
Heute, am Dienstag, schwankt das Währungspaar GBP/USD zwischen moderaten Gewinnen und leichten Verlusten, bleibt jedoch in der Nähe seines August-Hochs. Der Kassakurs notiert derzeit um die psychologisch wichtige Marke von 1,3500, während sich die Händler angesichts der in dieser Woche anstehenden wichtigen makroökonomischen Daten aus den USA und dem Vereinigten Königreich vorerst zurückhalten.
Das zentrale Ereignis ist der Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index) der USA, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Am Donnerstag folgen die vorläufigen BIP-Daten (Bruttoinlandsprodukt) des Vereinigten Königreichs für das zweite Quartal sowie die Daten zum US-Erzeugerpreisindex (Producer Price Index). Unterdessen fungiert der US‑Dollar angesichts der Konfrontation zwischen den USA und Iran sowie der wachsenden Erwartungen, dass das Federal Reserve System wegen inflationsbedingter Risiken durch die instabile Ölpreisentwicklung einen restriktiveren Kurs einschlagen könnte, weiterhin als sicherer Hafen und lastet auf dem Wechselkurs von GBP/USD.
Iran schließt derzeit die Möglichkeit künftiger Verhandlungen mit US‑Präsident Donald Trump aus und erklärt, es wolle mit einer Wiederaufnahme des Dialogs bis zum Ende seiner Amtszeit am 20. Januar 2029 warten. Diese Aussage belastet die Aussichten auf eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Zudem bleibt die Schifffahrt durch die Meerenge Bab al‑Mandab aufgrund einer von Saudi‑Arabien mit Unterstützung der von Iran unterstützten Huthis durchgeführten Seeblockade weiterhin erschwert. Diese Entwicklungen haben die Ölpreise auf ein Eineinhalb‑Wochen‑Hoch getrieben.
Dennoch preisen die Marktteilnehmer weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit ein, dass das Federal Reserve System die Zinsen bis zum Jahresende mindestens einmal anheben wird. Der Ausblick bleibt vor dem Hintergrund hoher Renditen von US‑Staatsanleihen positiv und sorgt für Aufwärtsimpulse beim Dollar. Darüber hinaus mahnt das Ausbleiben von Anschlusskäufen nach dem gestrigen Ausbruch über die psychologische Marke von 1,3500 zur Vorsicht, was eine mögliche kurzfristige Aufwertung des GBP/USD‑Paares angeht.
Auf der anderen Seite liegt die nächstgelegene Unterstützung an der 9‑Tage‑EMA, gefolgt vom 20‑Perioden‑Simple‑Moving‑Average (SMA) bei 1,3425. Die 100‑Tage‑ und 200‑Tage‑SMAs befinden sich dann in der Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 1,3400. Ein Bruch unter diese Marke könnte den Aufwärtstrend schwächen und den Weg für weitere Verluste ebnen. Wird dagegen die Marke von 1,3500 durchbrochen, dürfte das GBP/USD‑Paar seine Aufwärtsbewegung fortsetzen und das Juli‑Hoch im Bereich von 1,3555 testen. Da die Oszillatoren weiterhin positiv sind, haben die Bullen derzeit die Oberhand.
