
Gold (XAU/USD) tut sich schwer, den 100-Tage-SMA nach oben zu durchbrechen, da der US-Dollar an Stärke gewinnt.

Trotz der schwachen US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft, die am Freitag veröffentlicht wurden, prüfen Händler weiterhin die Möglichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve bis zum Jahresende, da steigende Ölpreise inflationsbedingte Risiken mit sich bringen.
Dies gilt als Hauptgrund dafür, dass Kapital aus dem Edelmetall abgezogen wird.
Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten hat der Iran weitere Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump ausgeschlossen und erklärt, man werde erst nach dem Ende seiner Amtszeit am 20. Januar 2029 wieder den Dialog aufnehmen. Dies hat die Hoffnungen auf eine rasche Wiedereröffnung der Straße von Hormus gedämpft. Zudem bleibt der Schiffsverkehr durch die Bab-el-Mandeb-Straße aufgrund einer saudischen Seeblockade, die von den Iran-unterstützten Huthi-Rebellen durchgeführt wird, weiterhin gestört. Diese Faktoren haben einen starken Anstieg der Ölpreise ausgelöst, die Inflationssorgen verschärft und die Voraussetzungen für eine restriktivere Geldpolitik durch die Fed geschaffen.
Der Ausblick bleibt dennoch günstig, da die hohen Renditen von US-Staatsanleihen voraussichtlich den US-Dollar stützen und Druck auf das keine laufenden Erträge abwerfende Edelmetall ausüben werden.
Für die besten Handelschancen sollten Trader auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index) am Mittwoch und des Erzeugerpreisindex (Producer Price Index) am Donnerstag warten, um mehr Informationen über den künftigen Kurs der Fed-Politik zu erhalten. Diese wichtigen Datenveröffentlichungen werden die kurzfristige Dynamik des Dollars maßgeblich beeinflussen und neuen Schwung für die Goldpreise erzeugen.
Darüber hinaus könnten weitere Entwicklungen im Zusammenhang mit der Krise im Nahen Osten die Volatilität an den globalen Finanzmärkten weiter erhöhen und damit zusätzliche Handelsgelegenheiten für XAU/USD schaffen.
Aus technischer Sicht würde eine Konsolidierung oberhalb der 100-Tage-SMA die Goldpreise in Richtung des wichtigen Widerstands an der 200-Tage-SMA bei rund 4.500 US-Dollar treiben. Es ist jedoch ebenfalls zu beachten, dass trotz der positiven Oszillatoren der Relative-Stärke-Index (RSI) sich in der Nähe des überkauften Bereichs befindet, was auf eine wahrscheinliche Konsolidierung hindeutet. Die zentrale Unterstützungsmarke ist die 200-Tage-EMA; ein Unterschreiten dieses Niveaus würde die Bullen allmählich an Stärke verlieren lassen.
