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FX.co ★ Überblick über das Währungspaar EUR/USD. 13. August. Die US-Inflation hat nicht beeindruckt

Überblick über das Währungspaar EUR/USD. 13. August. Die US-Inflation hat nicht beeindruckt

Überblick über das Währungspaar EUR/USD. 13. August. Die US-Inflation hat nicht beeindruckt

Das Währungspaar EUR/USD bewegte sich am Mittwoch erneut sehr träge. Man sollte verstehen, dass „träge“ am Montag und Dienstag nicht dasselbe bedeutet wie „träge“ am Mittwoch. Wenn das Paar EUR/USD an den ersten beiden Tagen der Woche eine Gesamtvolatilität von 46 Pips aufwies, so stieg dieser Wert am Mittwoch spürbar an. Aber stieg er genug, um die Volatilität als „hoch“ zu bezeichnen? Nein. Zudem wurde gestern ein wichtiger Inflationsbericht veröffentlicht. Leider war lediglich seine „Überschrift“ von Bedeutung, während der eigentliche Wert blass und unspektakulär ausfiel. Daher fiel die Reaktion des Marktes auf diesen Bericht verhalten, aber durchaus logisch aus.

So hat sich die US-Inflation im Juli von 3,5 % auf 3,4 % verlangsamt, wie prognostiziert. Die Kerninflation ging von 2,6 % auf 2,5 % zurück, ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. Damit handelt es sich um einen jener seltenen Fälle, in denen die Markterwartungen vollständig mit der Realität übereinstimmten. Im Grunde genommen hatten die Trader nichts, worauf sie hätten reagieren können, da sie genau diese Werte im Bericht erwartet hatten. Dennoch gab die US-Währung leicht nach, was ebenfalls gut nachvollziehbar ist. Die Inflation in den USA verlangsamt sich nun den zweiten Monat in Folge, was die Wahrscheinlichkeit einer „hawkishen“ Entscheidung der Federal Reserve im September deutlich verringert.

Zur Erinnerung: Im Juni war der Markt überzeugt, dass eine Straffung durch die Fed nur noch eine Frage der Zeit sei. Diese Sichtweise besteht zwar weiterhin, aber der Schwerpunkt hat sich von September auf das Jahresende verschoben. Mit anderen Worten: Der Markt rechnet nach wie vor mit einer Zinserhöhung der Fed, aber nicht im September, sondern etwas später. Aus unserer Sicht sollte man diese Informationen eher als Erwartungen denn als Prognose verstehen. Sollte sich die US-Inflation (aus welchen Gründen auch immer) weiter verlangsamen, wird die Fed nicht straffen. Sollte sich der US-Arbeitsmarkt weiter abschwächen, wird die Fed mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Straffung verzichten. Sollte der Konflikt im Nahen Osten enden, wird die Inflation zurückgehen. Sollte Donald Trump erneut beginnen, Druck auf die Fed auszuüben, könnten einige Notenbankvertreter zu einer deutlich dovisheren Haltung übergehen. Es gibt zu viele „Wenns“, um bedingungslos an eine Zinserhöhung bis zum Jahresende zu glauben.

Im Moment lässt sich eines sagen: Es gibt keine Anhaltspunkte für eine geldpolitische Straffung im September. Die Inflation verlangsamt sich, und der Arbeitsmarkt schwächt sich nun bereits den vierten Monat in Folge ab. Insofern ist der Rückgang des Dollars vollkommen logisch. Wir sind der Ansicht, dass die Schwächephase der US-Währung angesichts der Mischung aus geopolitischen, makroökonomischen und fundamentalen Faktoren in jedem Fall anhalten dürfte. Der Markt hatte das „hawkishste“ Szenario bereits im Vorfeld eingepreist und verliert nun nach und nach den Glauben daran. Man sollte sich zudem vor Augen führen, dass Kevin Warsh kaum erpicht darauf sein dürfte, den Leitzins anzuheben, da er damit in heftige Kritik aus dem Weißen Haus geraten könnte. Und Trump könnte den Kampf gegen ihn aufnehmen, so wie er es zuvor bereits mit Lisa Cook oder Jerome Powell getan hat. Warsh wird zu Beginn seiner Amtszeit kaum einen offenen Konflikt mit Trump riskieren wollen.

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Die durchschnittliche Volatilität des EUR/USD-Paares in den letzten 5 Handelstagen betrug zum 13. August 40 Pips und wird als „niedrig“ eingestuft. Wir erwarten, dass sich das Paar am Donnerstag innerhalb der Spanne von 1,1487 bis 1,1567 bewegt. Der obere lineare Regressionskanal ist abwärts gerichtet, was auf die Fortsetzung des Abwärtstrends hinweist. Der CCI-Indikator ist in den überkauften Bereich eingetreten und hat eine „bärische“ Divergenz ausgebildet, was auf eine mögliche Abwärtskorrektur hindeutet.

Nächste Unterstützungsniveaus:

S1 – 1,1505

S2 – 1,1475

S3 – 1,1444

Nächste Widerstandsniveaus:

R1 – 1,1536

R2 – 1,1566

R3 – 1,1597

Handelsempfehlungen:

Das EUR/USD-Paar setzt im 4-Stunden-Chart seinen Aufwärtstrend fort, was den Beginn einer neuen Welle in einem übergeordneten Aufwärtstrend auf höheren Zeitebenen markieren könnte. Das globale fundamentale Umfeld für den Dollar bleibt negativ, doch im Jahr 2026 sorgten zunächst die Geopolitik und anschließend der restriktive Kurs der Fed für starke Unterstützung der US-Währung. Allerdings geht jedes Märchen früher oder später zu Ende. Befindet sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können Short-Positionen mit Zielen bei 1,1505 und 1,1487 in Betracht gezogen werden. Oberhalb der gleitenden Durchschnittslinie sind Long-Positionen mit Kurszielen bei 1,1566 und 1,1597 relevant.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, ist der Trend stark.

Die gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen 20,0, geglättet) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte.

Murray-Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.

Volatilitätsniveaus (rote Linien) zeigen auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren den wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem sich das Paar am nächsten Tag bewegen wird.

Der CCI-Indikator — sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter −250) oder in den überkauften Bereich (über +250) bedeutet, dass sich eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung nähert.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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