Analyse von GBP/USD 5M

Das Währungspaar GBP/USD zeigte am Donnerstag ebenfalls keine nennenswerten Bewegungen. Den ganzen Tag über gab es weder in Großbritannien noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen, auf die der Markt hätte reagieren können. Vor diesem Hintergrund überraschte ein weiterer Tag mit niedriger Volatilität nicht. Seit Beginn der Woche verfolgt der Markt die Daten zum US-Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit sehr genau, da diese über die weitere Entwicklung des Leitzinses der Fed entscheiden werden. Es war absehbar, dass in dieser Phase im Wesentlichen nur die Non-Farm Payrolls und die Inflationsdaten von Bedeutung sein würden. Natürlich wird das nicht immer so sein, aber derzeit ist es so. Auch das geopolitische Umfeld bietet den Händlern momentan kaum Anreize, da nichts wirklich Interessantes geschieht. Händler lesen täglich die Aussagen von Donald Trump über ein angeblich kurz bevorstehendes Abkommen mit Iran, ohne sich überhaupt näher damit zu befassen, worum es bei diesem Deal konkret geht. Wir sind der Ansicht, dass das Britische Pfund und der Euro ihren Aufwärtstrend fortsetzen sollten, gestützt durch globale fundamentale und technische Faktoren. Sollten die US-Makrodaten heute schwach ausfallen, dürfte es den europäischen Währungen zudem deutlich leichter fallen, weiter zuzulegen.
Aus technischer Sicht setzt das Britische Pfund im Stundenchart seinen Aufwärtstrend fort. Zur Erinnerung: Im langfristigen Bild befindet sich das Währungspaar in einer Seitwärtskonsolidierung, die im Wochenchart klar erkennbar ist. Nachdem die untere Begrenzung dieser Handelsspanne getestet wurde, erfolgt nun eine logische Bewegung in Richtung der oberen Begrenzung, die sich noch mehrere Wochen fortsetzen kann.
Im 5-Minuten-Chart wurden am Donnerstag keinerlei Handelssignale generiert. Der Kurs eröffnete den Tag in der Spanne von 1,3453–1,3480 und schloss dort auch wieder. Im Verlauf des gesamten Tages verließ er diese 30-Pip-Spanne nicht. De facto gab es gestern also keinerlei Bewegung im GBP/USD-Paar.
COT-Report

Die COT-Berichte für das Britische Pfund zeigen, dass nicht-kommerzielle Händler seit mehreren Monaten mit Short-Positionen den Markt dominieren. Die Netto-Position ist negativ, obwohl ein anhaltender langfristiger Aufwärtstrend besteht. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es nicht überraschend, dass die Nachfrage nach Risikowährungen schwach bleibt. Der Krieg ist formal beendet, doch der Konflikt dauert an. Die Geopolitik könnte die Nachfrage nach dem US-Dollar in naher Zukunft stützen. Allerdings ist vorerst nicht mit einem deutlichen Rückgang des Währungspaares zu rechnen, solange wir keinen klaren Durchbruch unter die Trendlinie sehen.
Langfristig dürfte der Dollar aufgrund der Politik von Donald Trump weiter abwerten, was im Wochenchart (Abbildung oben) deutlich wird. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und Trumps Politik zielt sowohl direkt als auch indirekt auf eine Schwächung der US-Währung ab. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt, wie durch die Trendlinie gezeigt, klar erkennbar. Der Kurs hat diese Linie vor Kurzem erreicht und ist davon abgeprallt. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 28. Juli) hat die Gruppe der „Non-commercial“-Händler 2.800 BUY-Kontrakte geschlossen und 6.400 SELL-Kontrakte eröffnet. Dadurch verringert sich die Netto-Position der nicht-kommerziellen Händler innerhalb einer Woche um weitere 9.200 Kontrakte.
GBP/USD Analyse 1H
Im Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD die Ausbildung eines Aufwärtstrends fort. Langfristig wirken beide europäischen Währungen weiterhin „aufwärtsgerichtet“ und bewegen sich seit inzwischen einem ganzen Jahr in Seitwärtskanälen. Das hebt den seit 2022 bestehenden Aufwärtstrend nicht auf. Wir rechnen in den kommenden Wochen mit einem weiteren Anstieg des britischen Pfunds, doch die heutigen US-Arbeitsmarktdaten werden dieses Szenario entweder stützen oder vorerst ausbremsen.
Für den 7. August identifizieren wir die folgenden wichtigen Marken: 1,3042–1,3050, 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3301–1,3309, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681. Die Linien von Senkou Span B (1,3388) und Kijun-sen (1,3460) können ebenfalls Handelssignale liefern. Ein Stop-Loss wird empfohlen, auf Break-even nach einer Bewegung von 20 Pips in die gewünschte Richtung nachgezogen zu werden. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Freitag sind im Vereinigten Königreich keine interessanten oder wichtigen Ereignisse angesetzt. In den USA werden heute die entscheidenden Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht. Diese Berichte werden die kurzfristige Zukunft der amerikanischen Währung prägen. Am Nachmittag kann die Marktvolatilität sehr hoch ausfallen.
Handelsempfehlungen:
Heute können Trader Short-Positionen mit Ziel bei 1,3388 eröffnen, da sich der Kurs unterhalb der Zone 1,3465–1,3480 etabliert hat. Long-Positionen können eröffnet werden, wenn sich der Kurs oberhalb der Zone 1,3465–1,3480 festsetzt, mit Ziel 1,3588.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
- Unterstützungs- und Widerstandsmarken (dicke rote Linien) zeigen Bereiche an, in denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quelle für Handelssignale.
- Die Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien sind Ichimoku-Indikatorlinien, die vom 4-Stunden-Chart auf den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
- Extremum-Marken (dünne rote Linien) zeigen Bereiche, von denen der Kurs zuvor bereits abgeprallt ist. Sie dienen als Quelle für Handelssignale.
- Gelbe Linien stehen für Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
- Indikator 1 in den COT-Charts zeigt die Netto-Positionierung der einzelnen Händlerkategorien.
