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FX.co ★ EUR/USD – 27. Juli: Der Euro startet einen weiteren Erholungsversuch

EUR/USD – 27. Juli: Der Euro startet einen weiteren Erholungsversuch

Am Freitag setzte das Währungspaar EUR/USD seine Abwärtsbewegung unterhalb des 23,6%-Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,1395 fort, drehte jedoch in der Nacht zum Montag abrupt zugunsten des Euro und konsolidierte sich oberhalb der Marke von 1,1395. Daher könnte die Aufwärtsbewegung heute in Richtung des nächsten Retracement-Levels bei 38,2% – 1,1438 – anhalten. Ein erneuter Rückfall unter 1,1395 würde wiederum den US-Dollar begünstigen und zu einem Rückgang in Richtung des 0,0%-Fibonacci-Levels bei 1,1325 führen können.

EUR/USD – 27. Juli: Der Euro startet einen weiteren Erholungsversuch

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt bärisch, trotz des anhaltenden (wenn auch schwachen) Vorstoßes der Käufer. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle übertraf das vorherige Hoch nur um wenige Pips, während die jüngste Abwärtswelle das vorherige Tief nach unten durchbrochen hat. Die geopolitische Lage verschlechtert sich erneut, da Iran und die Vereinigten Staaten wieder zu Blockaden in der Straße von Hormus und zu aktiven Militäroperationen übergegangen sind. Ein Fazit, dass der Abwärtstrend beendet ist, lässt sich erst ziehen, wenn der Kurs das Hoch bei 1,1473 durchbricht, doch die Bullen zeigen bereits seit einem Monat Schwäche.

Der fundamentale Hintergrund am Freitag spielte erneut den Käufern in die Karten. Die US‑Indizes zur Geschäftstätigkeit fielen gemischt aus, und generell legen Trader mehr Gewicht auf die ISM‑Indizes als auf die S&P Global PMI‑Daten. Unterdessen übertrafen die Indizes der Geschäftstätigkeit im Dienstleistungs- und im Fertigungssektor der Eurozone die Markterwartungen. Damit hatte der Euro am Freitag die Chance auf einen kräftigen Anstieg, doch abermals gelang es den Käufern nicht, einen ernstzunehmenden Angriff zu starten.

Über Nacht reagierten die Märkte deutlich auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Donald Trump scheint entweder die Geduld verloren oder Frustration entwickelt zu haben, doch er hat Iran erneut „eine Chance gegeben“, den Konflikt friedlich zu lösen. Derzeit gibt es von iranischer Seite keine Stellungnahmen, die auf eine Bereitschaft zu neuen Gesprächen mit den Vereinigten Staaten hindeuten, auch wenn Trump davon ausgeht, dass Teheran an Verhandlungen interessiert ist. Daher wurden die Raketenangriffe vorübergehend eingestellt, die Straße von Hormus bleibt jedoch geschlossen, und ob die Gespräche wieder aufgenommen werden, ist nach wie vor ungewiss.

EUR/USD – 27. Juli: Der Euro startet einen weiteren Erholungsversuch

Im 4-Stunden-Chart bewegt sich das Währungspaar seitwärts. Eine Konsolidierung unterhalb von 1,1411 würde auf weiteres Abwärtspotenzial hindeuten; allerdings hat der Kurs in letzter Zeit zu häufig die Richtung gewechselt, während das Handelsvolumen begrenzt blieb. Aktuell sind auf keinen technischen Indikatoren sich entwickelnde Divergenzen zu erkennen. Der abwärtsgerichtete Trendkanal bleibt intakt.

Commitments of Traders (COT) Report

EUR/USD – 27. Juli: Der Euro startet einen weiteren Erholungsversuch

In der jüngsten Berichts­woche schlossen institutionelle Händler 9.842 Long-Positionen und eröffneten 18.891 Short-Positionen. In den sieben Wochen im Februar und März verschwand der ausgeprägte bullische Vorteil infolge des Krieges unter Beteiligung des Iran. In den darauffolgenden siebzehn Wochen zeigte sich der Markt im Zuge eines vorübergehenden Waffenstillstands und der Hoffnung auf ein Ende des Konflikts ausgeglichener.

Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt derzeit bei 220.000, während die Short-Positionen 261.000 betragen. Die Bären haben erneut die Oberhand gewonnen.

Insgesamt zeigen große Marktteilnehmer langfristig weiterhin ein deutliches Interesse am Euro. Selbstverständlich beeinflussen globale Ereignisse unterschiedlichster Art – die es in den vergangenen Jahren reichlich gegeben hat – weiterhin die Stimmung der Anleger. Derzeit beobachten die Märkte insbesondere die Entwicklungen im Nahen Osten genau, wo der Konflikt scheinbar immer wieder endet, nur um dann erneut aufzuflammen. Zunächst ignorierten die Märkte den Waffenstillstand, und auch die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen wurde später weitgehend ignoriert. Daher bestimmen geopolitische Faktoren nicht mehr allein das Schicksal des US-Dollar.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union

Deutschland

  • Geschäftsklimaindex — 08:00 UTC

Vereinigte Staaten

  • Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter — 12:30 UTC

Der Wirtschaftskalender für den 26. Juli umfasst zwei Veröffentlichungen, die voraussichtlich keine große Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden. Derzeit ignorieren bullische Trader die meisten Konjunkturnachrichten, während bärische Trader weiterhin ohne fundamentale Unterstützung verkaufen. Der Einfluss der Wirtschaftsdaten auf die Marktstimmung am Montag dürfte sehr gering sein oder ganz ausbleiben.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps

Kaufen: Long-Positionen waren nach einem Schlusskurs oberhalb von 1,1395 mit Kurszielen bei 1,1438 und 1,1472 möglich. Diese Trades können heute offen gehalten werden.

Verkaufen: Short-Positionen können nach einer Konsolidierung unterhalb von 1,1395 im Stundenchart oder nach einer Abweisung von 1,1438 mit einem Kursziel bei 1,1325 in Betracht gezogen werden.

Die Fibonacci-Retracement-Niveaus werden im Stundenchart von 1,1620 bis 1,1325 und im 4-Stunden-Chart von 1,1411 bis 1,1850 eingezeichnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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