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FX.co ★ USD/JPY: Währungsintervention, die in die Geschichte eingehen wird

USD/JPY: Währungsintervention, die in die Geschichte eingehen wird

Der Juli 2026 wird in die Geschichte des Devisenmarktes als jener Monat eingehen, in dem Japan und die USA zum ersten Mal seit 15 Jahren gemeinsam zur Verteidigung des Yen auftraten. Vor dem Hintergrund der Sitzung der Bank of Japan, die mit einer „hawkish pause“ endete, drückte die gemeinsame Intervention USD/JPY von einem 40‑Jahres‑Hoch nach unten. Ob dieser Effekt jedoch von Dauer sein wird, bleibt abzuwarten.

Am 30. und 31. Juli 2026 hielt die BoJ eine zweitägige Sitzung ab, an deren Ende sie beschloss, den Leitzins bei 1,0 % zu belassen. Diese Entscheidung war erwartet worden, doch hinter der äußerlichen Zurückhaltung verbargen sich wichtige Signale. Erstens stimmte ein Mitglied des Direktoriums für eine sofortige Zinserhöhung. Zweitens senkte die BoJ ihre Inflationsprognose, während sie gleichzeitig die BIP-Prognose für das Fiskaljahr 2026 anhob. Und drittens wurde an die Märkte ein klares Signal gesendet – die Inflation wurde als „nahe an 2 %“ bezeichnet, was dahingehend interpretiert wurde, dass eine Zinserhöhung nicht erst im Dezember, sondern bereits im Oktober wahrscheinlich sein könnte.

USD/JPY: Währungsintervention, die in die Geschichte eingehen wird

Das Währungspaar USD/JPY erreichte am 23. Juli 2026 mit 163,99 ein 40‑Jahres-Hoch. Doch bis zum 30. Juli änderte sich die Lage dramatisch. Innerhalb weniger Stunden fiel das Paar von 162,8 auf 157,4. Der Auslöser – eine massive Intervention, die von Japans Finanzministerin Satsuki Katayama am 31. Juli bestätigt wurde. Der entscheidende Unterschied zu früheren Maßnahmen war jedoch die Beteiligung der USA.

U.S. Treasury Secretary Scott Bessent initiierte persönlich den Kauf von Yen. Journalisten bemerkten während eines Treffens in Camp David eine Nachricht auf seinem Tablet: „Buy Japanese yen (JPY) $5-10 billion.“ Später erklärte er, dass die USA „alles Notwendige“ tun würden, um den Yen zu stabilisieren.

Analysten schätzen, dass Japan am 30. Juli rund 8,45 Billionen Yen (~53 Mrd. USD) für Yen-Käufe aufwendete – vermutlich die größte Intervention an einem einzigen Tag in der Geschichte Japans. Der zweite Tag der Operation wurde gemeinsam durchgeführt.

Der Markt reagierte umgehend – USD/JPY fiel auf 155,23, den niedrigsten Stand seit Mai 2026; japanische Aktien profitierten vom stärkeren Yen und den fallenden Ölpreisen, Short-Positionen auf den Yen wurden ausgelöscht, und der Handel am 30. Juli war von einem ungewöhnlich hohen Volumen (~27 Mrd. USD an nur einem Tag) und zahlreichen Stop-Loss-Auslösungen begleitet.

Die entscheidende Marke im Fokus ist 155. Bank of America bezeichnet sie als Bifurkationspunkt: Eine Konsolidierung unterhalb dieses Niveaus würde die Marktpsychologie von „den Dip in USD/JPY kaufen“ hin zu „den Anstieg verkaufen“ verschieben und damit potenziell eine sich selbst verstärkende Yen-Aufwertung auslösen.

Die Netto-Short-Position im Yen stieg in der Berichtswoche auf -12,9 Mrd. USD, während das gesamte Volumen der Short-Positionen von Hedgefonds ein Niveau erreichte, das einem Hoch nahekommt, wie es zuletzt 2007 gesehen wurde. Der berechnete Preis liegt deutlich über dem langfristigen Durchschnitt, hat jedoch nach der Intervention seine Richtung verloren.

USD/JPY: Währungsintervention, die in die Geschichte eingehen wird

Derzeit notiert das Währungspaar USD/JPY in der Nähe der Trendlinie bei 157,50/158,00. Trotz des beeindruckenden Rückgangs auf 155,24 ist es jedoch nicht gelungen, sich darunter zu etablieren. Es ist unklar, ob die Gefahr weiterer Interventionen (gemäß den Regeln des IWF) bestehen bleibt, doch sollten die Inflationsdaten aus den USA am 12. August die Prognosen übertreffen, ist eine Rückkehr in Richtung 160 wahrscheinlich.

Damit der Yen seine Aufwertung fortsetzen kann, ist ein Synergieeffekt erforderlich, der mindestens zwei der folgenden drei Faktoren umfasst: eine aggressivere Zinserhöhung durch die BoJ, eine sinkende Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die Federal Reserve sowie fallende Ölpreise. Bislang bleibt seine Schwäche aus fundamentaler Sicht weitgehend unangetastet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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