdaten zeichneten jedoch ein anderes Bild. Die Inflation im Vereinigten Königreich verlangsamte sich stärker als vom Markt erwartet und nahm der Bank of England de facto die Argumente für weitere geldpolitische Straffung. Stattdessen könnte sich der Fokus allmählich auf die Möglichkeit einer Lockerung der Geldpolitik im weiteren Verlauf des Jahres verlagern.

Es sei daran erinnert, dass BoE-Gouverneur Andrew Bailey nach der jüngsten Sitzung der Bank of England klarstellte, dass der Disinflationsprozess weiterhin auf Kurs sei und die Verbraucherpreisinflation im kommenden Jahr zum 2%-Ziel der Bank zurückkehren könnte. Je näher sich die Inflation diesem Ziel annähert, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung. Infolgedessen haben wachsende dovishe Erwartungen Druck auf das Pfund ausgeübt.

Allerdings hat die neuerliche Eskalation im Nahen Osten die Ölpreise bereits wieder in die Nähe von 100 US-Dollar je Barrel getrieben. Sollten die erhöhten Energiepreise anhalten, dürften sie in die britische Inflation zurückwirken, sodass es zunehmend schwierig wird, diesen Faktor weiterhin zu ignorieren.

Der Ausblick für das Federal Open Market Committee (FOMC) ist weniger eindeutig. Zunächst hatte der Markt erwartet, dass die US-Inflation anzieht, falls die Fed auf weitere geldpolitische Straffung verzichtet. Diese Sorge ließ nach, als der Ölpreis auf etwa 70 US-Dollar je Barrel fiel. Inzwischen ist Öl jedoch wieder fast auf 100 US-Dollar gestiegen, und eine anhaltende Eskalation im Nahen Osten in Verbindung mit Störungen in der Straße von Hormus könnte die Preise potenziell in Richtung 120 US-Dollar je Barrel treiben.

Sollte sich dieses pessimistische Szenario bewahrheiten, könnten die Ölpreise ihre Hochs aus dem Zeitraum März–Mai überschreiten und eine weitere Disinflation sowohl in den USA als auch im Vereinigten Königreich deutlich erschweren. Entspannen sich die geopolitischen Spannungen hingegen und fällt Öl wieder in die Spanne von 60–70 US-Dollar je Barrel zurück, könnte zusätzliche Straffung durch die Federal Reserve überflüssig werden. Der US-Dollar kann sich daher noch nicht nachhaltig auf die Erwartung einer deutlich restriktiveren Fed als stabile Unterstützungsquelle stützen.

Technische Analyse

Das technische Bild bleibt grundsätzlich bullisch, und der übergeordnete Aufwärtstrend dürfte sich fortsetzen, sobald die laufende Korrektur abgeschlossen ist. Die entscheidende Frage lautet, auf welchem Niveau das Kaufinteresse wieder einsetzt.

Der Kurs hat bereits die Liquidität unter dem Tief vom 6. April sowie dem Tief vom 31. März ausgelöst und damit eine solide Basis für die Rally der vergangenen Wochen geschaffen. Da dem US-Dollar nach wie vor eine überzeugende langfristige bullische Story fehlt – und er 2026 bereits deutliche Zugewinne verbucht hat – dürfte es den Verkäufern schwerfallen, die Abwärtsbewegung wesentlich auszudehnen.

Vorerst ist jedoch die nächstgelegene Zone, die den Rückgang des Pfunds stoppen könnte, die Imbalance 23 – ein Kursungleichgewicht, das bereits zwei erfolgreiche bullische Reaktionen ausgelöst hat. Ob diese Zone ein drittes Mal halten kann, bleibt abzuwarten.

Am Donnerstag standen weder im Vereinigten Königreich noch in den USA wichtige Konjunkturdaten auf dem Kalender. Dennoch interpretierten die Marktteilnehmer die EZB-Sitzung als eher dovish, was zu einer Schwäche des Euro führte, die auch auf das Pfund durchschlug. Aktuell bleibt Imbalance 23 die wichtigste technische Unterstützungszone für das Pfund.

Ausblick

Das übergeordnete makroökonomische Umfeld spricht weiterhin für einen tendenziell schwächeren US-Dollar auf längere Sicht. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit weiterer Fed-Zinserhöhungen im Jahr 2026 ändern diese Einschätzung grundlegend.

Die geopolitischen Spannungen haben die Rolle des Dollars als sicherer Hafen vorübergehend gestärkt, doch die heftigste Phase des Konflikts scheint vorüber zu sein. Zwar wird erwartet, dass die Federal Reserve im Jahr 2026 die Zinsen anhebt – grundsätzlich ein stützender Faktor für den Dollar –, doch höhere Zinsen würden zugleich das Wirtschaftswachstum bremsen und den Arbeitsmarkt belasten.

Hinzu kommt, dass Kevin Warsh von Präsident Donald Trump an die Spitze des FOMC berufen wurde – in der Erwartung, dass er eine deutlich lockerere Geldpolitik verfolgen würde als Jerome Powell. Entsprechend werte ich nennenswerte Aufwertungen des US-Dollars weiterhin eher als temporäre Bewegung denn als Beginn eines nachhaltigen langfristigen Aufwärtstrends.

Wirtschaftskalender

Vereinigtes Königreich

Retail Sales (06:00 UTC)

S&P Global Manufacturing PMI (08:30 UTC)

S&P Global Services PMI (08:30 UTC)

Vereinigte Staaten

S&P Global Manufacturing PMI (13:45 UTC)

S&P Global Services PMI (13:45 UTC)

New Home Sales (14:00 UTC)

Der Wirtschaftskalender für den 23. Juli umfasst mehrere Veröffentlichungen, wobei den britischen Daten voraussichtlich die größte Aufmerksamkeit zukommen dürfte. Die Konjunkturnachrichten könnten die Marktstimmung über den gesamten Handelstag am Freitag beeinflussen, auch wenn größere Volatilität eher unwahrscheinlich erscheint.

GBP/USD Prognose und Trading-Ausblick

Der langfristige Ausblick für GBP/USD bleibt bullisch. Nach den Liquiditätssweeps unter den beiden jüngsten Swing-Tiefs haben die Käufer die Kontrolle über den übergeordneten Trend zurückgewonnen. Dennoch könnte das Pfund seine Korrektur in Richtung der bullischen Trendinvalidation bei 1,3007 fortsetzen. Eine derartige Bewegung würde allerdings neue bärische Signale erfordern, die bislang ausgeblieben sind.

Für Käufer bleibt Imbalance 23 die zentrale Unterstützungszone und könnte zum dritten Mal eine bullische Reaktion auslösen. Für Verkäufer stellt der Bereich 1,3392–1,3415 den wichtigsten Widerstand dar, da er die neu entstandene Bearish Imbalance 24 beinhaltet. Derzeit empfiehlt es sich, die Kursentwicklung zu beobachten und auf neue Handelssignale zu warten, bevor Positionen eröffnet werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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