Analyse der Mittwochstrades:
1H-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Mittwoch seine leichte Aufwärtsbewegung fort, angetrieben von makroökonomischen Daten von der anderen Seite des Atlantiks, geopolitischen Faktoren und technischen Signalen. Zur Erinnerung: Der Konflikt im Nahen Osten steuert erneut auf seine „Lösung“ zu – zumindest nach Ansicht von Donald Trump. Berichten zufolge stehen Iran und Oman kurz vor einer Einigung über die Straße von Hormus, die zur Aufhebung der Blockade führen würde. Wie lange diese neue Öffnung Bestand haben wird, ist schwer zu sagen, da zentrale Fragen und Streitpunkte zwischen dem Iran und den USA weiterhin ungelöst bleiben. Dennoch bewegt sich der Konflikt sehr langsam in Richtung einer Beilegung – leider so langsam, dass diese Bewegung kaum wahrnehmbar ist. Dennoch ist sie vorhanden. Daher haben Händler aktuell keinen triftigen Grund, sich in den US-Dollar zu stürzen. Die US-Makrodaten fielen zuletzt nicht überzeugend aus, und die Federal Reserve zeigt – wie die jüngsten Entwicklungen belegen – wenig Bereitschaft, die Geldpolitik zu straffen. Sollten die morgigen US-Daten zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit schwach ausfallen, dürften die Chancen auf eine Zinserhöhung durch die Fed praktisch auf null sinken.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart gelangte das Paar in den Bereich 1,3456–1,3476 und verbrachte den gesamten Tag dort. Daher entstanden im Tagesverlauf keine Handelssignale. Heute könnte sich ein Signal bilden, da der Kurs nicht lange in einer 20-Pip-Spanne verharren kann.
Wie man am Donnerstag handelt:
Im Stundenchart hält das GBP/USD-Paar seinen Aufwärtstrend aufrecht. Unserer Ansicht nach wird das Pfund weiter steigen, selbst wenn es von den lokalen Faktoren nicht unterstützt wird. Im Wochenchart hat die Bewegung von der unteren Begrenzung der Seitwärtsrange zur oberen Begrenzung vor einem Monat begonnen. Diese Bewegung ist noch nicht abgeschlossen. Der Glaube an eine Zinserhöhung der Fed im September schwindet, der Markt schenkt der Geopolitik kaum noch Beachtung, und die technische Lage unterstützt den Anstieg des Pfunds.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen eröffnen, wenn sich das Paar unterhalb des Bereichs 1,3456–1,3476 festigt, mit einem Ziel bei 1,3380–1,3386. Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, wenn sich das Paar oberhalb von 1,3456–1,3476 etabliert, mit Kurszielen bei 1,3587–1,3598.
Im 5-Minuten-Chart kann man anhand der Niveaus 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695 handeln. Am Donnerstag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Veröffentlichungen vorgesehen, und in den USA erscheint nur der nachrangige Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Starke Kursbewegungen sind daher heute eher unwahrscheinlich.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird anhand der Zeit beurteilt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit dafür nötig ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen erzeugen oder gar keine. Technische Niveaus können dann an Aussagekraft verlieren.
- Beim Handel mit MACD-Signalen im Stundenchart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität und wenn eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend unterstützt, zu tun.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was die Charts zeigen:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (Bereiche) dienen als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufsaufträgen oder als Quellen von Signalen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung des Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte man zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
