
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels am Dienstag näherte sich der NZD/USD-Wechselkurs der runden Marke von 0,5800. Trotz des Anstiegs des Währungspaares steht der neuseeländische Dollar weiterhin unter Druck aufgrund der Stärke des US-Dollars, der durch die Nachfrage nach sicheren Häfen vor dem Hintergrund geopolitischer Instabilität gestützt wird.
Die Märkte bleiben auf die Entwicklungen im Nahen Osten fokussiert. Die Vereinigten Staaten haben ihre militärischen Aktionen gegen den Iran nach fast zweiwöchigen Angriffen eingestellt, während Präsident Donald Trump erklärte, dass die Verhandlungen mit Teheran weiter vorankämen und eine diplomatische Lösung weiterhin möglich sei. Der Optimismus wurde jedoch durch Berichte über Drohnenangriffe auf Einrichtungen in Saudi-Arabien, Jordanien und dem Irak gedämpft. Trump merkte zudem an, dass die US-Angriffe wieder aufgenommen werden könnten, falls die Verhandlungen scheitern sollten, was die Attraktivität des Dollars als sicherer Hafen zusätzlich stärkt.
Gleichzeitig agieren Investoren vorsichtig und vermeiden aggressive Positionierungen im Vorfeld der Ergebnisse der Sitzung der Federal Reserve, die am Mittwoch bekannt gegeben werden. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen unverändert lässt, doch die Aufmerksamkeit der Märkte wird sich auf die Aussagen zur Geldpolitik und die Pressekonferenz des Fed-Vorsitzenden Kevin Waller richten, in der neue Hinweise auf künftige geldpolitische Schritte erwartet werden.
Unterdessen deuten aktuelle Arbeitsmarktdaten weiterhin auf eine Abschwächung des Sektors in den USA hin. Laut dem NER Pulse-Bericht von ADP verzeichneten private Arbeitgeber im vierwöchigen Zeitraum bis zum 11. Juli im Durchschnitt 15.000 neue Stellen pro Woche, nach zuvor 16.500. Trotz der anhaltenden Abnahme bei den Einstellungsraten zeigt der US-Dollar einen Aufwärtstrend, und der Dollar Index (DXY) bleibt nahe seinen Jahreshöchstständen.

In Neuseeland tragen die zunehmenden Erwartungen, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) im September die Zinsen anheben könnte, dazu bei, den Druck auf den neuseeländischen Dollar gegenüber dem US-Dollar zu begrenzen.
Aus technischer Sicht müssen die Bullen das Zusammentreffen der 100- und 200-Tage-SMAs überwinden, um eine positive Fortsetzung des Aufwärtstrends zu bestätigen. Der erste Widerstand liegt jedoch weiterhin am runden Niveau von 0,5800. Das Währungspaar hat Unterstützung am 20-Tage-SMA in der Nähe des Niveaus von 0,5757 gefunden. Die Oszillatoren sind positiv und unterstützen damit die Bullen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des neuseeländischen Dollars gegenüber den wichtigen Währungen am Dienstag. Der neuseeländische Dollar hat sich unter den anderen Währungen hervorgetan und die größte Stärke gegenüber dem australischen Dollar gezeigt.
