Globale Märkte erreichen Rekordstände dank KI-Euphorie und Hoffnungen auf ein Hormus-Abkommen

Die globalen Märkte haben neue Rekordstände erreicht: Die S&P-500-Futures legten um 0,3 % zu, während sowohl der europäische Stoxx 600 als auch der globale MSCI ACWI auf Allzeithochs kletterten. Unterstützung kam von der stark gestiegenen Nachfrage nach Werten aus dem KI-Sektor (insbesondere Chip-Herstellern), soliden Unternehmensgewinnen und nachlassendem Druck durch steigende Renditen und Energiepreise.
Ein weiterer Faktor sind die Erwartungen an ein Abkommen zwischen den USA und Iran in Bezug auf die Straße von Hormus, das den Druck auf den Ölmarkt verringert. Brent notiert um 80 US-Dollar pro Barrel und erreichte 80,11 US-Dollar. Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen hielten sich in der Nähe von 4,61 %, während Gold um etwa 2,1–2,2 % auf 4.163 US-Dollar je Unze zulegte. Mit Ölpreisen, die wieder in die Spanne von 75–80 US-Dollar zurückkehren, könnten sich Anleger erneut auf robuste Fundamentaldaten und ausreichend Liquidität konzentrieren, was für Risikoanlagen positiv ist. Folgen Sie dem Link für weitere Details.
USA hoffen auf baldige Öffnung der Schifffahrtsroute, Iran bestreitet jedoch direkte Gespräche mit Washington

Die diplomatische Konfrontation um die Straße von Hormus ist in eine entscheidende Phase eingetreten. US-Regierungsvertreter sprechen von einer realen Möglichkeit, die Route schon bald wieder zu öffnen, während Teheran direkte Verhandlungen mit Washington kategorisch dementiert. Aus Washington werden optimistische Prognosen über eine rasche Einigung laut, zugleich wird jedoch betont, dass noch keine endgültige Vereinbarung erzielt wurde. Iranische Offizielle beharren erneut darauf, dass Kontakte ausschließlich über Vermittler stattfinden.
Nach Medienberichten und Aussagen von Beteiligten sind die Verhandlungen unter Einbeziehung von Oman und Qatar in ein fortgeschrittenes Stadium gelangt. Der Vorschlag sieht eine Trennung der Schifffahrtsrouten vor – einlaufende Schiffe sollen nördlich (entlang des Iran) und auslaufende südlich, näher an Oman, verkehren – sowie die Einführung von „Service Fees“, deren Einnahmen zu gleichen Teilen aufgeteilt werden sollen. Washington ist dem Vernehmen nach bereit, den Plan für ein gemeinsames Management als Übergangslösung zu unterstützen, während Teheran die Aufhebung der Seeblockade, Sanktionslockerungen und die Anerkennung seines Rechts zur Erhebung von Seemautgebühren fordert. Folgen Sie dem Link, um weitere Details zu erhalten.
Iran erklärt, Einigung mit Oman über Schifffahrt in der Straße von Hormus erzielt

Iran und Oman haben sich auf eine vorläufige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus für einen Zeitraum von 2–4 Monaten geeinigt, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Gleichzeitig werden die beiden bisherigen Korridore geschlossen, während Teheran „Sonderbedingungen“ festlegt, die an das Verhalten der USA geknüpft sind. Laut Axios stehen die Vereinigten Staaten, Iran und Oman kurz vor einer 60-tägigen Vereinbarung über freien Schiffsverkehr, wobei Donald Trump innerhalb der nächsten 48 Stunden einen „Durchbruch“ in Aussicht stellt. Vor dem Hintergrund dieser Signale und der Hoffnung auf eine baldige Wiederöffnung der Meerenge ist der Preis für Brent-Rohöl trotz erneuter Angriffe der Huthi unter 80 US-Dollar pro Barrel gefallen.
Irans Strategie, die Meerenge als Druckmittel zu nutzen, hat der eigenen Wirtschaft erheblich geschadet. Der IWF sagt für 2026 einen Rückgang des BIP um 6 % voraus, eine Inflation von rund 69 % sowie Treibstoffknappheit. Die Ölexporte aus dem Persischen Golf sind auf etwa 36 % des Vorkriegsniveaus gefallen, während die Preise aufgrund eines Angebotsüberhangs am Markt und eines deutlichen Rückgangs der chinesischen Käufe um 4–5 Millionen Barrel pro Tag unter 100 US-Dollar bleiben. Asiatische Abnehmer haben zuletzt aktiv Lagerbestände abgebaut, anstatt neue Verträge abzuschließen. Sollte Peking beginnen, seine Reserven wieder aufzufüllen, würde dies in einem ohnehin angespannten Markt eine deutlich zusätzliche Nachfrage schaffen. Weitere Details finden Sie unter dem angegebenen Link.
