Handelsanalyse für Montag:
1H-Chart von EUR/USD

Während des Handels am Montag kehrte das Währungspaar EUR/USD in den Bereich von 1,1366–1,1377 zurück, der als Untergrenze des Seitwärtstrendkanals fungiert, in dem sich das Paar seit einem Monat bewegt. Damit steht heute der dritte Versuch an, entweder von dieser Grenze nach oben abzuprallen oder sie nach unten zu durchbrechen. Es hat wenig Sinn, die Gründe für den erneuten Rückgang des Paares zu erörtern, da es schlicht keine gab und sich der geopolitische Hintergrund dreimal am Tag ändern kann. So fiel zum Beispiel gestern der einzige halbwegs bedeutende Bericht zu den Auftragseingängen für langlebige Güter in den USA deutlich schwächer als erwartet aus. Dennoch legte der Dollar den Großteil des Tages zu. In der Nacht verarbeitete der Markt die Nachricht, dass Iran und die USA die Kampfhandlungen in der Region eingestellt hatten, doch die Reaktion auf dieses Ereignis war nur von sehr kurzer Dauer, sodass unklar blieb, was den erneuten Anstieg des Dollars auslöste. Sicher sagen lässt sich nur, dass der Markt weiterhin alle positiven Faktoren für die Gemeinschaftswährung ignoriert. Wie soll man da von einem Anstieg des Euro sprechen?
5M-Chart von EUR/USD

Im 5-Minuten-Chart wurden am Montag keine Handelssignale generiert. Erst gegen Tagesende kehrte der Kurs in die Spanne von 1,1366–1,1377 zurück, konnte daraus jedoch kein neues Signal bilden. Daher ist heute, am Dienstag, mit neuen Signalen zu rechnen.
Handelsanleitung für Dienstag:
Im Stundenchart wurden beide Trendlinien durchbrochen und sind damit nicht mehr relevant. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse und Marktentwicklungen der vergangenen Monate gehen wir davon aus, dass der Euro mit einem überzeugenden Anstieg beginnen sollte. Allerdings bewegt sich das Währungspaar EUR/USD bereits seit einem Monat in einer Seitwärtsphase, und der Markt ignoriert weiterhin sämtliche Faktoren, die für den Euro sprechen.
Am Dienstag können Anfänger Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1267–1,1275 eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1366–1,1377 festsetzt. Long-Positionen können bei einem dritten Abpraller von der Spanne 1,1366–1,1377 mit einem Ziel bei 1,1461–1,1466 eröffnet werden. Die Volatilität könnte auch heute erneut gering ausfallen.
Im 5-Minuten-Chart sollten Trader die Marken 1,1267–1,1275, 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666 sowie 1,1745–1,1754 berücksichtigen. Am Dienstag sind weder in der Eurozone noch in den USA wichtige Veröffentlichungen oder Ereignisse geplant. Entsprechend wird es für Trader nur wenig Anlass zur Reaktion geben. Technische Faktoren werden im Vordergrund stehen, doch die Bewegungen könnten erneut schwach bleiben.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung nötig ist (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund falscher Signale zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale erzeugen. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Kursbewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Signalquellen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung verdeutlichen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder die Positionen geschlossen werden, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten beachten, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
