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FX.co ★ Gold bekommt Rückenwind

Gold bekommt Rückenwind

Schmiede das Eisen, solange es heiß ist. Gold scheint sich dieses Sprichwort zu Herzen genommen zu haben und steigt bereits die dritte Sitzung in Folge auf ein Monatshoch. Ein schwächerer Dollar und fallende Ölpreise haben nahezu perfekte Bedingungen für XAU/USD geschaffen, doch die Anleger halten sich mit Jubel noch zurück und warten angespannt auf die US-Arbeitsmarktdaten, die Klarheit über den weiteren Zinskurs der Fed bringen sollen.

Die Märkte wägen weiterhin die widersprüchliche Rhetorik aus Washington und Teheran ab. Qatar erklärt, Vermittler hätten Fortschritte bei der Beendigung des Krieges erzielt, während Iran die Behauptungen von Präsident Trump zurückweist, wonach überhaupt Gespräche stattfinden. Axios berichtet, dass die USA, Iran und Oman kurz vor einer Einigung zur Normalisierung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus stehen, wobei eine Ankündigung bereits am Mittwoch erfolgen könnte. Jeder Fortschritt in dieser Frage dürfte den Ölpreis drücken, Inflationssorgen dämpfen und die Anleiherenditen sinken lassen – wovon Gold in allen Punkten profitieren würde.

Dynamik von Öl und Gold

Gold bekommt Rückenwind

Das Edelmetall bleibt eng mit Öl verbunden: Schwankungen des Rohölpreises sind nach wie vor ein wichtiger Indikator für den globalen Inflationsdruck auf Gold. Sollte ein klarer Fahrplan zur Deeskalation erkennbar werden, hätte XAU/USD Anlass, seine Rally fortzusetzen.

Die Märkte haben ihre Erwartungen für weitere Fed-Zinsschritte in diesem Jahr bereits von zwei Anhebungen auf eine zurückgenommen. Geringere geldpolitische Restriktionen wirken sich traditionell positiv auf Gold aus, das keine Zinsen abwirft und unter hohen Finanzierungskosten leidet.

Kapitalzuflüsse in chinesische ETFs

Gold bekommt Rückenwind

Gleichzeitig findet eine echte Stimmungswende am physischen Markt statt. Institutionelle Anleger in China haben nun seit 14 aufeinanderfolgenden Tagen Kapital in goldorientierte ETFs gelenkt – die längste Serie seit März. In Shanghai werden die Preise mit einem moderaten Aufschlag gegenüber der Londoner Benchmark gehandelt, was Offshore-Käufe von physischem Metall für Banken attraktiver macht. Die Bank of Korea ist an den Goldmarkt zurückgekehrt und kauft wieder, und Zuflüsse in asiatische ETFs bestätigen eine Stimmungsänderung im Osten nach einer längeren Phase von Abflüssen, die durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurden.

Gold bekommt Rückenwind

Goldbullen stützen sich weiterhin vor allem auf Käufe der Zentralbanken, geopolitische Unsicherheit und die Entdollarisierung. Am Terminmarkt ist jedoch nach wie vor eine restriktivere Geldpolitik eingepreist – die impliziten Zinsen steigen bis 2027 an. Wird sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran schnell genug entschärfen, um diese Erwartungen zu kippen?

Aus technischer Sicht versucht Gold im Tageschart, die obere Begrenzung der Konsolidierungszone bei 3.965–4.165 USD je Unze zu durchbrechen. Gelingt dies, könnten die Bullen in eine Trendphase übergehen, neue Käufe rechtfertigen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich ein Wolf-Wave-Muster ausbildet – mit Kurszielen im Bereich von etwa 5.215 USD.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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