Handelsanalyse für Dienstag:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD bewegte sich am Dienstag ausschließlich seitwärts bei minimaler Volatilität. Weder in den USA noch im Vereinigten Königreich oder im Nahen Osten geschah im Verlauf des Tages etwas Bemerkenswertes. In den USA wurden die Zahlen zu den Verkäufen bestehender Eigenheime sowie der wöchentliche ADP-Bericht veröffentlicht. Wie von uns zuvor angedeutet, nahm der Markt diese Veröffentlichungen kaum zur Kenntnis. Entsprechend sahen wir im Tagesverlauf praktisch keine Kursbewegungen. Heute wird der US-Inflationsbericht veröffentlicht, der den Markt etwas in Bewegung bringen dürfte. Wir gehen davon aus, dass das Britische Pfund sich ohnehin weiter behaupten sollte, da die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Straffung durch die Federal Reserve im September derzeit minimal ist und die Geopolitik den US-Dollar nicht länger stützt. Die Richtung der Bewegung wird heute jedoch von den US-Inflationsdaten abhängen. Bleibt der Wert für Juli unter den Prognosen, wäre die Chance auf eine Zinserhöhung der Fed im September gleich null.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart wurde am Dienstag kein einziges Handelssignal gebildet, da sich das Paar den ganzen Tag über ausschließlich seitwärts bei niedriger Volatilität bewegte. Für Einsteiger gab es gestern keinerlei Grundlage, Positionen zu eröffnen.
Wie man am Mittwoch handelt:
Auf dem Stundenchart hält das GBP/USD-Paar weiterhin an einem Aufwärtstrend fest. Unserer Ansicht nach wird das Pfund Sterling weiter steigen, selbst wenn es von lokalen Faktoren nicht unterstützt wird. Auf dem Wochenchart setzt sich die Bewegung von der unteren Begrenzung des Seitwärtskanals in Richtung obere Begrenzung fort. Diese Bewegung ist noch nicht abgeschlossen. Der Glaube des Marktes an eine Zinserhöhung der Fed im September verflüchtigt sich zusehends; der Markt schenkt der Geopolitik keine Beachtung mehr, und die technischen Faktoren unterstützen den Anstieg des britischen Pfunds.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen eröffnen, wenn ein Kursrückgang unter den Bereich 1,3456–1,3476 erfolgt, mit einem Ziel bei 1,3380–1,3386. Am Montag eröffnete Long-Positionen können mit einem Ziel bei 1,3587–1,3598 weiter gehalten werden.
Auf dem 5-Minuten-Chart können nun die Niveaus 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695 gehandelt werden. Im Vereinigten Königreich sind am Mittwoch erneut keine wichtigen Veröffentlichungen geplant, während in den USA heute der Inflationsbericht erscheint, auf den der Markt bereits seit Montag wartet.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Levels) benötigt wurde. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Werden an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades auf Basis falscher Signale eröffnet, sollten alle anschließenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Fülle falscher Signale generieren – oder auch gar keine. Technische Levels können in dieser Phase an Aussagekraft verlieren.
- Beim Handel nach MACD-Signalen auf dem Stundenchart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität zu tun und wenn eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.
- Wenn zwei Levels sehr dicht beieinander liegen (etwa 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was die Charts zeigen:
Unterstützungs- und Widerstandslevels (Zonen) dienen als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte man zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
